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Waschbär trickst die Feuerwehr aus

Hilfloses Tier Waschbär trickst die Feuerwehr aus

Kurioser Einsatz für die Feuerwehr am Montag in Brieselang (Havelland): Ein Waschbär saß regungslos und offenbar hilflos in einem Baum. Anwohner sind durch lautes Krähengeschrei auf den Bären aufmerksam geworden. Als die Feuerwehr mit Leiter und Wagen anrückte, foppte sie der Waschbär mit einem tierischen Trick.

Brieselang, Am Nest 52.5845091 12.9847357
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Der Waschbär verharrte Stundenlang in der einer Birke.

Quelle: Julian Stähle

Brieselang. Ein Waschbär verirrte sich am Montagmorgen in eine stattliche Birke in der Brieselanger Straße Am Nest. Erst die Feuerwehr brachte den kleinen Bären dazu, sich zu bewegen.

Mehrere Stunden verharrte der Waschbär in etwa 15 Metern Höhe – selbst eine Krähenattacke ließ er über sich ergehen. „Gegen halb 5 Uhr bin vom Geschrei der Vögel aufgewacht. Sie haben ihr Revier verteidigt und keine Ruhe gegeben“, so Anwohner Günter Ritzka, der den Störenfried im Baum gegen 7 Uhr als Waschbären identifizierte. „Zunächst sah es so aus, als sei er tot. Als er sich jedoch kurz bewegte, vermuteten wir, dass er verletzt oder eingeklemmt ist – eine Nachbarin rief daraufhin die Feuerwehr.“

Die Kameraden versuchten den Bären zu retten – das war dem Tier aber gar nicht recht

Die Kameraden versuchten den Bären zu retten – das war dem Tier aber gar nicht recht.

Quelle: Julian Stähle

Die Brieselanger Kameraden rückten gegen 9.30 Uhr, ausgerüstet mit einer Drehleiter und bissfesten Handschuhen, an. „Oben stellten wir ziemlich schnell fest, dass der Bär ganz und gar nicht verletzt war. Mit einer sagenhaften Geschwindigkeit kletterte er den Baum hinunter, rannte in den Nachbargarten und brachte sich auf dem nächsten Baum in Sicherheit“, so Gemeindewehrführer Marco Robitzsch. Nach einer halben Stunde war der Einsatz für die Kameraden beendet.

„Vor fünf Jahren habe ich den ersten Waschbären auf meinem Grundstück beobachtet. Bis jetzt machen sie keine Probleme – ich hoffe, dass das auch so bleibt“, so Günter Ritzka.

Von Julian Stähle

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