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Havelland Votum für Hort mit 150 Plätzen
Lokales Havelland Votum für Hort mit 150 Plätzen
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18:23 11.10.2016
Auf dem Gelände der Arco-Schule in der Kreuztaler Straße wird der neue Hort gebaut. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen

Auch der letzte Versuch von Mutter und Elternvertreterin Stephanie Giese, die Nauener Stadtverordneten noch umzustimmen und die Kita „8. März“ als Kita-Standort langfristig zu erhalten, brachte nichts. Einstimmig, bei einer Enthaltung, sprachen sich die Kommunalpolitiker am Montagabend dafür aus, einen neuen Hort mit 150 Plätzen auf dem Gelände der Dr.-Georg-Graf-von-Arco-Schule zu bauen.

Damit einher geht die Absicht, das Kita-Gebäude „8. März“ in der Berliner Straße nur noch bis maximal 2018 für die Betreuung von Kleinkindern zu nutzen. „In den nächsten zwei Jahren sollen neue Kita-Kinder schon in anderen Einrichtungen der Stadt unterkommen, so dass das Gebäude ’8. März’ mehr für Hortkinder zur Verfügung steht, weil Hortplätze dringend gebraucht werden", hatte die zuständige Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung Nora Schiller noch mal erklärt.

Fakt ist, dass in den nächsten Jahren etwa 150 Hortplätze in Nauen fehlen. Um diesen Bedarf zu decken, reicht es nicht aus, die jetzige Kita „8.März“ komplett zu einem Hort umzubauen. Es wäre also in jedem Fall ein zusätzliches Gebäude nötig, so die Stadtverwaltung.

So ließ man zwei Varianten auf ihre Umsetzbarkeit sowohl aus finanzieller Sicht und nach qualitativen Gesichtspunkten untersuchen.

Variante 1: Sanierung des Kita-Gebäudes, um dort 90 Hortplätze zu schaffen. Dazu käme ein kleiner Hortneubau mit 60 Plätzen auf dem Arco-Gelände. Die Kosten liegen etwa bei 2,45 Millionen Euro.

Variante 2: Neubau des Hortes mit 150 Plätzen auf dem Arco-Gelände. Die Kosten betragen 2,38 Millionen Euro. Ein weiterer Vorteil der jetzt befürworteten Variante 2 ist, dass ein Bildungscampus auf dem Gelände der Arco-Schule entsteht. Es wird nur einen zentralen Standort für Hortkinder zwischen 7 und 12 Jahren geben. Profitieren sollen auch die Kinder aus der benachbarten Grundschule am Lindenplatz, die 60 Hortplätze benötigen.

Die von Elternvertreterin Stephanie Giese vorgebrachte Kritik an die Verwaltung und die Stadtverordneten bezog sich gar nicht auf den Hortneubau: „Wir sind nicht gegen einen neuen Hort“, wiederholte sie am Montagabend im Rathaussaal. „Wir ärgern uns, dass bei den Untersuchungen nicht auch eine Variante dabei war, die den großen Hortneubau und den Erhalt der Kita ’8. März’ beinhaltete.“ Sie gehe davon aus, dass auch künftig Kita-Plätze in der Stadt benötigt würden.

Was aus dem Kita-Gebäude in der Berliner Straße nach 2018 wird, ließ Fachbereichsleiterin Nora Schiller offen. „Derzeit geht es um die Schaffung neuer Hortplätze. Sicher ist aber: Wenn wir die Kita erhalten würden, wären die Auflagen bezüglich des Brandschutzes und der Treppen sehr hoch.“

Der Chef der Fraktion LWN plus Bauern Manuel Meger forderte die Stadtverwaltung auf, in regelmäßigen Abständen in den Fachausschüssen über den Stand zur Kita „8. März“ zu informieren: „Nicht dass es plötzlich heißt, die Kita wurde geschlossen.“

Unberührt von den Entscheidungen zum Hortbau soll das Kita-Personal bleiben. Wie Nora Schiller versicherte, würden alle Mitarbeiterinnen am neuen Standort eingesetzt. Keine der Erzieherinnen würde ihre Stelle als Horterzieherin verlieren.

Von Jens Wegener

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