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Wahl des neuen Ortsvorstehers verschoben

Mögelin Wahl des neuen Ortsvorstehers verschoben

Die geplante Wahl eines neuen Ortsvorstehers für Mögelin ist im Ortsbeirat am Donnerstagabend überraschend verschoben worden. Das Amt ist neu zu besetzen, weil der bisherige Ortsvorsteher Ralf Tebling (SPD) am 1. September sein Amt als Premnitzer Bürgermeister angetreten hat.

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Der Mögeliner Ortsbeirat, von links Frank-Michael Kroh, Andreas Hille, Gisela Stiba, Jens Grosdew und Hans-Alwin Blankenburg.

Quelle: foto: Bernd Geske

Mögelin. Die Wahl eines neuen Ortsvorstehers für Mögelin, die am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Ortsbeirats stand, hat überraschend im ersten Anlauf nicht geklappt. Sie wurde mit drei zu zwei Stimmen vertagt. Nachdem der bisherige Ortsvorsteher Ralf Tebling (SPD) am 1. September sein Amt als Bürgermeister von Premnitz angetreten hatte, war für ihn in Mögelin ein Nachfolger zu wählen. In den Ortsbeirat rückte Andreas Hille (SPD) für ihn nach. Dem fünfköpfigen Gremium kommt nun die Aufgabe zu, aus seiner Mitte den neuen Vorsteher oder die neue Vorsteherin zu wählen.

Das hätte eigentlich ein einfacher Akt werden müssen, denn die SPD hat im Ortsbeirat mit drei Abgeordneten schon allein die Mehrheit. Durch eine Medienmitteilung war aber im Vorfeld durchgesickert, dass die SPD wohl Andreas Hille nominieren würde. Das nahm Hans-Alwin Blankenburg (Linke) zum Anlass, einen Antrag auf Vertagung der Ortsvorsteherwahl zu stellen. Er sprach von „Zwist in Hinterzimmern“ und merkte an, das Thema sei im Ortsbeirat noch gar nicht besprochen worden. So etwas habe er in seinen sechs Jahren im Ortsbeirat noch nicht erlebt. Damit die Gemüter sich beruhigen könnten, schlug Blankenburg vor, die Wahl auf die nächste Ortsbeiratssitzung zu verschieben. Sie würde Ende November sein.

Gisela Stiba (CDU), die als stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende die Zusammenkunft leitete, sagte, sie sei durch die Art und Weise der Veröffentlichung „sehr erschrocken“ gewesen. Wichtig sei, im Ortbeirat jetzt wieder eine Friedlichkeit zu erreichen. Frank-Michael Kroh (parteilos, SPD-Fraktion) sagte, eine Vertagung der Wahl sei aus seiner Sicht nicht notwendig. Er sehe es aber als wichtig an, dass die fünf Ortsbeiratsmitglieder über das Thema einmal „unter zehn Augen“ reden.

Nunmehr Premnitzer Bürgermeister, erklärte Ralf Tebling, es wäre möglich, an dieser Stelle für eine Aussprache vorübergehend die Nichtöffentlichkeit herzustellen. Es sei aber auch kein Problem, die Wahl auf die nächste Sitzung zu verschieben. Allerdings sei jetzt über den Antrag von Hans-Alwin Blankenburg zu entscheiden. Mit drei zu zwei Stimmen erhielt dieser dann die Mehrheit.

Überraschend daran war, dass neben dem Antragsteller und Gisela Stiba auch Jens Grosdew von der SPD für eine Vertagung stimmte. Das zeigt an, dass zum Thema Ortsvorsteherwahl in der SPD-Fraktion allein keine Einigkeit herrscht. Auf sein Stimmverhalten gestern Vormittag von dieser Zeitung angesprochen, wollte sich Jens Grosdew nicht äußern.

Man muss dazu wissen, dass bei der letzten Kommunalwahl im Mai 2014 für den Mögeliner Ortsbeirat Jens Grosdew auf der SPD-Liste mit 186 Stimmen nach Ralf Tebling (337) das zweitbeste Ergebnis verbuchte. Andreas Hille kam mit 67 Stimmen hinter Frank-Michael Kroh erst auf SPD-Rang 4. Wenn nicht andere wichtige Dinge dem entgegenstehen, wird üblicherweise von einer Partei diejenige Person für ein Amt favorisiert, die zuletzt die höchste Stimmenzahl bekam.

Von Bernd Geske

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