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Wahlkampf vom Krankenbett

Bürgermeister in Falkensee gesucht Wahlkampf vom Krankenbett

Er ist einer von fünf Bewerbern um den Bürgermeisterposten in Falkensee: Andreas Breinlich. Der 59-jährige Staatswissenschaftler kam über die Bürgerinitiative „Contra“ in die Kommunalpolitik. Inzwischen gehört er der Falkenseer AfD-Fraktion an und führt den Wahlkampf nach einem Unfall vom Krankenbett aus.

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Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Andreas Breinlich hat sich seinen Wahlkampf anders vorgestellt. Seit drei Wochen liegt er aber im Krankenhaus. Breinlich ist Falkensee Bürgermeisterkandidat der Alternative für Deutschland und kam vor einiger Zeit bei einem Zugunglück aus dem Tritt. Als nämlich die Zuginsassen auf freier Strecke evakuiert wurden, verletzte er sich im Schotterbett und musste am Fuß operiert werden. Deshalb kann er auch nur eingeschränkt Termine im Wahlkampf wahrnehmen, teilte er mit.

Andreas Breinlich tritt für die AfD bei der Bürgermeisterwahl an

Andreas Breinlich tritt für die AfD bei der Bürgermeisterwahl an.

Quelle: Privat

Trotzdem sieht der AfD-Mann sich als politische Alternative für Falkensee und treibt seinen Wahlkampf als Bürgermeisterkandidat voran. „Auch wenn ich derzeit nicht so mobil bin, wie ich es gerne wäre, so beschäftigt mich immer, wie wir Falkensee weiter entwickeln können“, lässt er per Pressemitteilung wissen. Der Wahlkampf wird fortgesetzt. Breinlich will in seiner Heimatstadt Bürgermeister werden.

Geboren im brandenburgischen Caputh wuchs er in Falkensee auf, in Potsdam-Babelsberg studierte er an der Hochschule für Staats- und Rechtswissenschaften. Später arbeitete er bei der Brandenburger Lotto GmbH, führte die Gesellschaft mit 300 Angestellten nach der Wendezeit in die Marktwirtschaft. Der 59-Jährige ist heute Rentner, bringt sich aber seit Jahren aktiv in das Falkenseer Geschehen ein.

Besonders viele Falkenseer kennen den Mann durch die Bürgerinitiative „Contra“, die sich gegen überhöhte Straßenbaubeiträge einsetzt. Als BI-Vorsitzender hat Breinlich mit vielen Falkenseern gesprochen. Zur Kommunalwahl im vergangenen Jahr trat er auf der Liste der AfD an, der er kurze Zeit später auch beitrat. Breinlich ist einer von vier AfD-Abgeordneten in der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung, wo er sich gelegentlich und eher kurz gefasst an der Diskussion beteiligt. Bei seinem Hauptthema – dem Anliegerstraßenbau – hat er sich wie die gesamte Fraktion verhalten und pauschal jeden vorgelegten Ausbauantrag im Jahr 2016 abgelehnt, das mit Hinweis auf möglich juristische Konsequenzen für die Abgeordneten. Sachliche Gründe wurden dabei nicht vorgebracht.

In seinen politischen Zielen hält er am Anliegerstraßenbau fest. Generell stehe er für mehr Bürgerbeteiligung, seine Themen sind unter anderem besagter Anliegerstraßenbau und die Altanschließerproblematik, gute Schulen und die lokale Wirtschaftsförderung. Dafür wirbt er auch als Abgeordneter im Kreistag. Besonders setzt er sich außerdem für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein. Andreas Breinlich kennt die Probleme aus dem eigenen Alltag, seine Frau verlor bei einem Gasunglück das Augenlicht.

Von Marlies Schnaibel

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