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Warum Falkenseer zur Wahl gehen

Falkensee Warum Falkenseer zur Wahl gehen

Auf einem Demokratieforum haben Falkenseer ihre Gründe, zur Wahl zu gehen, ausgetauscht. Mitmachen, mitbestimmen wollen alle. Die Ziele reichen dabei von global bis lokal: von Abrüstung bis Baumschutz.

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Falkenseer Meinungswand.

Quelle: privat

Falkensee. Warum wollen die Falkenseer wählen gehen? Die Gründe sind vielfältig. Das hat das Demokratieforum beim jüngsten Stadtfest gezeigt. „Mitgestalten“, „Meinung zeigen“, „Mein Grundrecht nutzen“, Jede Stimme gegen Rechts zählt“, „Keine Groko“, „Mehr Basisdemokratie“, „Wer nicht wählt, darf hinterher nicht meckern.“ Eine ganze Palette von Gründen war zu lesen, auch wenn mitunter die Skepsis nicht fehlt. „Es ist doch toll, wenn man sich als Schaf seinen Metzger aussuchen darf“, meinte ein Falkenseer bitterböse.

Die Falkenseer Koordinierungsstelle von „Partnerschaft für Demokratie“ hatte das Forum organisiert. „Wir laden dabei nicht zu einer Konferenz, mit der man vielleicht immer nur die gleichen Leute erreicht, sondern wir gehen zu den Leuten“, beschrieb Falkensees Gleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg die Idee hinter dem Forum. Das brachte dann auch eine bunte Mischung an Leuten, die mitmachen. Am Rande des Stadtfestes hatten genug Menschen Zeit und Muße, auch über die Wahlen nachzudenken.

Dabei kam das spielerische Element – welcher Satz passte zu welchem Parteiprogramm – gut an. „Beim Wahlquiz lag nur etwa die Hälfte richtig“, hat Matthias Hofmann von der Demokratieinitiative festgestellt, selbst Parteimitglieder haben ihre eigenen Forderungen falsch zugeordnet. Das war auch nicht immer ganz einfach, hat Mathias Hofmann beobachtet, so tippten viele bei der Digitalisierungsforderung richtig auf die FDP, bei dem „Populationsmanagement für die Kormorane“ entdeckten aber nur wenige die liberale Absicht. „Das Quiz, das jeder auch online machen kann, hat zu vielen Gesprächen geführt“, hat Matthias Hofmann beobachtet. Zum Beispiel über die Erwartungen. Manche gehen wählen, um die Arm-Reich-Schere zu verkleinern, andere wollen gegen Baumfrevel in Falkensee antreten, wollen Rüstungsexporte stoppen oder mehr Geld für Feuerwehren erreichen.

Die Form des Demokratieforums soll wiederholt werden. Es funktionierte ein bisschen wie Speaker’s Corner. Ähnliche Veranstaltungen zu anderen Themen sind denkbar, sagte Manuela Dörnenburg. „Viele haben ihre Absicht, wählen zu gehen, begründet mit: Weil wir entscheiden, wer regiert“, sagte sie. Aber das „Mitgestalten“ soll nicht auf die Stimmabgabe reduziert werden. „Die Wahl verstehen wir als eine Form der Mitbestimmung, natürlich längst nicht die einzige.“ Die Falkenseer Initiative „Partnerschaft für Demokratie“ unterstützt Projekte, die das demokratische Zusammenleben stärken wollen, die sich gegen Rechtsextremismus und Gewalt engagieren und die Begegnung zwischen Menschen fördern.

Von Marlies Schnaibel

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