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Havelland Wasserretter üben Hilfeleistung
Lokales Havelland Wasserretter üben Hilfeleistung
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00:29 28.08.2015
Quelle: Uwe Hoffmann
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Wassersuppe

Insgesamt 25 Mitglieder der Wasserrettung und der Taucherstaffel haben am ersten mehrtägigen Trainingscamp des Rathenower Ortsverbandes des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) am Wasserwanderrastplatz am Hohennauen-Ferchesarer See in Wassersuppe teilgenommen. „Bisher haben wir Einsatzübungen zum jährlichen Wasserrettungstag durchgeführt“, sagt Ulf Eichmann, Leiter der Rathenower Wasserrettung. „Zu diesem dreitägigen Wochenendcamp können wir intensiver trainieren. Und jeder der Wasserretter kann noch einmal auf dem im Mai neu in Dienst gestellten Rettungsboot geschult werden und sich mit den Einsatzgeräten vertraut machen.“

In Zelten übernachtet

Übernachtet wurde in Zelten. Drei aufregende Tage, ganz ohne Eltern, waren es vor allem für die jüngste der drei Mädchen. Die zehnjährige Leni Hilgendorff aus Premnitz ist seit zwei Jahren das jüngste Mitglied des ASB-Landesverbandes.

Am Freitag wurde gegrillt. An den beiden anderen Tagen wurde in Timms Strandcafé gegessen und Pizza für alle geliefert. Am Freitag standen ein Erste-Hilfe-Training, An- und Ablegemanöver mit dem Rettungsboot und Knotenbinden auf dem Ausbildungsprogramm. „Das Kettentauchen hatte ein reales Szenario“, so Ulf Eichmann. „Das Unwetter am 15. August richtete auf einem privaten Boot einigen Schaden an. So nutzten wir diese Übung, um an der Anlegestelle in Hohennauen nach noch intakten im Wasser untergegangenen Teilen des Bootes zu tauchen.“

Aber die Scheiben des Bootes waren alle gebrochen. Getränke, Obst und etwas Süßes als Dankeschön brachten die Rathenower Eigentümer des durch den Sturm betroffenen Bootes dennoch für die Camp-Teilnehmer vorbei. Rayk Sommer schulte die Teilnehmer am Nachmittag zum richtigen Verhalten im Umgang mit Personen, die Drogen konsumierten. „Bei Einsätzen wie beispielsweise beim Antaris-Festvial in Stölln ist dieses Wissen durchaus nötig“, so Sommer, Mitglied des ASB und der Rathenower Feuerwehr, der zur Anschauung kurze Videos von Einsätzen auf dem Antaris-Festival zeigte.

Rettungsübung am Abend

Um 20.50 Uhr wurde die erste Notfallübung ausgelöst. Ein Bootsführer ging über Bord, trieb hilflos im Wasser. Eine weitere Person erlitt am Ufer einen Herzinfarkt. „Ich möchte meinen Mann noch einmal sehen. Wir wollten nächste Woche heiraten“, spielte ASB-Rettungschwimmerin Bettina Radda überzeugend die hysterische Freundin des Verünglückten. Nach neun Minuten traf das erste Boot am Hohennauener Ufer ein. So konnte der hilflose Bootsführer und die Person mit Herzinfarkt, eine Übungspuppe, erstversorgt werden.

Zehn Minuten später folgte das zweite Boot mit weiteren Rettungskräften. Vier Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten mit ihrem, in den Katastrophenschutz des Landkreises integrierten Bootes, die Notfallübungen des ASB-Camps. So konnte auch die aufgebrachte Freundin des Verunglückten beruhigt und versorgt werden. Um 21.11 Uhr trafen zwei Rettungswagen und der Notarzt ein. So konnten die „Patienten“ zehn Minuten später abtransportiert werden. Nach 40 Minuten war die erste Notfallübung erfolgreich beendet. Eine zweite Notfallübung stand am Samstagabend auf dem Programm. Am Semliner Ufer wurde eine vermisste Person, die mit dem Schlauchboot auf dem See war, gesucht.

Beim Dorffest präsentiert

Tagsüber präsentierte sich der ASB und seine Technik auf dem Dorffest in Wassersuppe. Am Sonntag wurde bei Wasserfußball, Beachvolleyball und weiteren Wettkämpfen im Wasser der Zusammenhalt der Wasserretter gepflegt.

Am 26. September feiert der ASB-Landesverband in Potsdam sein 25-jähriges Bestehen. Langjährige und verdiente Ehrenamtler aus den Ortsverband Rathenow sind auch eingeladen. An diesem Samstag findet in Rathenow auch der 5. Havelländische Notfalltag statt.

Von Uwe Hoffmann

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