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Wagenitz: Theatergruppe feiert Premiere

Laiendarsteller von „Die Wagesäcke“ Wagenitz: Theatergruppe feiert Premiere

Muss es immer Fleisch sein oder darf es auch mal vegan sein? Sechs Laienschauspieler begeisterten mehr als 100 Besucher mit der Aufführung „Zum hübschen Hirschen“. Darin geht es auch um gesunde Kost. Doch künftig müssen die Freiwilligen ohne ihre Gründerin, Ingrid Rohmann, auskommen.

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„Die Wagesäcke“ nach der Premiere des neuen Theaterstücks.

Quelle: Stein

Wagenitz. Nach ihrem 2015 erfolgreich aufgeführten Stück vom „Königlichen Spektakel“ machen „Die Wagesäcke“ nun wieder Theater. Am Sonntagnachmittag war Premiere. Sechs Laienschauspieler begeisterten im Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Wagenitz mehr als 100 Besucher mit der Aufführung „Zum hübschen Hirschen“. Geschrieben hat das Stück Ingrid Rohmann. Sie gründete das Dorftheater, hat aber dessen Leitung nach elf Jahren nunmehr an Ralf Kohlberger übergeben. Vor der Premiere wurde Ingrid Rohmann von der Theatergruppe verabschiedet, verbunden mit der Hoffnung, dass sie weiter für „Die Wagesäcke“ Stücke schreibt.

Bürgermeister lobt das Engagement

„Schön, dass es die Gruppe gibt. Sie ist eine echte Bereicherung für das kulturelle Leben in unseren Dörfern“, sagte Matthias Rehder, Bürgermeister der Gemeinde Mühlenberge, nach der Aufführung am Sonntag. Begeistert war er wie das ganze Publikum, weil die Akteure auf der Bühne mit Leidenschaft ein Stück spielten, das sich so durchaus nach der Wende auch im Havelland zugetragen haben könnte.

Die Schauspieler bei ihrer Aufführung

Die Schauspieler bei ihrer Aufführung.

Quelle: N. Stein

„Zum hübschen Hirschen“ ist eine Dorfgaststätte, in der die Wirtin (Käthe Berger) täglich kräftige Kost serviert. Die Gäste sind zufrieden mit Flaschenbier, Fanta, Cola, Kohlroulade, Schweinebraten und Sauerkohl, der ihnen besonders gut schmeckt. Die Welt ist in Ordnung, bis eines Tages der „Hübsche Hirsch“ neue Nachbarn bekommt. „Es sind Buletten, Berliner also“, findet der Wirt mit den besten Stammkunden (Erhard Kessler, André Schmidt, Heidemarie Kabutz) schnell heraus.

Viel Getratsche im Dorf

Auch was sie vorhaben spricht sich herum am Stammtisch und wird zum Dorftratsch. Das Ehepaar aus Berlin (Ralf Kohlberger, Kathrin Jura) wollen ebenfalls eine Gaststätte eröffnen. Eine Gaststätte mit veganem Speiseangebot: Mohrrüben, Salat und ganz ohne Fleisch. „Davon wird doch kein Mann satt“, spottet die Wirtin „Zum hübschen Hirschen“. Doch Spott und Lächeln vergehen ihr schnell, weil ihr die Gäste ausbleiben. Die gehen nun in die neue Gaststätte „Petersilchen“, wo „Grünzeug“ , Gemüse und andere neue Angebote serviert werden. Im „Hübschen Hirschen“ herrscht Verzweiflung.

Vegane Küche neben Fleisch

Ein Stammkunde muss zum Spionieren ins „Petersilchen“. Es ist der letzte Versuch, um eine drohenden Schließung abzuwenden. Der Stammkunde kommt zurück mit der Erkenntnis, im „Hübschen Hirschen“ muss sich etwas ändern. So kommt es dann auch, weil die Wirtin auf dem Vorschlag vom „Petersielchen“ zur Organisation gemeinsamer Aktionswochen eingeht. Passend zur jeweiligen Aktion gibt es im „Petersielchen“ weiter vegane Küche und im „Hübschen Hirschen“ Fleisch auf die Teller. Auch wenn das Ende des Stücks etwas abrupt ist, den Zuschauern hat es gefallen.

Von Norbert Stein

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