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Havelland Wachstum in der Region
Lokales Havelland Wachstum in der Region
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11:02 23.06.2015
Das Designer Outlet in Elstal ist bei Touristen gefragt. Quelle: Tanja M. Maraotzke
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Havelland

Während draußen Paretz, Caputh und Potsdam vorbeizogen, diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Politik an Bord der „MS Bellevue“ der Ketziner Reederei Herzog über Naherholung, Freizeit und Wohnen als weiche Standortfaktoren und Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum. „Tourismus ist ein Schlüsselfaktor für die branchenübergreifende Ansiedlung von Unternehmen, qualifizierten Arbeitskräften und Einwohnern“, sagte Dieter Hütte, Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB). Er beklagte ein fehlendes Tourismusbewusstsein bei vielen Kommunen, die Investitionen in diesem Sektor als freiwillige Leistung oft in Frage stellten. „Aber der Tourismus sichert auch Wohn- und Lebensqualität für die Bürger. Ein Radweg ist nicht bloß für Touristen“, sagte er. Wichtige Erfolgsfaktoren seien ein klares Profil, hohe Servicequalität, Innovation und Veranstaltungen „mit Lokomotivcharakter“, so Hütte. Er riet davon ab, dass jede Gemeinde für sich allein um Besucher wirbt: „Wir brauchen größere Einheiten.“ „Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig“, sagte Landrat Burkhard Schröder (SPD) und nannte als Beispiele Sielmanns Naturlandschaft in der Döberitzer Heide („ein Segen“), Karls Erlebnisdorf in Elstal („ein Renner ohne Ende“) und das benachbarte Designer Outlet („eine tolle Geschichte“). Auch im Kulturtourismus habe sich eine Menge getan. Zudem habe das Havelland ein Netz gut ausgebauter Radwege. „Aber Radwege an sich schieben keine Entwicklung an. Man muss sie auch pflegen“, sagte Schröder. Beim Havellandradweg gebe es mit einigen Gemeinden erhebliche Probleme, so der Landrat. Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB), nannte weitere Standortfaktoren für das Osthavelland. Da wäre zum einen die Lage: „Sie liegen an der richtigen Seite von Berlin“, so Kammradt. Doch die Region punktet auch mit guter Infrastruktur. Das lockt Unternehmen an, nicht nur aus der Logistikbranche, sondern auch aus der Industrie. „Wir haben im Osthavelland einen sehr stabilen Bestand“, sagte der ZAB-Chef. Das Problem seien die Fachkräfte: „Sie kommen und bleiben nur, wenn die Umfeldbedingungen stimmen; wenn es Schulen und Kitas für junge Familien gibt, aber auch ausreichend Freizeitmöglichkeiten.“ Auch Dieter Hütte merkte an: „Wo die Gäste gerne hinkommen, fühlen sich auch Einheimische wohl.“ Gesprochen wurde auch über das Thema Wohnen. Matthias von Popowski, Geschäftsführer des Kommunalberatungsbüros Complan, erkannte einen Trend zu kleineren, bezahlbaren Wohnungen. „Der mehrgeschossige Wohnungsbau wird auch im Osthavelland ein Thema werden“, sagte er. Das Gebiet zwischen der Berliner Stadtgrenze und Nauen gehört zu den am schnellsten wachsenden Regionen Deutschlands. „Die Siedlungsgemeinden verändern sich, aus meiner Sicht nicht immer zu ihrem Vorteil“, sagte Landrat Burkhard Schröder. Natürlich müsse man der Nachfrage gerecht werden, „aber man muss auch bestimmte strukturelle Dinge qualitativ aufrechterhalten.“
Philip Häfner

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