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Havelland Was Rathenower Frauen sich wünschen
Lokales Havelland Was Rathenower Frauen sich wünschen
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13:14 11.03.2018
Jens Hubald und André Neidt (r.) sammeln die Ideen für Projekte mit Mädchen und Frauen, die die Teilnehmer des Workshops zusammengetragen hatten. Quelle: Christin Schmidt
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Rathenow

Der Rideplatz, der neue Freizeitplatz am Körgraben, verändert sich zusehends. Eine erste Strecke für Rollsportler gibt es bereits, ebenso eine Feuerstelle und Fitnessgeräte, die jeder nach Belieben nutzen kann. Nun soll der Platz nach und nach mit Leben gefüllt werden.

Zum Teil passiert das bereits auf dem sogenannten Pumptrack. Der trotz niedriger Temperaturen von einigen Rollsportlern genutzt wird. Allerdings zieht die Anlage fast ausschließlich Jungs an.

Dabei soll Rideplatz ausdrücklich ein Angebot sein, das allen Generationen offensteht, Jungs und Männer ebenso anspricht wie Mädchen und Frauen. Um den Platz auch für die weibliche Zielgruppe attraktiv zu gestalten und diese zu motivieren, selbst sportlich aktiv zu werden, gab es am Donnerstagabend einen ersten Workshop im neuen Rideplatz-Büro am Körgraben.

Nur eine Rathenower Schule beteiligte sich

Mit dabei waren Vertreter der Stadtverwaltung, der Kreissportjugend Havelland (KSJ), des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa), Jugendkoordinator Tilo Windt und Streetworkerin Kathrin Wittek. Auch die Schulen waren eingeladen, sich einzubringen, allerdings nahm lediglich ein Vertreter der Förderschule Spektrum teil.

In kurzer Zeit hatten die Teilnehmer einen ganzen Angebotskatalog zusammengetragen. Darunter Vorschläge wie eine längere, glatte Strecke zum Skaten, eine Fläche zum Tanzen sowie für Theaterworkshops und dergleichen, eine Strandbar oder ein offener Mädchentreff.

Vom Reitplatz zum Rideplatz

Die Idee, den ehemaligen Reitplatz am Rathenower Körgraben zum Freizeitplatz umzugestalten, wurde 2012 von Rathenower Jugendlichen geboren.

Das Vorhaben kam 2014 zum Stillstand, weil baurechtliche Fragen nicht rechtzeitig geklärt werden konnten.

Ende 2016 gewannen die Rathenower mit ihrer Projektidee „Rideplatz“ in einem bundesweiten Wettbewerb Fördermittel in Höhe von 40 000 Euro.

Der Deutsch Olympische Sportbund (DOSB) und die Stiftung „Lebendige Stadt“ stellen die Mittel – je 20 000 Euro in 2017 und 2018 – zur Verfügung.

Zudem hatte der Landkreis Havelland für 2017 weitere 40 000 Euro aus dem Förderprogramm „Goldener Plan“ zur Verfügung gestellt.

Später soll das Vorhaben deutschlandweit Schule machen.

Einige Vorhaben werden zunächst noch Zukunftsmusik sein, da sie mit größerem Aufwand und Genehmigungen verbunden sind. Andere könnten bereits in diesem Jahr umgesetzt werden. Dazu gehören eine Chillout-Lounge, ein Grill, offene Veranstaltungen für Musikbegeisterte und ein Selbstverteidigungskurs für Mädchen und Frauen.

Lob vom Deutsch Olympischen Sportbund

In vier Arbeitsgruppen machten sich die Teilnehmer noch am Donnerstagabend an die Planung dieser Vorhaben. Die jüngsten in der Runde, die Schülerinnen Carmen und Chantalle, übernahmen das Projekt Chillout-Lounge. Ihre Idee: In der Mitte des Platzes rund um einen Baum sollen Sitzgelegenheiten entstehen. Dazu werden Kies, Baumstämme und Plane benötigt. Die Organisatoren auf die Unterstützung durch regionale Unternehmer.

Die Leiterin des Laut & Bunt Festivals und KiJuPa-Mitglied Denise Jäkel plante mit Martin Skowronek (KSJ) eine Jamsession-Reihe, also eine Veranstaltung, die dazu einlädt, gemeinsam Musik zu machen. und zwar ohne Strom, denn den gibt es vorerst noch nicht auf dem Platz.

Bereits im Juni könnte die Einweihung eines Grills gefeiert werden und auch der Sportkurs soll zeitnah stattfinden.

Es ist beeindruckend was ihr hier auf die Beine stellt und wie viel Engagement hier vor Ort ist“, lobt Sabine Landau vom Deutsch Olympischen Sportbund (DOSB), die extra für das Treffen nach Rathenow gekommen war. Der DOSB hat in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Lebendige Stadt“ 40 000 Euro für die Umsetzung des Projekts Rideplatz zur Verfügung gestellt.

Von Christin Schmidt

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