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Was sich Schüler vom neuen Bürgermeister wünschen

Nauen Was sich Schüler vom neuen Bürgermeister wünschen

Mehr Sportmöglichkeiten, eine saubere Stadt und bessere Busanbindungen. Die Wünsche von Jugendlichen zweier Nauener Schulen an den künftigen Bürgermeister sind vielfältig. Das neue Stadtoberhaupt wird am Sonntag gewählt. Beworben haben sich Eckart Johlige (CDU), Oliver Kratzsch (SPD) und Manuel Meger (LWN).

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Der BMX- und Skater-Park kommt gut an, aber die Jugendlichen wünschen sich noch mehr Freizeitmöglichkeiten.

Quelle: Privat

Nauen. Zur Nauener Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag treten gleich drei Kandidaten an: Eckart Johlige (CDU), Oliver Kratzsch (SPD) und Manuel Meger (LWN). Egal, wer am Ende das Rennen macht, das neue Stadtoberhaupt muss sich auch um die Belange der Kinder und Jugendlichen in der Stadt kümmern. Die MAZ hat deshalb im Goethegymnasium und auf dem Leonardo-da-Vinci-Campus nachgefragt, was sich in Nauen lebende Schüler von ihrem neuen Bürgermeister wünschen.

„Als langjähriges Mitglied des Fußballteams des VfL Nauen bekomme ich diverse Probleme des VfL mit und wünsche mir, dass dort mehr mit angepackt wird, als dies bisher getan wurde. So wünsche ich mir auch, dass die Freizeitmöglichkeiten ausgebaut werden: Nauen bietet kaum ordentliche Möglichkeiten, Sport zu treiben. Außerdem sehe ich die Verschmutzungen an öffentlichen Sitzgelegenheiten als ein Problem und wünsche mir, dass bei diesen mehr Ordnung geschaffen wird“, sagt Nicolas Pahl (17) vom Campus.

Aus dem Ortsteil Tietzow kommt Antonia Meyer zu Rheda (17), die ebenfalls auf dem Campus zur Schule geht. Sie möchte, dass die Stadt für die

Machen sich Gedanken zu ihrer Stadt (vl)

Machen sich Gedanken zu ihrer Stadt (v.l.): Antonia Meyer zu Rheda, Nicolas Pahl und Lea Debusmann vom Leonardo-da-Vinci-Campus.

Quelle: privat

Verbesserung der Buslinien sorgt, besonders für jene, die auch in die weiter entfernten Ortsteile fahren. Außerdem hätte sie gern – speziell für die Jüngeren in Nauen – mehr Aktionen und Orte für die Freizeit nach der Schule und an den Wochenenden sowie mehr Unterstützung für Vereine, die bereits in der Kinder-, Jugend- und Vereinsarbeit tätig sind. „Ich wünsche mir vom zukünftigen Bürgermeister, dass er sich für ein tolerantes und weltoffenes Nauen einsetzt und gemeinsam mit den Bürgern daran arbeitet, den in der Vergangenheit eher negativ entstandenen Ruf von Nauen zu verbessern“, sagt sie. Ehrenamtliche Projekte in Nauen und Umgebung sollten mehr gefördert und auch bekannter gemacht werden. Damit Menschen, die gern etwas tun wollen, wissen, an wen sie sich wenden können.

Für Lea Debusmann (17) aus der Kernstadt ist das Thema Flüchtlinge wichtig. „Es gibt zwar bereits freiwillig engagierte Menschen in Nauen, die sich für die Integration von Geflüchteten einsetzen, trotzdem sollte von der Stadt und auch von den Anwohnern mehr Unterstützung und Engagement kommen, um ein tolerantes Miteinander zu fördern. Damit auch innerhalb der Stadt der Zusammenhalt wächst, wünsche ich mir mehr Förderung für kreative Projekte, wie zum Beispiel die bereits entstandenen Nachbarschaftsgärten in der Feldstraße oder neue gemeinschaftliche Projekte. Und wie sieht es eigentlich mit dem Thema: Ausbau von Jugendtreffpunkten aus?“, fragt sie.

Auch am Nauener Goethegymnasium haben die Schüler diverse Wünsche an den neuen Bürgermeister der Stadt – sowohl, was ihre Schule betrifft, als auch die Stadt insgesamt.

Mehr Spielplätze in der Stadt, die zudem vielfältig gestaltet sein sollten, wünscht sich Maria Wöhrmann (17). Außerdem möchte sie, dass verlassene Gebäude restauriert und genutzt werden. Ähnlich sieht das Nils Wischnewski (17). Er hätte gern, dass das leer stehende ehemalige Theater der Freundschaft beispielsweise als Kino oder Jugendclub nutzbar gemacht wird. „Der Stadtpark soll zu einem Ort der Erholung werden und die Innenstadt müsste insgesamt grüner werden“, regt er an.

„Ich wünsche mir von unserem neuen Bürgermeister, dass er die Nähe zu seinen Bürgern sucht, vor allem in öffentlichen Einrichtungen und Vereinen“, meint Ann-Marie Dahms (17). Sie sieht zudem die Notwendigkeit, Sportvereine zu fördern und dabei nicht nur den VfL. Der Schwerpunkt sollte zudem auf mehr Freizeitmöglichkeiten gelegt werden, auf die Fertigstellung der Altstadtsanierung, die Erneuerung der Hamburger Straße und die Errichtung öffentlicher Toiletten, etwa am Bahnhof.

Für Sophie Smykalla (16) wäre wichtig, dass der Bahnhof Groß Behnitz wieder in Betrieb genommen wird und dass die Nauener Ortsteile eine größere finanzielle Unterstützung erhalten sowie bessere Busverbindungen. Auch der Winterdienst sei in den Ortsteilen noch zu verbessern. Nicht zuletzt sollte es in mehreren Ortsteilen Jugendclubs geben und generell mehr Sportmöglichkeiten.

Der öffentliche Personennahverkehr liegt auch Anja Warg am Herzen. Die

Haben viele Erwartungen ans Stadtoberhaupt (vl)

Haben viele Erwartungen ans Stadtoberhaupt (v.l.): Silas Kähne, Sophie Smykalla, Anja Warg, Niels Wischnewski, Maria Wöhrmann und Ann-Marie Dahms.

Quelle: privat

16-Jährige wünscht sich einen Ausbau der Verkehrsmittel. „Die Fahrzeiten von Bus und Bahn sollten mit den Unterrichtszeiten koordiniert werden.“ Sie plädiert zudem für einen gepflegten Jugendclub mit Veranstaltungen und wünscht sich, dass die Stadt sauberer wird. „Es sollte weiterhin Aktionen gegen die ’Rechts-Bewegung’ in Nauen geben“, fügt sie hinzu.
Für Silas Kähne (17) ist wichtig, dass es künftig noch mehr unterschiedliche Geschäfte in der Altstadt gibt. Er findet zudem, dass Nauen zu wenig größere Feste hat. Außerdem sollte die Freilichtbühne öfter genutzt werden. „Die Sanierung der Hamburger Straße ist unbedingt notwendig“, meint der Schüler.

Wünsche haben die Schüler aber auch bezüglich ihrer eigenen Schule. Dabei spricht nicht nur Maria Wöhrmann eine wunde Stelle an: „Wir wollen, dass der Sportunterricht endlich auf einem ansprechenden Sportplatz stattfindet und nicht mehr im Stadtpark.“ Sophie Smykalla möchte W-Lan in der ganzen Schule, „um neue Medien intensiver nutzen zu können“. Zudem wird von den Schülern die Verschönerung des Schulhofes gewünscht – mit Sitzplätzen, Basketballkorb und Tischtennisplatte.

Von Andreas Kaatz

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