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Havelland Vorerst keine Asylbewerber im MAFZ
Lokales Havelland Vorerst keine Asylbewerber im MAFZ
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00:29 04.10.2015
Die Brandenburghalle im MAFZ kann vorerst weiter als Veranstaltungsort wie hier für das Country-Summer-Weekend genutzt werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Paaren im Glien

In der Brandenburghalle des MAFZ-Erlebnisparks in Paaren im Glien kommen vorerst keine Asylbewerber unter. Das hat das Brandenburger Innenministerium mitgeteilt. Man konzentriere sich bei seiner Suche nach provisorischen Unterkünften zunächst auf andere Standorte in den kreisfreien Städten, sagte Ministeriumssprecherin Susanne Fischer. „Das heißt aber nicht, dass Paaren endgültig vom Tisch ist“, betonte Fischer.

Der beim Innenministerium angesiedelte Krisenstab Asyl sucht derzeit händeringend nach großen Objekten in Brandenburg, in denen Flüchtlinge auch in der kalten Jahreszeit unterkommen können. Die Zeit drängt, denn schon in den nächsten Tagen werden in der Mark zusätzliche 1000 Menschen erwartet.

Landrat Burkhard Schröder (SPD) bestätigte, dass es Gespräche über das MAFZ gegeben habe. „Es gibt die klare Aussage von mir, dass ich einen Zugriff auf das Gelände nicht vertreten kann“, sagte er. Der Landkreis werde das Grundstück nicht zur Verfügung stellen, außer über eine Beschlagnahmung seitens des Landes. Es sprächen genügend sachliche Gründe gegen eine Unterbringung von Flüchtlingen im MAFZ, so Schröder: Man greife dort in einen laufenden Wirtschaftsbetrieb ein, zudem könnte die private Betreibergesellschaft Schadensersatzansprüche geltend machen. Hinzu käme der „riesige Reputationsverlust“ durch abgesagte Veranstaltungen, der in den nächsten Jahren nur schwer wiedergutzumachen sei, sagte der Landrat. „Bei aller Not lasse ich mir Kernstrukturprojekte nicht kaputt machen!“

Wolfgang Brandt, Sprecher des Innenministeriums, hatte am Mittwoch betont, dass die Brala (Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung) in jedem Fall stattfinden könne, auch wenn Paaren aus Flüchtlingsunterkunft ausgewählt werden würde. „Da muss niemand Sorgen haben.“

Der Landkreis habe auf der Suche nach geeigneten Unterkünften für Asylbewerber selbst auch an das MAFZ gedacht, dann aber aus den genannten Gründen schnell wieder davon Abstand genommen, sagte Burkhard Schröder. Allerdings herrsche mittlerweile langsam Ratlosigkeit, wohin mit all den Menschen, gab er zu. „Wenn weiterhin jede Wochen 75 bis 100 neue Asylbewerber ins Havelland kommen, geht irgendwann das Licht aus“, so Schröder. Er erwarte von der Landes- und Bundespolitik „mehr Realismus statt Durchhalteparolen“.

Von Philip Häfner

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