Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Mit Hallenbad und Gehweg

Bürgermeister-Kandidaten diskutieren in Finkenkrug Mit Hallenbad und Gehweg

Der Bürgerverein Finkenkrug hatte die Falkenseer Bürgermeister-Kandidaten zu einem Gesprächsforum eingeladen, zudem 200 Frauen und Männer kamen.

Voriger Artikel
Bach, Händel und Amazing Grace
Nächster Artikel
Beide Fahrer mussten ins Krankenhaus

Die Kandidaten stellen sich den Fragen in Finkenkrug: Norbert Kunz, Barbara Richstein, Moderator Ralf Vielhaber, Ursula Nonnemacher und Heiko Müller (von links) beim Forum in der Lessingschule.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Mit „Fünf für Finkenkrug“ war die Veranstaltung überschrieben, aber nur vier Kandidaten für den Falkenseer Bürgermeisterstuhl saßen auf dem Podium. Zu dem hatte für Mittwochabend der Bürgerverein Finkenkrug in die Lessingschule eingeladen. Und Moderator Ralf Vielhaber verlas zu Beginn ein kurzes Schreiben von Andreas Breinlich. Der AfD-Kandidat bedauerte, dass er wegen einer Erkrankung nicht an der Veranstaltung teilnehmen kann, sie wäre für ihn besonders wichtig gewesen, war doch der Versammlungsort der Ort seiner Schulzeit.

Das verbindet ihn mit einem weiteren Kandidaten. Auch Amtsinhaber Heiko Müller (SPD) hat in der Lessingschule Lesen und Schreiben gelernt. Er ist in Finkenkrug aufgewachsen, wohnt auch heute dort. Trotzdem war das Forum kein Heimspiel für ihn. Die Zuhörersympathien im mit 200 Leuten prall gefüllten Saal waren ziemlich gut verteilt, dem Bürgermeister schlug mitunter schroffe Ablehnung entgegen. Er solle die Plakate mit dem Hallenbad entfernen, damit dürfe er nicht werben, das Bad wollen andere ja auch, schimpfte gleich zu Anfang vehement ein Zuhörer. Moderator Ralf Vielhaber hielt die Zügel des Gesprächs aber in der Hand, fragte nach, wenn die Kandidaten nicht so recht die gestellte Frage beantworteten, hätte gelegentlich eine minutenlang ausufernde Erklärung etwas einkürzen können.

Neben Heiko Müller waren Ursula Nonnemacher (Grüne), Barbara Richstein (CDU) und Norbert Kunz (Linke) erschienen. Kunz sorgte mit seinen pointierten Äußerungen für manchen heiteren Moment an dem Abend. Bei einigen Themen wurden die Unterschiede bei den Kandidaten sichtbar. Bei der S-Bahn: Kunz und Müller wollen die Option zumindest prüfen, Nonnemacher und Richstein lehnen sie vehement ab. Unterschiede auch bei der Bürgerbeteiligung: Kunz setzt auf Basisdemokratie und direkte Mitbestimmung, Richstein sagt ja zur Einbeziehung der Bürger, will aber Entscheidungen durch gewählte Volksvertretungen. Ansonsten viel Übereinstimmung: Alle Kandidaten sitzen seit Jahren im Falkenseer Stadtparlament, gestalten die Politik mit. Und waren sich einig: Nichts ist so schwer, wie das Thema Anliegerstraßenbau. Zwei Finkenkruger Beispiele zeigten die Zwickmühle: die gehweglose Zeppelinstraße und die stark frequentierte Waldstraße. Der Masterplan zum Ausbau der Falkenseer Sandpisten war einst einstimmig im Parlament beschlossen worden, aber die Umsetzung ist schwer. Alle vier Bürgermeisterbewerber beschrieben die schwierige Situation zwischen den Interessen der Anwohner (hohe Kosten) und der Allgemeinheit (Gehweg für mehr Sicherheit). „Wir bauen zu wenig Bürgersteige“, sagte Barbara Nonnemacher, dafür erntete sie Beifall und den Zwischenruf: „Die soll die Stadt bezahlen.“

Keiner der vier Kandidaten versprach den Zuhörern das Blaue vom Himmel herunter. Fast ein wenig nüchtern wirkte ihre Reaktion auf einige Fragen und Wünsche. Etwa zur verbesserten Anbindung von Finkenkrug und Waldheim an den öffentlichen Nahverkehr. Hier ist die Stadt mit Landkreis und Bahn im Gespräch, um die Taktung und die Anschlüsse zu verbessern. Aber es ist ein mühsamer Prozess, bei dem die Entscheidungsgewalt außerhalb der Stadtgrenzen liegt.

Verständnis auch für die Kritik an der Situation des Finkenkruger Tunnels. „Durch die Verschwenkung der Straße ist die Verkehrssituation auf beiden Seiten des Tunnels problematisch“, bestätigte Heiko Müller. Es wird versucht, mit Ampel oder Zebrastreifen mehr Sicherheit für die Fußgänger zu erreichen. Aber auch hier geht nichts ohne die Zustimmung der kreisliche Verkehrsbehörde.

Von Marlies Schnaibel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg