Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Waldweg ist nun für den Brandschutz präpariert
Lokales Havelland Waldweg ist nun für den Brandschutz präpariert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 04.11.2017
Wolfgang Gräfe und Felix Menzel schauen sich den frisch präparierten Waldweg vom Galm nach Zollchow an. Quelle: Christin Schmidt
Anzeige
Zollchow

Wäre im Sommer ein Feuer im Wald zwischen Zollchow und dem Galm ausgebrochen, hätten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wohl ihre Mühe gehabt, mit den schweren Fahrzeugen zum Brandherd durchzudringen. „Der Weg war stark ausgefahren und hatte zum Teil sehr tiefe Löcher“, erinnert sich Wolfgang Gräfe (CDU), Ortsvorsteher in Zollchow und Vorsitzender der Gemeindevertretung Milower Land.

Inzwischen ist dieses Problem Geschichte, denn in den letzten zwei Monaten wurde der Weg neu präpariert. „Entsprechend der Forstrichtlinie hat ein Fachunternehmen den Unterbau aufgefüllt und eine Deckschicht aus Recyclingmaterial aufgetragen“, berichtet Gemeindebürgermeister Felix Menzel (SPD). Stand früher häufig Wasser auf dem Weg, fließt es nun Dank des neuen Profils zur Seite ab. Damit soll auch ein schnelles Ausfahren verhindert werden. Zudem wurde der Weg freigeschnitten.

100 000 Euro stehen pro Jahr zur Verfügung

Geld musste die Gemeinde für die Maßnahme nicht ausgeben. Der etwa vier Kilometer lange Weg konnte Dank einer einhundertprozentigen EU-Förderung hergerichtet werden. Von dieser machte die Gemeinde auch in den Jahren zuvor Gebrauch und ließ bereits im Bereich Möthlitz/Knoblauch und in Milow Waldwege für den Brandschutz herrichten. Die Förderung, die auch privaten Waldbesitzern zusteht, gibt es für eine Strecke von bis zu vier Kilometern pro Jahr. Maximal werden 100 000 Euro gezahlt. „In erster Linie geht es dabei um den Brandschutz, aber auch für den Tourismus ist dieser Weg, der vom Galm über den ,Weißen Stein’ nach Zollchow führt, nicht unbedeutend“, betont Wolfgang Gräfe.

Allerdings ist das befahren des Weges nicht erlaubt. Darauf weist auch ein großes Schild hin. „Es ist kein öffentlicher Waldweg und nicht für den motorisierten Verkehr freigegeben. Lediglich Waldbesitzer und Holztransporte dürfen ihn befahren“, macht Felix Menzel deutlich. Dennoch haben die ersten Motorradfahrer die Strecke bereits erkundet. Die Forstbehörde sei nun angehalten, Kontrollen durchzuführen, so der Bürgermeister.

Verbindung nach Sachsen-Anhalt wieder hergestellt

Mit dem Fahrrad, dem Kremser oder zu Fuß können die Bürger den Weg aber gern nutzen. „Jetzt haben wir einen richtig schönen neuen Rundweg von Zollchow zum Galm und zurück“, freut sich Wolfgang Gräfe. Außerdem ist nun wieder die Verbindung nach Sachsen-Anhalt gegeben. In der Bevölkerung sei das Echo jedenfalls sehr positiv.

Auch 2018 will die Gemeinde Milower Land von der Förderung für den Ausbau der Waldwege Gebrauch machen. Dann soll eventuell Kleinbuckow profitieren. Für Felix Menzel, selbst aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, ein wichtiger Schritt.

„Die Gemeinde ist Träger des Brandschutzes und muss sich als Flächengemeinde mit sehr viel Wald, diesem Problem stellen. Denn was nützen uns die besten Löschfahrzeuge, wenn wir mit ihnen im Notfall die Waldwege nicht befahren können“, so Menzel.

Von Christin Schmidt

Der Freizeitplatz am Rathenower Körgraben nimmt Gestalt an. Nachdem Jugendliche in der vergangenen Woche eine Bahn für BMX-Fahrer bauten, sind am Mittwoch die ersten Geräte für die Fitnessanlage angeliefert worden. Nicht nur Jugendliche, sondern auch Senioren sollen hier aktiv werden.

04.11.2017

Sie sind schnell, flink und beinahe unsichtbar in der Natur: Rehe und andere Tiere in unseren Wäldern sind in der Dämmerung schwer zu erkennen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten. Allein im Havelland kam es am Mittwochmorgen zu vier Wildunfällen. Die Polizei erklärt, was bei Wildwechsel zu tun ist.

22.03.2018

Weit über Ketzin (Havelland) hinaus sichtbar loderten am Reformationstag die Flammen auf dem Kiekelberg am Wasserturm. Das Schauspiel mit dem berennenden Phönix wollten mehrere hundert Ketziner und Gäste erleben, nachdem es am Wochenende wegen des Sturms abgesagt worden war. Vorausgegangen war ein Jahr der Vorbereitung.

04.11.2017
Anzeige