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Havelland Wasser- und Bodenverband an neuem Standort
Lokales Havelland Wasser- und Bodenverband an neuem Standort
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19:30 11.07.2016
Peter Hacke (r.) in der geräumigen Werkstatt, in der Schlosser Dieter Klewenow die Klingen an einem Mähkorb wechselt. Quelle: Andreas Kaatz
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Nauen

Pumpen, Boote, Schifffahrtszeichen, Seilwinden, Notstromaggregate und noch vieles mehr. Die unterschiedlichen Gerätschaften bedecken den Boden in einer der großen Hallen, die jetzt dem Wasser- und Bodenverband Nauen (WBV) gehören. „Ich habe schon gestaunt, was alles so zusammenkommt“, meinte Geschäftsführer Peter Hacke zu den Begleiterscheinungen des Verbandsumzuges in den vergangenen Tagen. Denn bisher befanden sich die meisten Dinge am Standort in Paretz. Mit Traktoren und Anhängern wurden sie von dort ins neue Domizil in der Straße Am Schlangenhorst in Nauen transportiert – nebst der gesamten Werkstattausstattung.

„Wir sind arbeitsbereit. Es ist jetzt alles konzentrierter und besser zu steuern“, sagt Hacke. Damit sind die Zeiten der zwei Standorte vorbei. Denn bisher saß die Verwaltung in der Brandenburger Straße in Nauen, die Technik und die Werkstatt befanden sich hingegen in Paretz. „Die Fläche dort ist komplett leer und wird dem Land zurückgegeben“, sagt Hacke. Das Haus in Nauen will der Verband nach dem Auszug verkaufen. „Mittlerweile gibt es auch schon ein Angebot dafür“, so der Geschäftsführer.

Die Suche nach einem neuen Standort ging damit los, dass das Land dem Verband die kostenlose Nutzung des Paretzer Geländes zum 31. Dezember 2014 gekündigt und das Areal zum Kauf angeboten hatte. Hinzu kam, dass im Mai 2014 das Werkstattgebäude abgebrannt war. „Wir hätten ohnehin etwas Neues bauen müssen“, so Hacke.

Durch Zufall stieß man dann auf das Gelände einer Entsorgungsfirma am Schlangenhorst. „Es hat von den Räumlichkeiten genau für unsere Bedürfnisse gepasst, und es ist sofort nutzbar“, sagt Peter Hacke zu den Vorteilen. Auf dem Areal befinden sich neben einem Verwaltungsgebäude auch eine Fahrzeughalle mit Werkstatt sowie eine Lagerhalle und darüber hinaus Freiflächen, um die Arbeitsmaschinen abstellen zu können.

Auch die Lage des neuen Standortes passt ins Konzept. „Wir haben im nördlichen Verbandsgebiet die meisten Gräben“, sagt der Geschäftsführer. Außerdem sei die Stadt Nauen mit ihren Ortsteilen das größte Verbandsmitglied. Am Ende hatte auch die Verbandsversammlung dieser Variante zugestimmt, zumal sie mit rund 1,1 Millionen Euro deutlich preiswerter ist als ein möglicher Neubau im Zachower Gewerbegebiet, der ebenfalls in Erwägung gezogen worden war. Die Finanzierung erfolgt größtenteils über einen Kredit. Der Verbandsbeitrag erhöht sich dadurch aber nicht, da laut Hacke in der Kalkulation bereits Sanierungsmittel für das Gebäude in der Brandenburger Straße enthalten waren. Die fließen nun in den neuen Standort.

Seit März ist der WBV im Besitz der rund einen Hektar großen Fläche, hat seither alles für den Umzug vorbereitet. Aus Kostengründen wurden die Renovierungsarbeiten mit eigenem Personal durchgeführt, zudem Zäune gesetzt und auch Wege gepflastert. Hinzu kamen Arbeiten an der Fassade.

Parallel dazu laufen aber auch die normalen Arbeiten des WBV weiter. Im August geht es mit der Grabenunterhaltung wieder richtig los, aber auch schon jetzt haben die Mitarbeiter zu tun. Nach den Deichen wird jetzt der Große Havelländische Hauptkanal gemäht. Zudem pflegen die Mitarbeiter derzeit auch Gräben in Brieselang.

Von Andreas Kaatz

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