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Havelland Weihnachten am Strand in Bolivien
Lokales Havelland Weihnachten am Strand in Bolivien
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00:18 01.01.2018
Ein Schneemann aus Salz: Die gebürtige Havelländerin Susanne Meier erlebte ein außergewöhnliches Fest. Quelle: Fotos: privat
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Havelland/Bolivien

Während die meisten Havelländer die Feiertage in Familie vor dem geschmückten Weihnachtsbaum mit Gänsebraten, festlicher Musik und viel Gemütlichkeiten verbrachten, stapfte Weltenbummlerin Susanne Meier in Bolivien durch die größte Salzwüste der Erde. Kakteen statt Tannenbäume und Salz statt Schnee. „Weihnachten ist in Südamerika nicht so ein großes Ding wie in Deutschland – allein aufgrund des Wetters. Hier beginnt gerade der Sommer, da kann kein Weihnachtsfeeling aufkommen“, so Meier.

Den größten Teil der Vorweihnachtszeit hat sie in Buenos verbracht. Die Adventssonntage werden dort nicht gefeiert, dafür ist hier der 5. Dezember ein Feiertag. Dann stellt traditionell jeder seinen Weihnachtsbaum auf. „Es gibt hier allerdings nur künstliche Bäume. Mir wurde erklärt, dass die Argentinier keine Bäume fällen wollen, nur um sie für ein paar Wochen in ihrem Wohnzimmer stehen zu haben. Ein lobenswerter Gedanke, dem man auch bei uns mehr Beachtung schenken sollte“, sagt Susanne Meier.

Die typische Weihnachtsdekoration fehlt aber auch in Südamerika nicht, „was irgendwie komisch wirkt, weil hier Sommer ist“, so Meier. Heiligabend und den ersten Weihnachtstag hat die gebürtige Havelländerin in Bolivien in Salar de Uyuni, der größten Salzwüste der Erde verbracht. „Es war eine ganz unglaubliche Erfahrung, weil die Natur dort einfach einzigartig ist: bunte Berge, semi-aktive Vulkane, Flamingos, überall Lamas, Geysire, heiße Quellen und einfach die Salzwüste an sich. Es war echt unglaublich“, schwärmt die 28-Jährige.

In einem kleinen Ort mitten in der Wüste, in dem es nur für zwei Stunden pro Tag Strom und somit Internet gibt, verbrachte sie Heiligabend. „Leider kam der Strom so spät, dass ich durch die Zeitverschiebung meine Familie nicht mehr sprechen konnte. Da war ich schon ein bisschen traurig.“

Susanne Meier verbrachte die Feiertage mit einer Weltenbummlerin aus München, einem Bolivianer als Tourguide und drei Reisenden aus Südkorea – ein internationales Weihnachtsfest sozusagen. Auch das Festtagsmenü unterschied sich von dem typisch deutschen Weihnachtsessen.

Traditionell wird in Bolivien Schwein serviert, in der Salzwüste gab es stattdessen Lama und die Kartoffeln wurden durch Quinoa ersetzt. Zum Nachtisch gab es noch einen Kuchen mit getrockneten Früchten, der hier zu Weihnachten ebenfalls nicht fehlen darf. „Dazu haben wir Koka-Blätter gegen die Höhen Krankheit gelutscht. Immerhin sind wir hier mehr als 4000 Meter über dem Meeresspiegel“, erklärt Susanne Meier.

Übrigens blieb der Havelländerin der aus dem deutschen Radio nicht wegzudenkende Weihnachts-hit „Last Christmas“ in diesem Jahr erspart. „Uns haben die Kinder was auf der Panflöte vorgespielt und zu ,Feliz Navidad’ haben wir mit einer Flasche Sekt angestoßen“.

Den zweiten Weihnachtstag erlebte Susanne Meier in Potosi, eine sehr weihnachtlich geschmückte Stadt. „Wenn es dunkel wird, ist hier alles beleuchtet und geschmückt. Es gibt sogar eine Art Weihnachtsmarkt, wo essen verkauft wird und sich die Kinder mit Papá Noel fotografieren lassen, aber keinen Glühwein.“

Um doch noch ein wenig in Weihnachtsstimmung zu schwelgen und wenigstens einen Weihnachtsfilm gesehen zu haben, schaute sich Susanne Meier am Mittwoch noch „Kevin – Allein zu Haus“ an.

Ihr Fazit: „So zauberhaft der Ausflug in die Salzwüste auch war, Weihnachten ohne Familie und Freunde ist kein richtiges Weihnachten. Ich freue mich schon auf das Fest 2018. Das werde ich voll und ganz genießen. “

Von Christin Schmidt

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