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Havelland Wachstumskern-Hoffnungen blühen wieder auf
Lokales Havelland Wachstumskern-Hoffnungen blühen wieder auf
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11:30 25.07.2016
Martin Gorholt (Mitte) ist ein RWK-Skeptiker. Quelle: Marlies Schnaibel
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Rathenow

Kann es gelingen, die Region Rathenow/Premnitz zusammen mit der Stadt Brandenburg und dem östlichen Havelland zu Regionalen Wachstumskernen zu erheben? Daran wird seit Jahren gearbeitet. Die Gemeinden, die im Osthavelland bereit für den RWK sind haben eine Arbeitsgemeinschaft gebildet. Im Westen gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Rathenow, Premnitz und der Stadt Brandenburg, um die Voraussetzungen zu erfüllen, die notwendig sind, um als Wachstumskern anerkannt zu werden.

Zukunft vor den Toren Berlins

Viele Unternehmen sehen aufgrund der Nähe zu Berlin ihre Zukunft hier. Die osthavelländische Arbeitsgemeinschaft wirbt im Hinblick auf die Industrie- und Gewerbeflächen auf ihrer Internetseite. Und Wirtschaftsdezernent Andreas Ernst räumt ein: Die Gewerbeinfrastruktur im östlichen Havelland ist ein enorm wichtiger Faktor.“ Das Potenzial müsse ausgebaut werden.

Bislang sind in allen sieben Kommunen der Region ein bis zwei Gewerbegebiete vorhanden. Es gebe, so Andreas Ernst in dem Online-Portal MOZ.de, „kleinere, mittlere und große Gewerbeeinheiten, Stichwort GVZ“. Und es gebe eine starke Verdichtung. „Deshalb müssen wir uns frühzeitig um neue Flächen bemühen. Wir prüfen derzeit, ob Erweiterungen möglich sind“, so Ernst. Er will gemeinsam mit den Bürgermeistern und Landrat Roger Lewandowski (CDU) mehrere Optionen prüfen. Flächen für Gewerbeansiedlungen benennt er allerdings nicht.

Viele einzelne Prüfungen

Zur Prüfung gelangen bauplanungsrechtliche Aspekte genauso wie der Naturschutz und etwa die Eigentumsverhältnisse. Sollten diese Prüfungen erfolgreich verlaufen, könnten die Gemeinden konkrete Verhandlungen aufnehmen. Andreas Ernst macht klar, dass viele einzelne Schritte notwendig sind.

Dies gelte – so Ernst auch für die erneuten Bestrebungen vom Land als Regionaler Wachstumskern anerkannt zu werden. „In der KAG ist das einhelliger Tenor, nachdem wir vor Jahren die Kriterien, trotz besten Bemühens, offiziell nicht erfüllt haben“, sagt der Wirtschaftsdezernent, der bereits eine Antwort auf den Brief an Gerber erhalten hat. Dem Experten liegt eine Zusicherung für Prüfung des Sachverhalt und Gespräche vor Ort vor. „Wir hoffen, dass es mittelfristig eine nochmalige Chance für uns gibt.“

Gorholt ist weniger zuversichtlich

Nicht ganz so zuversichtlich hatte sich stets der Unterbezirksvorsitzende der SPD Havelland, Martin Gorholt, zur Ausweitung der Regionalen Wachstumskerne auf den Landkreis Havelland geäußert. Während des Landratswahlkampfes, zu dem Gorholt für die SPD angetreten war, hatte er in Premnitz verdeutlich, dass „noch immer sehr viele Voraussetzungen fehlen, um diesen Schritt gehen zu können.“ Die Einrichtung eines gemeinsamen Studiengangs Augenoptik mit der Fachhochschule und der Augenoptikerinnung sei allerdings ein Schritt in die richtige Richtung.

Neben den Bestrebungen, als Regionaler Wachstumskern anerkannt zu werden, könne es aber noch viele weitere Einzelprojekte geben, so Gorholt, mit denen man die Wirtschaftskraft der Region stärken werde. „Ein RWK ist letztlich nicht die wichtigste Voraussetzung. Allerdings und das räumt auch Gorholt ein: Bei der Verteilung von Fördermitteln kommen die Wachstumskerne anders zum Zug. Und wer mag schon auf Geld verzichten?

Von Joachim Wilisch

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