Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Wald-IT-Gipfel im Nauener Forst
Lokales Havelland Wald-IT-Gipfel im Nauener Forst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 03.10.2017
Ein knapp eineinhalb Kilometer langer Rundweg im Nauener Stadtwald zeigt praxisnah, was Aussteller zu bieten hatten. Quelle: Foto: Astrid Wiebe
Anzeige
Paaren im Glien

Im Vorfeld der Märkischen Waldtage, die heute und morgen im MAFZ-Erlebnispark stattfinden, konnte die Forstbranche zwei Tage lang in Sonderschauen, Fachforen und bei Produktpräsentationen nahezu alles Wissenswerte über IT-Lösungen in der Forstwirtschaft erfahren.

„Modernste Software und die Arbeit im Forst, das klingt für Außenstehende vielleicht erstmal überraschend, denn in vielen Bereichen ist die Forstwirtschaft noch weit entfernt von ,Forst 4.0’. Wir wollen zeigen, wofür es bereits praxistaugliche IT-Lösungen gibt und welche Anwendungen derzeit entwickelt werden“, so Peter Harbauer, Pressesprecher des veranstaltenden Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF).

Mit 2 000 Besuchern, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren, waren die 4. KWF-Thementage eine optimale Plattform, bei der sich Waldbesitzer, Forstarbeiter, Anwender und IT-Spezialisten austauschen konnten. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg zeigte sein neuestes automatisiertes Fernbeobachtungssystem, das sich um 360 Grad dreht und so eine Waldfläche von bis zu 700 Quadratkilometern zur Waldbrandfrüherkennung scannen kann. „Eine Rauchwolke aus organischem Material hat ein ganz bestimmtes Muster, Farbgebung und Entwicklungsdynamik. Das erkennt die eingesetzte Software sofort und gibt automatisch Alarm an die Zentrale“, erklärte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel.

Mehr als 70 Aussteller präsentierten sich am Donnerstag und Freitag in der Brandenburg-Halle und praxisnah auf einem knapp eineinhalb Kilometer langen Rundweg im nahegelegenen Nauener Stadtwald. Innovative und effektive Hilfsmittel für die Holzernte oder digitale Lösungen für den aktiven Schutz der Wälder waren nur einige der Schwerpunkthemen, die bei den Fachbesuchern großes Interesse weckten. So demonstrierten Drohnenhersteller und Anwender in einer Sonderschau, dass es sich bei den Fluggeräten, die teilweise nur noch knapp ein Kilogramm wiegen, keineswegs um Spielzeuge handelt. Mit Multispektral-Kamera und Messinstrumenten bestückt und mit einem Kaufpreis, der bei 10 000 bis 50 000 Euro liegen kann, werden die unbemannten Fluggeräte auch im Forst immer wichtiger.

„Der Kauf einer solchen Hightech-Drohne ist völlig unwirtschaftlich“, meint Thomas Meyer, der als Stadtförster für den 1 000 Hektar großen Nauener Stadtwald zuständig ist. „Und trotzdem ist der Drohnen-Einsatz eine verlockende Idee. So könnte das Problem mit dem gefräßigen Borkenkäfer, der sich verstärkt über unseren Fichtenbestand hermacht und für riesige Verluste sorgt, effektiver gemanagt werden. Denn die Begutachtung und Analyse der riesigen Waldfläche aus der Luft würde gerade einmal zwei bis drei Tage dauern.“ Im Gegensatz dazu müsste sich der 44-jährige Förster sonst wochenlang durch das Dickicht kämpfen, um den Gesundheitszustand der Bäume zu bestimmen. Deshalb überlegt Thomas Meyer, ob er eine der Anwenderfirmen beauftragen wird, die solche hochsensiblen Untersuchungen als Dienstleistung anbieten.

Am Wochenende können sich nun auch alle normalen Besucher rund um das Thema Wald informieren. Die „Märkischen Waldtage“ bieten ein kunterbuntes Familienprogramm mit Rückepferden, Falknershow, einem mobilen Sägewerk und Kettensägekunst – inklusive des Dufts von frisch gesägtem Holz, des unverkennbaren Sounds von Motorsägen und mit gehörig viel Sägespänen in der Luft.

Von Astrid Wiebe

Brandenburg Eiserne Hochzeit in Falkensee - Sie haben das Rezept zum großen Glück

Monika und Eugen Kundorf feiern im Kreise ihrer großen Familie in Falkensee ihre Eiserne Hochzeit. Beide lernten sich 1946 in einer Straßenbahn in Dresden kennen und zogen später ins Havelland um. Einen ganz wichtigen Tipp haben sie zum großen Glück.

02.10.2017

Der Landkreis Havelland will künftig auf Extremniederschläge besser vorbereitet sein. Dazu wird aktuell ein Konzept erarbeitet. Um das Wasser schneller aus der Fläche zu bekommen, soll eine zweite Hochleistungspumpe angeschafft werden. Außerdem soll das Zusammenspiel aller Beteiligten verbessert werden.

02.10.2017

Der Premnitzer Jugendklub PreJu hat am Freitagnachmittag als seinen Beitrag zur Interkulturellen Woche im Landkreis Havelland ein Soccer-Turnier organisiert, an dem Einheimische und Flüchtlinge teilgenommen haben. Vier Teams gingen an den Start und das Fair Play stand im Vordergrund.

02.10.2017
Anzeige