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Warten auf die unechte Einbahnstraße

Falkenseer Versuch der Verkehrsberuhigung Warten auf die unechte Einbahnstraße

Die Falkenseer ringen um Verkehrsberuhigung in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Die wurde vor zehn Jahren ausgebaut und wird seitdem von vielen als Durchfahrtstrecke benutzt. Das verärgert die Anwohner. Sie wollen eine Einbahnstraßenregelung.

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Diese Schilder haben nicht viel mehr Ruhe in die Jahn-Straße von Falkensee gebracht.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. In die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße von Falkensee kehrt keine Ruhe ein. 2006 als Anliegerstraße ausgebaut, hat sich der Abschnitt zur beliebten Abkürzung für Autofahrer entwickelt, die aus Richtung Nordwesten kommen und nach Finkenkrug wollen: 800 Meter und etwa 30 Sekunden sind einzusparen.

1500 Fahrzeuge werden in der Straße pro Tag gezählt. Zu viele, meinen seit zehn Jahren die Anwohner. Sie forderten von der Stadt verkehrsberuhigende Maßnahmen, gingen vor Gericht und erzielten im Mai 2013 einen Vergleich. Danach sollte der Durchgangsverkehr unterbunden werden. Obwohl oft diskutiert, hat sich bisher nicht viel getan. Nun hat sich am Montagabend der Bauausschuss erneut mit der Straße befasst. Detlef Hardorp hatte die Vorstellungen vieler Anwohner zusammengefasst: Mit einer Schilderarmee sollen die Fahrer auf die „unechte Einbahnstraße“ hingewiesen werden, Blumenkübel – die die Anwohnern bezahlen würden – sollen die Fahrbahn einengen und der Verkehrsberuhigung Nachdruck verleihen.

Die Verwaltung solle beauftragt werden, bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises eine neue Anordnung zu beantragen, die könnte die Straße als „unechte Einbahnstraße“ auszuweisen, danach könnten Radfahrer weiterhin in beide Richtungen fahren. Die Stadtverordnetenversammlung muss über das weitere Vorgehen beschließen.

Selten haben sich Abgeordnete und Verwaltung so lange mit einer bereits ausgebauten Straße befassen müssen. Es gibt Anliegerstraße mit deutlich höherer Verkehrsbelastung (Kantstraße 2700 Fahrzeuge, Pestalozzistraße 2690, Ruppiner Straße bis zu 3890, Dallgower Straße 4136 im nördlichen Abschnitt). Aber dort hat sich nicht so ein gut organisierter und öffentlichkeitswirksamer Widerstand formiert wie in der Jahn-Straße.

„Statt juristisch weite Wege zu gehen, hätte man auch einmal eine einfache Lösung probieren können“, kritisiert Elfriede Schmidt (Büff/FDP) die Situation. Eine durch Kübel unterbrochene Straße hätte diese als Abkürzung für viele unattraktiv gemacht und Durchgangsverkehr herausgehalten. Außerdem sieht die Abgeordnete in dem Zusammenhang auf den Havelländer Weg. Den meiden viele wegen seines schlechten Zustandes. Dabei steht der Abschnitt zwischen Rathenau- und Jahnstraße im Falkenseer Masterplan für Haupterschließungsstraßen. „Laut Masterplan sollte der Bereich zwischen 2011 und 2014 gemacht werden“, sagt Elfriede Schmidt, aber nichts wurde getan. Auch im aktuellen Haushaltsplan sind keine Mittel für den Ausbau von Haupterschließungsstraßen, wo die Kommune einen größeren Anteil an den Kosten zahlen muss, vorgesehen. Der Zustand des Havelländer Weges wurde als „schlecht“ eingestuft, mehr als 3000 Fahrzeuge nutzen diese Straße trotzdem Tag für Tag.

Von Marlies Schnaibel

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