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Wasserkonzert und Wetttauchen im Waldbad

Falkensee Wasserkonzert und Wetttauchen im Waldbad

Beim Falkenseer Waldbadfest wurde vor allem den Kindern viel geboten. Besonders die Spiele im Becken und der Schnuppertauchgang bereiteten den Teilnehmern Freude.

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Einer der Spiele beim Waldbadfest: Wer sammelt in bestimmter Zeit die meisten Schwimmbälle ein?

Quelle: Carsten Scheibe

Falkensee. Norbert Lauck und sein Team von der Musikboutique hatten richtig schwer zu schleppen. Kistenweise trugen sie am Samstag Spaßutensilien auf das Waldbad-Gelände in der Salzburger Straße in Falkensee. Das professionelle Spielemeister-Team sollte das alljährliche Badefest für die Kinder attraktiver gestalten. Aber trotz des guten Wetters – im Vorjahr ging das Waldbadfest bei Nieselregen über die Bühne – füllte sich das Freibadgelände nur sehr langsam.

Die, die kamen, konnten viel erleben: Bälle über das Wasser pusten, mit Poolstangen ein Wasserkonzert veranstalten, mit der Seepferdchenstaffel durch das Becken reiten, es gab ein Wetttauchen, und wer wollte, durfte aus Schwimmklötzen einen Turm im Wasser bauen. Nicht zu vergessen: die Wasserbombenschlacht. Zwei Teams werfen sich dabei die Wasserbomben um die Ohren. Verloren hat, in dessen Feld am Ende die meisten Bomben schwimmen.

Für solche Aktionen ist das Waldbad von der Größe her perfekt. Wer bei den Spielen nicht mitmachen möchte, kann sich jederzeit auf die Wiese zurückziehen. Aber auch dort wurden am Samstag mehr als 30 Spielmaterialien ausgelegt. Das nutzten Kinder, um in Eigenregie Plastikfische zu angeln, mit überdimensionalen Federbällen zu spielen oder aber gewaltige Seifenblasen zu produzieren. An einem Stand gab es für den Nachwuchs sogar wasserfeste und kostenfreie Glitzer-Tattoos. Sie sollen – zur Freude der Eltern – über eine Woche lang auf der Haut haften bleiben.

Wer bei all diesen Aktionen Hunger bekam, konnte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Falkensee versorgen. Sie war mit sechs Leuten angerückt, um den Grill anzuheizen. Tobias Gleisberg: „Alle Einnahmen aus dem Würstchenverkauf kommen unserem Förderverein zugute. Mit dem Geld wird vor allem unsere Jugendfeuerwehr unterstützt.“

Traditionell beim Waldbadfest dabei war der Tauch-Club Brieselang/Spandau ’92, der stets zum Schnuppertauchen einlädt. Besonders freute sich Mike Friedenberger über das Wetter: „Letzte Woche in Nauen ging fast gar nichts. Dort haben sich nur vier Tauchinteressierte ins Wasser getraut. Hier waren es in der ersten Stunde schon sechs, darunter viele Naturtalente.“ Der Experte vom Tauchverein erklärt: „Viele haben beim Tauchen mit Flaschen das Problem, dass sie sofort das Atmen einstellen, sobald das Wasser über ihre Augen steigt. Oft kommt es vor, dass die neuen Taucher so viel Luft bunkern, dass wir zusätzliche Bleigewichte einsetzen müssen, damit sie überhaupt unter Wasser gelangen.“

Einer der Mutigen, die einmal durchs Waldbadbecken tauchten, war der Falkenseer Marco Stengel – für ihn eine Premiere. „Es war sehr aufregend. Ich weiß aber nicht, ob sich ein Tauchschein für mich lohnen würde, denn so oft fahren wir nicht in den Urlaub.“

Aus der Sicht von Diana Grünwald vom Organisator Gegefa hat sich die Änderung des Konzeptes des Waldbadfestes ausgezahlt: „Wir wollten uns wieder mehr aufs Wasser konzentrieren und mit den vielen Spielen dafür, dass die Kinder im Becken toben und Spaß haben können. Das hat funktioniert“. Auch sie hätte sich aber noch mehr Besucher gewünscht.

Von Carsten Scheibe

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