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Havelland Wege in die Döberitzer Heide sind zerfahren
Lokales Havelland Wege in die Döberitzer Heide sind zerfahren
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20:55 19.03.2018
Von Priort aus sind die Wege in die Döberitzer Heide kaum nutzbar. Quelle: Tanja M. Marotzke
Priort

Viele Priorter gehen gern spazieren oder sind mit dem Rad unterwegs. Zumal sie mit der Döberitzer Heide eine wunderbare Naturlandschaft praktisch vor der Haustür haben. Doch seit einiger Zeit, so hatte es Ortsvorsteher Reiner Kühn (CDU) schon mehrfach angemahnt, „sind zu Wege in die Heide kaum noch nutzbar“.

Sicher hat der viele Niederschlag dazu beigetragen, dass aus den unbefestigten Wegen zum Teil Schlammwüsten geworden sind. Aber es gibt noch andere Gründe.

Anwohner sind verärgert

nwohner Lars Engels ist einer, der sehr oft dort unterwegs ist. Er hatte beobachtet, wie Lkw, die vor allem Holz transportieren, die Wege zerfahren haben. „Dort sind jetzt solche tiefen Rillen im Boden, dass man aufpassen muss, um sich nicht die Füße zu brechen.“ Mit Rollstuhl oder Kinderwagen sei es unmöglich, in die Heide zu kommen. Dem pflichtet Juliana Kolb aus Priort bei. Auch sie hat diese Erfahrungen gemacht und ergänzt noch: „Auch die Beschilderung der Wege, wenn man aus der Heide kommt und nach Priort will, ist unzureichend. Fremde finden gar nicht den Ausgang nach Priort“, sagt die Rentnerin.

Zwei Hauptzugänge gibt es von Priort aus in die Döberitzer Heide: Im Norden von der Straße „Am Elsbusch“ und im Süden von der Straße „Am Upstall“/„An der Lämmerwiese aus. „Ärgerlich“, so Ortsvorsteher Reiner Kühn, „weil es im nördlichen Bereich früher einen See gab, in dem gebadet und geangelt wurde. Inzwischen ist der verlandet und man verwehrt uns den Zugang in diesen Naturlebensraum.“

Sielmannstiftung ist für Wege innerhalb der Heide zuständig

Für die Döberitzer Heide zuständig ist die Heinz-Sielmann-Stiftung, aber natürlich nur für die Flächen innerhalb der Heide. „Für alles, was außerhalb geschieht, sind die jeweiligen Eigentümer verantwortlich“, sagt Peter Nitschke von der Sielmann-Stiftung. Er erklärt, dass vor allem landwirtschaftliche Fahrzeuge aber auch die Bundesforst mit Holztransportern dort unterwegs seien. „Wir fordern grundsätzlich nur diejenigen zu Instandsetzungen auf, die Wege innerhalb der Heide zerfahren haben“, so Nitschke. Das geschehe in regelmäßigen Abständen. Parallel dazu pflege die Stiftung ihre Wege selbst. Bei den von den Priortern bemängelten Wegen handelte es sich offenbar um solche, die der Bundesforst und der Gemeinde Wustermark gehören. Die Stiftung werde aber genau recherchieren und sich dann gegebenenfalls mit der Gemeinde Wustermark in Verbindung setzen, so Nitschke.

Neben dem Ärger um die Zuwegung in die Döberitzer Heide muss sich die Sielmannstiftung derzeit mit einem ganz anderen Thema beschäftigen. „Bis Ende März werden die Förderanträge ans Land Brandenburg zum Stadt-Umland-Wettbewerb bis 2020 gestellt“, sagt Nitschke. Dabei geht es um touristischen Wegebau in der Heide und um den Umbau des künftigen Naturerlebniszentrums (ehemalige sowjetische Kommandantur).

Förderanträge für Stadt-Umland-Wettbewerb werden gestellt

Das Gesamtbudget des Stadt-Umland-Wettbewerbes, bei dem die Stadt Potsdam, die Sielmann-Stiftung und Umlandgemeinden wie Wustermark Partner sind, beträgt rund 22 Millionen Euro, von denen rund ein Viertel auf die Sielmannstiftung entfällt. „Das Geld wird für Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität, also für die Gestaltung des Offenlandes, die Ertüchtigung des Naturerlebniszentrums und den Bau von Wanderwege verwendet“, sagt Nitschke. Es soll unter anderem ein großer Rundweg von Krampnitz bis zum Bereich Elstal mit zwei Querungen angelegt werden, der für Radfahrer nutzbar sein wird. „Allerdings wird der nicht in Asphalt gebaut, sondern er muss den Naturschutzkriterien entsprechen.“ Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Havelland habe die letzte Entscheidung.

Nitschke räumte ein, dass es einige Verzögerungen bei den Vorhaben gegeben hat, weil die Munitionsberäumung länger gedauert habe. Aktuell führen etwa 55 Kilometer Rad- und Wanderwege durch die 3650 Hektar große Naturlandschaft. 22 Kilometer lang ist allein der Weg, der die Wildkernzone umschließt, in der Wisente, Rotwild und Przewalskipferde leben.

Von Jens Wegener

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