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Havelland Wasserfreuden beim Pumpenfest
Lokales Havelland Wasserfreuden beim Pumpenfest
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17:51 24.07.2016
Erste Amtshandlung des neuen Pumpenmeisters: Holger Brunnert (M.) füllte zwei Eimer mit Wasser. Quelle: Norbert Stein
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Friesack

Irgendein beliebiger Treff, bei dem ein paar Friesacker kurz mal vorbeischauen, ist das Pumpenfest schon längst nicht mehr. „Es ist neben dem Fliederfest mittlerweile das schönste Fest in unserer Stadt“, lobt Bürgermeister Klaus Gottschalk am Sonnabend beim 20. Pumpenfest auf dem Marktplatz. Bei herrlichen Sommerwetter hatten kurz zuvor die Friesacker Pumpenfreunde Holger Brunnert zu ihrem 20. Pumpenmeister in zweiter Amtsperiode gekürt. Als solcher hat er nun dafür Sorge zu tragen, dass die Handpumpe auf dem Marktplatz zuverlässig Wasser gibt. „Pump an“ forderten die zahlreichen Besucher. Brunnert ließ sich nicht weiter bitten und schritt mit großem Gefolge zur Handpumpe. Zwei Eimer pumpte er voll Wasser. Gewässert wurden mit dem Nass die Fliedersträucher am Marktplatz.

Holger Brunnert erhielt die Brunnenkette

Nach seiner Ernennung erhielt Holger Brunnert die Friesacker Brunnenkette. Übernommen hat er sie von Karsten Grimm, dem Pumpenmeister 2015/2016. Die Friesacker Schützengilde begleitete den Amtswechsel mit einem Kanonenböller. Bekannt ist Grimm im Friesacker Ländchen auch als Minnesänger. Als solcher eröffnete er das Fest traditionell mit dem Friesacker Pumpenlied.

Joachim Hansen und Peter Baumgardt verkündeten den Besuchern die bewährte und weiterhin geltende Pumpenorder. So ist gesichert, dass die Pumpe auch ein weiteres Jahr von Jedermann genutzt werden darf. Auch von den Ratsherren, damit sie frisch und sauber ihren Dienst versehen. Allen Männern rieten die Orderverkünder, sich an der Pumpe mit frischem Nass zu stärken, damit sie den Weg in die nächste Schankwirtschaft unbeschadet schaffen. Die Verkündung der Pumpenorder selbst machte offensichtlich durstig. Hansen und Baumgardt verlangten ein Bier. Bekommen haben sie Pumpenwasser.

Dank an die vielen Helfer

Karsten Grimm dankte seinen Helfern bei der Vorbereitung des diesjährigen Pumpenfests und überreichte den Frauen eine Rose. Das Jubiläumsfest war den Organisatoren Anlass für eine Handpumpe aus Gips in Miniaturausgabe. Die kleinen Pumpen aus Gips wurden von den Kindern bunt bemalt. Tora Graf (8), Eberhard Post, die Gruppe“Blechzeit“ und weitere Akteure gestalteten das Nachmittagsprogramm musikalisch. Am Abend wurde beim Tanz auf dem Marktplatz geschwoft.

Unachtsamkeit der Kommunalpolitiker

Zu verdanken haben die Friesacker das Pumpenfest einer eher geringfügigen Unachtsamkeit ihrer Kommunalpolitiker. Als Mitte der 1990er Jahre der Marktplatz saniert wurde, hatten die Stadtverordneten vergessen, für die Reparatur der alten Handpumpe Geld einzuplanen. Der mit Muskelkraft zu bedienenden Schwengelpumpe drohte das letzte Stündlein beschieden zu sein. Schon der Gedanke an eine schön sanierte Stadtmitte ohne Handpumpe war vielen Einwohnern ein Graus. Eines Tages machte der Schankwirt Klaus Felden in einer gemütlichen Bierrunde in der Gaststätte am Marktplatz den Vorschlag, Geld zu sammeln für die Reparatur der Handpumpe. Aus der Bierlaune wurde eine Erfolgsstory. Handwerker, Geschäftsleute und Einwohner gaben Geld. Die Pumpe konnte nicht nur repariert werden, sondern es fand sich auch eine Gemeinschaft, die sich fortan um das Handgeräte kümmerte. Die Pumpenfreunde machten aber noch mehr. Am 23. August 1997 hoben sie das Friesacker Pumpenfest aus der Taufe und küren seither jährlich aus ihrer Mitte einen Pumpenmeister.

Von Norbert Stein

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