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Havelland Wegmarken erinnern an die Dorf-Geschichte
Lokales Havelland Wegmarken erinnern an die Dorf-Geschichte
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05:10 12.04.2016
Der Steckelsdorfer Ortsvorsteher Corrado Gursch. Quelle: Norbert Stein
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Steckelsdorf

– Corrado Gursch atmet tief durch. Die Steckelsdorfer Luft tut dem ebenso sympathischen wie engagierten Ortsvorsteher gut. „ Sie ist wirklich schön geworden, ein echter Hingucker mitten Dorf“, sagt er und lässt seinen Blick an der Frau Harke-Wegemarke verharren.

Frau Harke ist die mythische und aus germanischer Zeit stammende Schutzpatronin für das Havelland. Ihr haben die Steckelsdorfer die Wegemarke unter der Eiche vor der Kirche gewidmet. Die Frau Harke-Wegemarke ist eine verzierte Knorpelschenke, die im Sommer von Besuchern und Radwanderern gerne für eine Rast genutzt wird. 16 solcher Wegemarken stehen bereits im Elbe-Havel-Winkel an verschiedenen Orten.

Auf Brandenburger Seite hat bisher Steckelsdorf als einziger Ort eine solche das Dorfbild verschönernde Attraktion. Mit Wasser aus einer Handpumpe getauft und eingeweiht wurde die Frau Harke-Wegemarke im vergangenen Jahr, beim Dorffest aus Anlass des 680jährigen Bestehens von Steckelsdorf. Ein weiterer Hingucker ist das Modell einer Windmühle, direkt am Dorfeingang. Aufgestellt wurde sie in Erinnerung an zwei Windmühlen, mit denen einst in Steckelsdorf Korn gemahlen wurde.

Die Freiwillige Feuerwehr und ihr Förderverein sind wichtige Gesellschaftsstützen im Dorf. Quelle: Norbert Stein

1976 hatte das Dorf 430 Einwohner. Heute leben in Steckelsdorf 766 Menschen. „Deutlich mehr werden es wohl nicht“, meint der Corrado Grusch. Weil Steckelsdorf kaum auch Bauland hat. Da aber besonders viele junge Familien in Steckelsdorf leben, hat das Dorf Zukunft. „Dafür tun wir auch etwas“, sagt der Ortsvorsteher und nennt als Beispiel die Kita „Seesternchen“. 860 000 Euro investierte die Stadt in die Sanierung der Betreuungseinrichtung für 37 Kinder. Nach Herzenslust toben können die Kinder im Dorf auch auf zwei öffentliche Spielplätze.Nun fehlt dem Steckelsdorfer Nachwuchs noch ein Bolzplatz. Ob und wie sich dieser Wunsch realisieren lässt, ist selbst dem Ortsvorsteher noch unklar. Einen richtigen Sportplatz hatte Steckelsdorf noch nie. Die unmittelbare Nachbarschaft zu Rathenow mit Sportvereinen könnte dafür eine Ursache sein, meint der Ortsvorsteher. Für ein richtiges Konditionstraining gibt es zudem andere Möglichkeiten.

So nahmen im März 50 Einwohner an freiwilligen Wochenendarbeitseinsätzen teil Sie befreiten den vier Kilometer langen Wanderweg um den Steckelsdorfer See von Holz und Ästen, das bei Wind von den Bäumen gebrochen war. Die gute Teilnahme an den Arbeitseinsätzen ist für den Ortsvorsteher ein Beispiel für eine intakte Dorfgemeinschaft.

Großen Anteil daran haben der Heimatverein und der Förderverein der Feuerwehr. Die beiden Vereine sind es auch, die für geselliges Leben sorgen. Osterfeuer, Tanz in den Mai, Dorffest. Würfelabende und Vorträge sind Beispiele. Insgesamt zwölf Veranstaltungen stehen bisher im Veranstaltungskalender. Gefeiert wird am alten Speicher, der 2003 für über eine halbe Millionen Euro zum Dorfgemeinschaftshaus hergerichtet wurde.

Steckelsdorf aus der Vogelperspektive. Quelle: Dirk Fröhlich

Von Norbert Stein

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