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Was wird aus den Buga-Arealen?

Kostenfrei oder eintrittspflichtig Was wird aus den Buga-Arealen?

Die Rathenower Stadtverordnete machen sich Gedanken über die Zukunft der Gartenschau-Kulissen: Sollen die Besucher der Optikstadt nach dem Ende der Bundesgartenschau Eintritt zahlen müssen für die Gelände oder nicht? In einem Fall steht die Entscheidung lange fest, für einen anderen Ort ist die Gemengelage allerdings komplizierter.

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Blick auf Optikpark (li.) und Weinberg (re.), verbunden durch die Weinberg-Brücke.

Quelle: G. Arnold

Rathenow. Die Buga ist noch in vollem Gange, und doch wird in Rathenow bereits der Blick auf die Zeit danach gerichtet. Geklärt werden muss die Frage, was aus den beiden Gartenschau-Arealen Weinberg und Optikpark wird, wenn am 11. Oktober die Bundesgartenschau zu Ende geht. Die Rathenower Stadtverordneten haben die Verwaltung beauftragt, drei Varianten auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.

Neu in diesem Prüfauftrag ist die Variante 1. Sie sieht vor, dass der Buga-Zustand erhalten bleibt. Das heißt, der Zaun um den Weinberg bliebe stehen, das gesamte Gelände – also Optikpark, Weinberg-Brücke und Weinberg – würde zum eintrittspflichtigen Bereich. Vorteil dieser Variante: Das mit Millionenaufwand hergerichtete Buga-Areal bliebe in Gänze geschützt, die Gefahr von Vandalismus könnte minimiert werden.

Im Gegensatz dazu steht Variante 2. Diese bezeichnet die Rückkehr in die Zeit vor der Buga: Der Optikpark bliebe wie bislang kostenpflichtig. Der Zugang zum gesamte Weinberggelände, Brücke inklusive, aber würde kostenfrei. Damit würde die Forderung jener erfüllt, die für eine öffentliche Nutzung des Weinbergs plädieren.

Die dritte Variante ist eine Mischung aus den ersten beiden: der Optikpark bleibt eintrittspflichtig, Teile des Weinbergs und die Weinberg-Brücke können uneingeschränkt betreten werden, allerdings wird das Areal rund um den Bismarckturm mit dem Spielplatz Echsenland und der Wasserkaskade umzäunt und kostenpflichtig gemacht.

Buga-Areale

Der Optikpark ist rund 11 Hektar groß und umfasst das Mühlenensemble mit der Hauptbühne nördlich vom Schwedendamm und die Gartenbereiche auf dessen Südseite. Der Optikpark wird nach der Buga wie zuvor eintrittspflichtig bleiben. Mit zwei Euro pro Person war der Preis für ein Ticket ausgesprochen moderat.
Der Weinberg ist knapp 13 Hektar groß. Für die Buga wurde das Areal umzäunt und zum eintrittspflichtigen Bereich gemacht. Ursprünglichen Plänen zufolge wird ein Großteil des Zauns nach der Buga wieder abgebaut. Ob der stabile Zaun um Echsenland und Bismarckturm stehen bleibt, muss noch geklärt werden.

Im Auftrag der Stadtverordneten soll nun geprüft werden, welche Variante mit welchem Aufwand verbunden ist. „Der Weinberg ist durch die Investitionen zu einem Schmuckstück geworden“, so Andreas Gensicke (CDU). „Es geht nun darum, dieses Niveau auch nach der Buga zu halten.“ Bürgermeister Ronald Seeger bemühte sich, den Abgeordneten keine falsche Versprechungen zu machen. So, wie sich der Weinberg derzeit präsentiere, werde es nach der Buga nicht bleiben. „Wir müssen realistisch sein: Wir werden uns nicht alles leisten können, was gewünscht wird“, sagte Seeger.

Hans-Jürgen Lemle, stellvertretender Bürgermeister und Bugabeauftragter der Stadt, sagte zu, die Varianten bis zur ersten Stadtverordnetenversammlung nach der Sommerpause am 16. September zu prüfen. Lemle weist aber jetzt schon auf eine rechtliche Schwierigkeit hin. Die Fördermillionen für die Herrichtung des Weinbergs und den Bau der Weinberg-Brücke seien unter der Voraussetzung ausgezahlt worden, dass Brücke und Weinberg nach der Buga unentgeltlich genutzt werden können.

Das habe die Investitions- und Landesbank auf eine entsprechende Anfrage bereits im Juni unmissverständlich klar gemacht. Sollte gegen diese Auflage verstoßen werden, etwa durch die Absperrung des Geländes und die Erhebung von Eintrittsgeldern, werde das Land als Fördergeldgeber einen Teil des gewährten Geldes oder sogar die gesamte Summe zurückfordern können. Lemle kündigte an, diesen Sachverhalt bis zu besagten SVV-Sitzung zu klären.

Von Markus Kniebeler

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