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Havelland Waldjugendspiele im Stadtforst
Lokales Havelland Waldjugendspiele im Stadtforst
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15:31 13.07.2016
20 Minuten hatten die Drittklässler für den Bau eines regensicheren Unterstands Zeit. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen

Die Augen immer auf den Waldboden gerichtet, stöbern die Schüler im Unterholz fleißig nach Stöckern, Ästen und Laub. Die Zeit läuft – in 20 Minuten soll ihr Unterstand schließlich Schutz vor Regen und Wind bieten. Lediglich eine Zeltplane und einige Seile haben die Drittklässler der Nauener Graf-von-Arco-Grundschule von Stadtförster Thomas Meyer bekommen. Noch drei Minuten – helle Aufregung im Team, das jetzt erst recht zusammenhält. Gemeinsam werden Seile festgezurrt, die Seiten mit Ästen abgehangen und schließlich steht das Gebilde. „Kreativität volle Punktzahl, Regenschutz volle Punktzahl, nur an der Stabilität hapert es etwas“, bewertet Meyer und ruckelt lachend an einem losen Ast.

Mitten im Nauener Forst fanden am Montag und Dienstag die Waldjugendspiele der Nauener Grundschulen statt. Im vergangenen Jahr zum 700. Jubiläum des Stadtforstes ins Leben gerufen, sollen die Spiele nun zur festen Tradition werden. „In anderen Bundesländern gibt es die Waldjugendspiele schon seit Jahrzehnten, in Brandenburg hinken wir etwas hinterher. Die Kinder sind so froh über den Tag im Wald und haben jede Menge Spaß in der Natur“, so der Nauener Stadtförster, der die Spiele auch in diesem Jahr gemeinsam mit Stadtbrandmeister Jörg Meyer und seinen Kameraden sowie Vertretern der Stadt organisiert hat. Insgesamt fünf Stationen hatten die Schüler aller Nauener Grundschulen zu absolvieren – darunter der knifflige Moorpfad, den die Kinder bei Waldpädagogin Janina Fuchs durchquerten, der Wissenstest mit Jäger Danko Wenzel oder der Wasserparcours der Nauener Feuerwehr. „Für die Schüler ist das alles ein riesiges Abenteuer. Alle Streitereien, die es im Klassenzimmer schon mal geben kann, sind hier vergessen“, so Lehrerin Eike Dreger. „Hier lernen sie soziales Miteinander und beziehen ganz von alleine auch die Schwächeren mit ein.“

Der Nauener Stadtforst

1315 wurde der Stadt vom Markgrafen Waldemar dem Großen das Holznutzungsrecht für das zwischen Brieselang und Zootzen gelegene Gebiet zugesprochen. 1592 wurde der Stadt Nauen das Eigentum an der Forstfläche zugesprochen.

Im Wald können Spaziergänger das Deichmann-Denkmal, an dessen Stelle 1822 der damalige Bürgermeister Carl Deichmann von einem Baum erschlagen wurde, die Königseiche, die schon Theodor Fontane in seinem Werk „Wanderung durch die Mark Brandenburg“ erwähnte und die Schwedenschanze, eine Wallanlage aus dem 30-jährigen Krieg, entdecken.

Heute umfasst der Stadtforst rund 1030 Hektar Waldfläche in der die Kiefer dominiert, gefolgt von der Eiche.

Die achtjährige Paula war zumindest vollauf begeistert. „Wir waren schon öfter mit der Klasse im Wald. Es gefällt mir hier sehr gut, weil man viel lernen kann und wir viel Spaß zusammen haben“, so die Schülerin, die beim Anblick eines Waschbärenfells und Schädelkochen von Wildschwein und Co. große Augen machte. Sie zu bestimmen, war für die kleinen Besucher kein Problem und die Punkte für den ersten Preis – ein kostenloser Besuch im Nauener Stadtbad – sammelten sie schnell zusammen. Neben kleineren Blessuren, wie Abschürfungen und blauen Flecken, war der Unterstand der einzige, der den Tag unter dem Blätterdach nicht überlebte. Gleich nach dem Aufbau rissen ihn die Kinder eigenhändig ein, um zu vermeiden, dass die nächste Gruppe ihnen ihre ausgeklügelte Technik abschaut.

Von Laura Sander

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