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WGF hat kaum noch freie Wohnungen

Friesack WGF hat kaum noch freie Wohnungen

Nach den Problemen der Vergangenheit nimmt die Wohnungsgesellschaft Friesack (WGF) eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Die Vermietung läuft bestens, so gibt es beispielsweise in der Stadt Friesack so gut wie keine leerstehenden Wohnungen. Viel Geld wurde zuletzt auch in Instandhaltungsmaßnahmen gesteckt.

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Die Fassaden im Friesacker Wiesengrund sind komplett erneuert worden.

Quelle: privat

Friesack. Um die Vermietung des Wohnungsbestandes muss sich Andreas Ackermann derzeit keine großen Gedanken machen. Der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft kann aus dem Vollen schöpfen, denn die Nachfrage ist groß – bis auf wenige Ausnahmen. „In Friesack haben wir so gut wie keinen Leerstand und sogar in Zootzen-Damm gibt es keine freie Wohnung“, sagt er – und dies trotz des Standortes weit außerhalb der Stadt. Gut sieht es auch in Vietznitz aus, hingegen stehen zwei Dachgeschosswohnungen in der Senzker Schlossstraße immer noch leer. Vielen Interessenten sei der Ort zu abgelegen. „Sie haben kaum die Möglichkeit, mit dem Bus nach Nauen zu gelangen.“

Dass mittlerweile auch Leute aus Berlin oder aus dem Potsdamer Raum Wohnungen der WGF mieten, bestätigt Ackermann in seinem Kurs. Als er 2013 die Gesellschaft übernommen hatte, war die Situation noch eine ganz andere. Von dem damaligen Millionen-Minus hat sich der Patient WGF aber vor allem dank einer Sanierungsvereinbarung mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg wieder erholt, ist auf dem Wege der Besserung. 2015 betrug der Gewinn der Wohnungsgesellschaft 56 000 Euro, im vergangenen Jahr waren es nur 36 000 Euro. „Das ist aber kein Zeichen, dass es wieder bergab geht, sondern wir haben lediglich mehr Mittel in die Instandsetzung gesteckt“, erklärt Ackermann. Denn um auch in Zukunft keine Probleme mit der Vermietung zu haben, werden jährlich rund zehn der insgesamt 340 Wohnungen modernisiert – immer dann, wenn eine wegen eines Mieterwechsels kurzzeitig leer steht. Die Bauleute nehmen sich dann die komplette Elektrik vor sowie Heizung, Sanitär und Fußboden.

Im Friesacker Wiesengrund sind zudem an allen acht Häusern die Fassaden komplett saniert und mit einem neuen Farbanstrich versehen worden. Im Sonnenweg wurde ein mit Asbest verseuchter Bungalow für 20 000 Euro abgerissen, und des Weiteren mussten unplanmäßig an mehreren Häusern – so im Pappelweg, im Sonnenweg und in der Senzker Schlossstraße – Abwasserhausanschlüsse erneuert werden. Dabei handelt es sich um 60er-Jahre-Bauten, die die LPG damals für ihre Mitglieder errichtet hat. Das Baumaterial war nicht das beste gewesen“, so Ackermann. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 400 000 Euro in die Instandhaltung gesteckt. Letztlich stellt der Geschäftsführer fest: „Man kann mit der wirtschaftlichen Entwicklung rundum zufrieden sein.“

Und es geht weiter. Weil es derzeit keine Ausweichwohnungen gibt für Mieter, deren eigentliches Domizil saniert werden soll, widmet sich die WGF jetzt einem Objekt in der Nauener Straße in Friesack. Das seit acht Jahren leer stehende Haus wird in Etappen wieder hergerichtet, ohne dass es einen Zeitdruck gibt. Drei Zweiraum- und zwei Einraum-Wohnungen sollen dort demnächst entstehen.

Interessenten werden auch für die jetzt freie, 3600 Quadratmeter große Fläche an der Wagenitzer Parkstraße gesucht. Dort, wo bis 2015 noch ein Wohnblock stand, sollen künftig Einfamilienhäuser oder Reihenhäuser entstehen. Derzeit wird noch die Anbindung der Grundstücke geklärt. „Die Fläche soll beispielsweise an interessierte Wagenitzer oder Senzker veräußert werden“, so Ackermann.

Von Andreas Kaatz

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