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Havelland Wahlplakate im Havelland zerstört
Lokales Havelland Wahlplakate im Havelland zerstört
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18:51 13.03.2016
Vandalismus zwischen Paretz und Ketzin: zerschnittenes Plakat des SPD-Kandidaten Martin Gorholt. Quelle: privat
Ketzin/Havel/Falkensee

Unbekannte haben am Wochenende mehrere Wahlplakate von Kandidaten für die Landratswahl am 10. April zwischen Ketzin/Havel und Paretz sowie in Falkensee stark beschädigt oder zerstört.

Auf Fotos, die ein Paretzer entlang der Straße nach Ketzin am Sonnabend machte, ist dokumentiert, dass sich der Vandalismus gegen mehrere Bewerber für die Landratswahl richtete. Betroffen sind hier die Plakate des SPD-Kandidaten Martin Gorholt, der Kandidatin der Grünen Petra Budke und des Kandidaten der Linken Harald Petzold. Die Plakate wurden offensichtlich zerschnitten, zerfetzt oder neu montiert.

Zerstörtes Plakat der grünen Kandidatin Petra Budke bei Ketzin. Quelle: privat

In Falkensee bot sich am Bahnhof und in der Bahnhofstraße am Sonntagmorgen ein ähnliches Bild. Sportlern und Besuchern, die vormittags zum Lauf der Sympathie unterwegs waren, blieben die zerstörten Wahlplakate nicht verborgen.

Auch der Ketziner Helmut Augustiniak hatte die beschädigten Wahlbotschaften am Sonnabend gesehen. „Für mich ist das Vandalismus und kein Spaß. Da wird zerstört, ohne nachzudenken. Das ist traurig“, sagte er. Er vermutet hinter der Aktion weniger politische Absichten, sondern könnte sich auch vorstellen, dass Halbstarke oder Betrunkene am Werk waren.

Wie die Havelländer Polizei am Sonntag mitteilte, sind wegen der Beschädigungen in Ketzin schon Anzeigen eingegangen. Am Sonntagnachmittag kam noch eine Anzeige dazu: In der Spandauer Straße von Falkensee hatten Unbekannte zwei Plakate des linken Kandidaten mit rechten Parolen beschmiert. Diese wurden von der Polizei zur Beweissicherung abgenommen.

„Wir werden Anzeige erstatten und auch Plakate nachhängen“, kündigte Petra Budke, die grüne Landratskandidatin, an. Sie hatte die zerstörten Plakate am Bahnhof Falkensee am Sonntagmorgen selbst gesehen. „Es ist natürlich traurig, wenn sich solche Vorfälle in der Demokratie ereignen. Dies ist auch schon in den vergangenen Jahren im Vorfeld anderer Wahlen vorgekommen“, so Budke

Der SPD-Kandidat Martin Gorholt appellierte an Anstand und Respekt. „So etwas gehört sich einfach nicht“, sagte er in Richtung jener, die sich an den Plakaten zu schaffen gemacht hatten. Bereits in den vergangenen drei, vier Wochen habe es immer wieder Beschädigungen gegeben. Je nach Ausmaß werde überlegt, Anzeige zu erstatten, so Gorholt. Über den Geschäftsführer des SPD-Unterbezirkes Havelland würden die Schäden binnen 24 Stunden beseitigt und neue Plakate geklebt, kündigte er an.

Auch Harald Petzold, Landratskandidat der Partei Die Linke, wird die Beschädigungen anzeigen. Egal, ob Spaßvögel oder politisch Motivierte am Werk gewesen seien: „Das ist einfach Mist“, so der Falkenseer. Sollten politische Gegner die Plakate zerstört haben, wäre dies einfach feige, so Petzold. Er sei immer bereit für verbale Auseinandersetzungen, aber diese Form, wie jetzt in Falkensee und Ketzin gezeigt, lehne er ab. „Da hängen auch Arbeit und materielle Werte dran“, sagte er mit Blick auf die zerstörten Plakate. Ob man nachhängen könne, müsse man sehen. So viele Plakate seien nicht mehr übrig.

Auch Wahlbotschaften der Partei Die Linke wurden beschädigt. Quelle: Privat

Von Anke Fiebranz

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