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Havelland Wasser für junge Bäume
Lokales Havelland Wasser für junge Bäume
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00:34 12.11.2015
Lukas und seine Mutter Astrid Hecht (links) pflanzen mit Barbara Malischewski ein Haselnussbäumchen. Quelle: Hans-Peter Theurich
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Falkensee

Aus Schaden wird man klug. Eine dritte Pflanzaktion für den Klimaschutz, organisiert für Kinder von der Finkenkruger Baumschutzgruppe, fand am Sonnabend in Falkensee-Seegefeld wieder an der Duisburger Straße statt. „Dieses Mal haben wir ans Gießen gedacht und werden es im Frühjahr selbst in die Hand nehmen“, sagte Martina Dahms von den Falkenseer Baumschützern. Für 500 Euro Sponsorengeld konnten diesmal je 30 Buchen und Kastanien sowie 20 Ahornbäume angeschafft werden.

Mit Schippe, Spaten und jungen Bäumen aus dem eigenen Garten kamen etwa dreißig Falkenseer und Spandauer, teilweise ganze Familien. „Ich sehe Douglasien, Nussbäume und Pfaffenhütchen. Großes Lob, alle haben sich an unsere Bitte gehalten und nur heimische Gehölze mitgebracht“, sagte Udo Appenzeller, Falkenseer Jäger. Er unterstützt die Aktion gemeinsam mit dem Leiter der Forstschule Finkenkrug, Ralf Gruner. Vom städtischen Fachbereich Grünfläche war Ina Neitzel dabei. Falkensee hatte das anderthalb Hektar große Gelände zur Verfügung gestellt.

Die zweite Pflanzaktion im Mai war schiefgegangen: Viele junge Bäumchen vertrockneten im heißen Sommer, denn niemand hatte an regelmäßige Bewässerung gedacht. Brandenburg befindet sich auf dem Weg zum Steppenklima, sagen Botaniker. Ein bisschen trösten konnte Ralf Gruner: „Immerhin haben 60 Prozent der Bäume überlebt, das ist mehr, als wir vermutet haben.“

Liv und Lennart pflanzten am Sonnabend ein leuchtend pinkfarbenes Pfaffenhütchen. Die beiden Kinder gehen zur Spandauer Linden-Grundschule. Ihre Lehrerin, Barbara Malischewski aus Falkensee, hatte ihre Schüler schon vor einem Jahr für die Kinder-Klimaschutz-Akademie begeistert. Mehrere Jungen und Mädchen kamen deshalb mit ihren Eltern zu der Pflanzaktion in Falkensee. „Wer zum dritten Mal dabei ist, kann sich mit Fug und Recht Klimabotschafter nennen“ sagte Ralf Gruner. Lukas pflanzte mit seiner Mutter Astrid Hecht einen Haselnusssteckling. Anschließend begossen sie ihn mit viel Wasser.

„An der BMX-Anlage für Radsportler hat die Freiwillige Feuerwehr einen Tank installiert. Man muss also nicht von daheim Wasser mitbringen“, erklärte Udo Appenzeller und versprach einen zweiten Wasserbehälter im Frühjahr. Dann müssen die Pflanzen regelmäßig gegossen werden. Der zehnjährige Lennart sagte: „Wir Kinder werden alle Bäume und nicht nur die von uns selbst Gepflanzten mit Wasser versorgen.“

Jetzt heißt es, Geduld aufbringen. Bis die Bäume sich zu einem Wald verdichtet haben, dauert es Jahrzehnte. Und heiße Maroni von den gerade gepflanzten Esskastanienbäumen könnten später mal zu einer heimischen Spezialität in Falkensee werden.

Von Judith Meisner

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