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Wassergräben: Ausschüsse sollen erneut ran

Grundwasser im Westhavelland Wassergräben: Ausschüsse sollen erneut ran

Die Ausschüsse des Kreistags im Havelland haben bei der nächsten Sitzungsrunde ein Thema auf dem Tisch, das sie schon öfter diskutiert hatten. Wie kann das Wassermanagement im Westhavelland so gestaltet werden, dass Grundwasser nicht mehr in die Keller dringt? Nun stehen auch wieder die Schöpfwerke im Fokus. Die Linke hat einen Vorschlag, der Zündstoff birgt.

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2009: Erst soffen die Grundstücke ab, dann die Keller.

Quelle: Ralf Stork

Havelland. In einer Studie sollen Experten untersuchen, wie ein sinnvolles Grabensystem und das passende Wassermanagement im Westhavelland aussehen kann. Das will die Partei Die Linke. Im Kreistag hatte sie den Antrag gestellt, dafür 12.485 Euro bereit zu stellen. Brisant könnte die Idee sein, die Zahl der Schöpfwerke zu reduzieren.

Überweisung in die Fachausschüsse

Zunächst werden sich die Fachausschüsse des Kreistages damit befassen. Denn eine Entscheidung hat der Kreistag noch nicht getroffen. Die Überweisung erfolgte einstimmig. Karl-Reinhold Granzow begründete, warum die Linken sich des Themas weiter annehmen: „Es geht um den Schutz der Bürger, der Landwirtschaft und anderer Gruppen.“ Zwar habe es viele Besprechungen gegeben, dennoch habe er das Gefühl, so Granzow, „dass hier jeder einzelne Bereich immer nur seine Aufgaben sieht“. Es gehe um die „Zusammenfügung der Probleme“.

Derzeit gibt es eine gewisse ruhige Phase

Derzeit stehe das Wasser nicht in den Kellern. „Wir haben eine gewisse ruhige Phase.“ Mit einer Studie und daraus folgenden Projekten könne man aber verhindern, dass der Grundwasserspiegel wieder ansteigt. Die Aufgabe ist weit gestellt. Es sollen nicht nur die bestehenden Grabensysteme geprüft werden, man könne auch über neue Grabensysteme nachdenken.

Karl Reinhold Granzow brachte den Linken-Antrag in den Kreistag ein

Karl Reinhold Granzow brachte den Linken-Antrag in den Kreistag ein.

Quelle: Uwe Hoffmann

Hintergrund ist, dass Schöpfwerke in der Region aus Kostengründen nur zeitweise angeschaltet werden. Damit kann der Grundwasserspiegel nicht auf die Wasserstände der Zeit um das Jahr 1990 gesenkt werden. Die Linken fordern in dem Zusammenhang, der Kreis solle einen „intensiven Diskussionsprozess auf Augenhöhe mit den betroffenen Akteuren, wie Rathenower Bürgerinitiative Grundwasser, Wasser- und Bodenverbad, Landbesitzern, Waldbesitzern und Umweltverbänden führen.

Der Landkreis ist nicht in allen Fällen zuständig

Rocco Buchta (SPD) machte dennoch klar, „dass der Landkreis in viele Fällen gar nicht zuständig ist“. Für den Zustand der Gräben seien die Wasser- und Bodenverbände verantwortlich, die im Auftrag der Kommunen diese Arbeit erledigen. Der Riesenbruchgraben bei Rathenow – um den es in dem Zusammenhang oft gehe – sei im Verantwortungsbereich des Landes.

Doch Karl-Reinhold Granzow hat da eine andere Meinung: „Die Wasser- und Bodenverbände stoßen mit ihrer Arbeit an ihre Grenzen.“

Von Joachim Wilisch

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