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WAH investiert in Pumpwerke und Kläranlagen

Havelland WAH investiert in Pumpwerke und Kläranlagen

Der Wasser- und Abwasserverband Havelland muss in den nächsten Jahren auch die Kläranlage Roskow ausbauen, weil durch den Zuwachs an Einwohnern im Osthavelland künftig wesentlich mehr Schmutzwassermengen anfallen.

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Eine Ketziner Schulklasse sah sich im April dieses Jahres das Klärwerk in Roskow an.

Quelle: Wolfgang Balzer

Havelland. Rund 9,4 Millionen Euro will der Wasser- und Abwasserverband Havelland (WAH) im kommenden Jahr in den Bereichen Trinkwasser und Schmutzwasser im Verbandsgebiet investieren. Einem entsprechenden Wirtschaftsplan 2018 stimmten die Mitglieder der Verbandsversammlung am Dienstagabend zu. Damit verbunden ist eine Kreditaufnahme von rund 6,1 Millionen Euro.

Ein großer Brocken ist der weitere Ausbau der Kläranlage in Roskow, um mehr Schmutzwasser- und Fäkalienmengen aus dem Verbandsgebiet aufnehmen zu können. „Wir tragen damit dem zu erwartenden Einwohnerzuwachs im Osthavelland Rechnung“, sagte WAH-Vorsteher Thomas Seelbinder. 500 000 Euro sind 2018 vorgesehen, im Jahr 2019 und 2020 sollen jeweils 2 Millionen Euro investiert werden.

Wie notwendig diese Maßnahmen sind, habe sich beim Starkregen Ende Juni dieses Jahres gezeigt. Nimmt das Klärwerk Roskow an einem normalen Tag etwa 3500 Kubikmeter Schmutzwasser auf, fielen am 30. Juni 12400 Kubikmeter an, was zu Überschwemmungen geführt habe, so Seelbinder. Mehrere Pumpwerke im Verbandsgebiet waren überlastet. Auch beim Fäkalschlamm fielen in Roskow erhebliche Zulaufmengen an. Statt 2400 waren es 9300 Kubikmeter. Wenn in Brieselang, Wustermark und Nauen neue Wohngebiete entstehen, würden sich natürlich die Trink- und Schutzwassermengen erhöhen, sagte Seelbinder.

Um Havarien oder Ausfällen bestmöglich entgegen zu wirken, erneuert der WAH im nächsten Jahr Pumpwerke in Brieselang, Markee, Paretz, Bredow, Wernitz, Nauen, Wustermark und Ketzin für rund 1 Million Euro. Hinzu kommt für 500 000 Euro der Bau einer Abwärmenutzungsanlage vom Hauptpumpwerk Nauen zum benachbarten Goethegymnasium Nauen. Ein entsprechender Versorgungsvertrag zwischen der Stadt Nauen und dem WAH stimmte die Verbandsversammlung am Dienstagabend zu, nachdem bereits die Nauener Stadtverordneten ihr Ja gegeben hatten. Es soll für einen Zeitraum von zehn Jahren das Gymnasium wird mittels Wärmepumpen dem Schmutzwasser von Nauener Bürgern und Betrieben die Wärme entzogen und für die Beheizung der Schule verwendet. „Das bauen wir aber nur, wenn es die in Aussicht stehende 80prozentige Förderung vom Land gibt“, bekräftigte Thomas Seelbinder.

Fest eingeplant sind in 2018 ebenfalls die Erneuerung der Schmutzwasserleitungen in der Ortsdurchfahrt B 5 in Ribbeck sowie in der Hamburger Straße in Nauen zwischen Mahlbusen und Schützenstraße, allerdings nur, wenn die Kommune auch die Straße erneuert.

Viel Geld steckt der WAH in die Erneuerung beziehungsweise den Ausbau der Trinkwasserortsnetze in Brieselang und Nauen. In der Bahnstraße in Brieselang werden größere Leitungen verlegt, neuen Leitungen soll es im Fortsweg und in der Märkischen Straße geben, ebenso Am Schlangenhorst, vorausgesetzt der Straßenbau erfolgt dort.

In der Hertefelder Dorfstraße und im Ackerweg im Nauener Ortsteil Bergerdamm werden Trinkwasserleitungen ersetzt, weil es dort in der letzten Jahren immer wieder zu Rohrbrüchen gekommen war (jeweils zehn Mal). Ähnlich wie in der Straße „Alte Gärtnerei“ in Groß Behnitz.

Sollte die Bahnhofstraße in Berge im nächsten Jahr saniert werden, legt der WAH auch dort neue Trinkwasserleitungen in die Erde. Gleiches gilt für die Hamburger Straße in Nauen (zwischen Bardeystraße und Fontanestraße). Um die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser weiter zu gewährleisten, gibt es neue Leitungen in der Brandenburger Straße und der Mittelstraße(von B 273 bis Jerchelstraße).

Von Jens Wegener

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