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Wasser-Abwasserverband stellt Abrechnung um

Rathenow Wasser-Abwasserverband stellt Abrechnung um

In diesem September endet der alljährliche Ablesemarathon des Wasser- und Abwasserverbandes Rathenow. Seit Jahrzehnten hat der Verband immer in diesem Monat eigene Beschäftigte und beauftragte Helfer ausgesandt, um die Zähler an rund 13 000 Verbrauchsstellen abzulesen. Der Wasserverband führt neue Software ein, künftig lesen die Kunden ab.

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Künftig lesen die Kunden selber ab. Ein Mitarbeiter des Wasser- und Abwasserverbandes Rathenow bei der Kontrolle einer Wasseruhr.

Quelle: WAV Rathenow

Rathenow. Kein alljährlicher Ablesemarathon im September mehr. Der Wasser- und Abwasserverband Rathenow beendet seine Tradition, die rund 50 000 Menschen im Versorgungsgebiet seit einer gefühlten Ewigkeit kennen: In diesem Monat sendet der Verband erstmals keine Ableserinnen und Ableser mehr zu den Kunden aus, die vor Ort bei den rund 13 000 Verbrauchsstellen die Wasserzähler ablesen. Es ist vorgesehen, dass die Kunden wie bei vielen anderen Versorgern auch künftig selbst ihre Zähler ablesen. Außerdem wird der Messzyklus nicht mehr von September bis September gehen, sondern dem Kalenderjahr angepasst.

„Der Wasser- und Abwasserverband Rathenow führt die neue Softwarelösung Baly ein“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Toralf Heinrich. Ziel sei, die Unternehmensprozesse zu optimieren und den Kunden mehr Service zu bieten. Für alle kaufmännischen Prozesse werde die Datenbasis vereinheitlicht. Dadurch komme man zu einer effektiveren Zusammenarbeit der verschiedenen Unternehmensbereiche. Die Baly-Software, die ab September schrittweise eingeführt wird, werde vor allem für das Finanzmanagement, die Verbrauchs- und die Leistungsabrechnung, Zählermanagement und Grubenabfuhr eingesetzt. Weitere Zusatzmodule seien möglich. Die ersten Beschäftigten werden in diesen Tagen mit der neuen Software vertraut gemacht, im Oktober gibt es für alle die Schulungen.

Die Zählerstände für Ende September werden geschätzt

Die Kunden sollten vor allem wissen: Im September kommen zwar keine Ableser mehr ins Haus, es wird aber noch eine Art Übergangsabrechnung nach dem altbekanntem Muster geben. Der Wasser- und Abwasserverband wird zum 30. September das letzte Mal auf die bisher praktizierte Weise eine Verbrauchsabrechnung erstellen, die Zählerstände werden aber vom Verband aufgrund der bisherigen Wasserabnahme geschätzt. Im Anschluss erhalten die Kunden auch noch einmal eine Abrechnung – der wird dann aber gleich noch ein Informationsblatt des Wasserverbandes beigefügt, auf dem der Ablauf der jetzt angekündigten Abrechnungsumstellung erklärt wird. In der verbandseigenen „Wasserzeitung“, die in wenigen Tagen erscheint, werden auch noch einmal die Veränderungen vorgestellt und begründet.

Im Dezember verschickt der Verband dann Karten an alle Haushalte, auf denen die Kunden die Ergebnisse der Selbstablesung ihrer Wasserzählerstände eintragen können. Das wird die Basis für die Jahresendabrechnung sein. Zwar ist es auch jetzt schon möglich, dass die Kunden dem Wasserverband ihre Daten neben dem altbekannten Post- und Papierweg per Telefon, E-Mail und im Internet mitteilen, künftig wird aber besonders aufs Internet orientiert, wo die Zählerstände gewissermaßen direkt ins System des Verbandes eingetippt werden können.

Nach der Ablesung zum Jahresende 2017 bekommt der Kunde künftig vom Verband nicht mehr wie bisher ein einziges Abrechnungsdokument. Es werden zwei sein. Eines für den Trink- und Abwasserverbrauch und das andere als Gebührenbescheid.

Der Wasser- und Abwasserverband Rathenow

Der Wasser- und Abwasserverband Rathenow versorgt in seinem 818 Quadratkilometer großen Verbandsgebiet rund 50 000 Menschen mit Trinkwasser.

Er sammelt das anfallende Abwasser ein und kümmert sich um dessen Reinigung.

Der Abrechnungszeitraum für die rund 13 000 Verbrauchstellen ging bisher von September zu September und wird auf das Kalenderjahr umgestellt.

„Das Ablesen der Zähler durch unsere Beschäftigten und weitere Beauftragte ist immer ein großer Kraftakt gewesen“, blickt Geschäftsführer Toralf Heinrich zurück. Die neue Baly-Software sei die mit Abstand kundenfreundlichste und wirtschaftlichste Lösung. Sie erspare dem Verband viel Arbeit und sei genau auf die Bedürfnisse des Wasser- und Abwasserverbandes zugeschnitten. Mehrere weitere Verbände in der nahen Umgebung arbeiten auch mit Baly.

Nicht zuletzt sei der Weg zum Anbieter sehr kurz, hebt Toralf Heinrich hervor. Das ist die Baly GmbH, die ihren Sitz in Thüringen hat. Das Unternehmen beschäftigt sich seit den 1990-er Jahren mit der Entwicklung von Software-Lösungen für die Wasser- und Abwasserbranche. „Wir haben das System gemäß den gesetzlichen Forderungen stets praxisorientiert weiterentwickelt“, sagt deren Geschäftsführer Karl-Heinz Peter, „und wir haben inzwischen mehr als 40 Verbände erfolgreich auf Baly umgestellt.“

Von Bernd Geske

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