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Havelland Wanderwegenetzwerk: Qualität vor Quantität
Lokales Havelland Wanderwegenetzwerk: Qualität vor Quantität
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02:15 28.02.2016
Diese Wegmarke hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Sie steht beim Galm am alten kaiserlichen Postkutschenweg, der von Berlin nach Magdeburg führt. Künftig sollen die Wanderwege in Milow nur noch mit schlichten farblichen Markierungen versehen werden. Quelle: N. Stein
Milower Land

Es ist mittlerweile 16 Jahre her, dass ein Wanderwegenetzwerk im Naturpark Westhavelland ausgewiesen wurde. Damals hatten sich die Kommunen, die Forst und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises darauf geeinigt, Haupt-, Gebiets- und Nebenwanderwege sowie Naturlehrpfade einzurichten, zu beschildern und in einer Wanderkarte auszuweisen. Ein riesiger Aufwand, der aus heutiger Sicht nicht mehr zweckdienlich ist, wie Claudia Hesse vom Naturpark am Mittwochabend den Mitgliedern des Tourismusausschusses Milower Land erläuterte.

Zum einen würden die zahlreichen Wege zu wenig genutzt, zum anderen sei der Pflegeaufwand zu hoch. „Es muss massiv ausgedünnt werden“, machte Hesse ihren Standpunkt deutlich. Sie rät, sich auf einige wenige Wege zu konzentrieren, dabei den Anschluss an die Radwege im Blick zu haben und nicht zuletzt auch zu schauen, wo es Herbergen und Gastronomie gibt. „Qualität statt Quantität“ sollte das Credo sein.

Die Gemeinden müssen sich nun einigen

Dem stimmte auch Bürgermeister Felix Menzel zu. Es sei zwar noch zu früh, um sich auf ein neues, reduziertes Wegenetzwerk zu einigen, es sei aber an der Zeit, dass sich die Abgeordneten Gedanken dazu machen. Zur Einstimmung legte Menzel den Ausschussmitgliedern eine Karte vor, in der mögliche Rundwege, die es zu erhalten gilt, markiert sind. Oberste Priorität haben für ihn die Strecken um den Milower, den Bützer und den Vieritzer Berg sowie die Strecke vom Galm über Buckow nach Großwudicke und der Weg um Bahnitz Richtung Kützkow.

Ende der 1990er Jahre habe man alles ausgewiesen was begehbar war, davon sei man heute ab, so Menzel. Jetzt gehe es nicht darum Wege zu erneuen, sondern um eine komplette Neuorientierung. „Wir wollen Wandernester ausweisen, wie die Touristiker sagen.“ Die Gemeinden müssen sich jetzt auf einzelne Wanderwege sowie auf die Beschilderung einigen. Auch dafür hat Menzel bereits Ideen. Ihm schwebt eine schlichte Farbmarkierung an Bäumen vor, wie sie in anderen ausgewiesenen Wandergebieten üblich ist. Das sei verständlich und leicht zu pflegen.

Nach den Radtouristen könnten die Wanderer kommen

„Ich bin nicht bereit wieder Schilder aufzustellen, es sei denn die Pflege der Beschilderung ist nicht Aufgabe der Kommune“, so Menzel. Gegen eine neue Beschilderung sprach sich auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Wolfgang Gräfe, aus: „Ich habe schon vier Generationen von Schildern erlebt, die mittlerweile alle hin sind.“ Wenngleich er daran zweifelt, dass das Milower Land ein Wandergebiet wird, ist er doch für die Einrichtung der Wandernester. Schließlich habe man früher auch nicht daran geglaubt die Region locke Radtouristen an.

Von Christin Schmidt

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