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Havelland Frisch geschlagen aus dem Wald
Lokales Havelland Frisch geschlagen aus dem Wald
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17:00 20.12.2015
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Rathenow

Alle Jahre wieder um den 20. Dezember herum setzt bei vielen Menschen das große Grübeln ein – viele versuchen zu ergründen, ob sie auch ja nichts vergessen haben bei den Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest. Von einer solchen Atmosphäre war das Treiben in den Städten und Dörfern am Wochenende geprägt. Für viele Havelländer ist das letzte Wochenende vor den Festtagen der Zeitpunkt, an dem die Entscheidung getroffen wird, welcher Weihnachtsbaum das eigene Heim schmücken wird. Weihnachtsbäume zu kaufen gibt es in Rathenow auf mehreren Märkten. Wer aber auf einen in der heimischen Region gewachsenen Baum wert legt, der hatte am Wochenende im Rathenower Stadtforst und in der Landeswaldoberförsterei Grünaue die Qual der Wahl.

Wer seinen Weihnachtsbaum selbst schlagen wollte, kam nach Grünaue auf eine 1,6 Hektar große Plantage. Vier- bis sechsjährige Tannen und Fichten stehen auf der Fläche unter einer Hochspannungsleitung. Nach Lust, Laune und Ausdauer konnte hier jeder suchen, abwägen und vergleichen – und dann die Säge ansetzen. Einzelgänger waren in der Plantage nur selten anzutreffen. Die Entscheidung, welcher Baum in die Wohnung kommt, ist in Rathenow offenbar eine Angelegenheit der ganzen Familie.

„Schau mal, der Baum ist genau richtig für uns“, sagte René Stettin aus Rathenow zu seinem Sohn Benjamin und zeigte auf eine etwa zwei Meter hohe Tanne. Der sechsjährige Junge nickte einvernehmlich mit dem Kopf. Damit war das entscheidende Signal gegeben, und der Vater sägte den Baum ab. Zurück am Eingang packten Forstarbeiter den Baum ein. Nun brauchte die Familie nur noch bezahlen. Je nach Größe und Art kosteten die meisten Bäume wie im Vorjahr zwischen 10 und 25 Euro.

„Die meisten Familien reizt das Erlebnis, den Weihnachtsbaum gemeinsam aussuchen und ernten zu können“, erklärte Revierförster Olaf Sens, während auf der Plantage rege Betriebsamkeit herrschte. „Und viele kommen, weil sie hier sicher sein können, einen ganz frischen Baum zu bekommen“, fügte Revierförster Mario Grimmer hinzu. Übrigens seien die Diebstähle von Bäumen im Vergleich zu früheren Zeiten erfreulicherweise zurückgegangen.

Etwa 500 Weihnachtsbäume haben die beiden Revierförster am Wochenende verkauft. Die meisten Besucher haben ihren Baum selbst geschlagen. Für diejenigen, die nicht selbst die Säge ansetzen wollten, hatten die Forstarbeiter schon zuvor einige Bäume geschlagen. Kiefern hatten sie aus einem anderen Bestand geholt, zum Weihnachtsbaumverkauf in Grünaue mit Glühweinstand und Bratwurst grillen.

Rege Betriebsamkeit herrschte am Freitag und Samstag auch beim Weihnachtsbaumverkauf im Rathenower Stadtforst. „Der Baum verliert Weihnachten garantiert noch keine Nadeln“, sagte Heiko Kaping und zeigte auf die von ihm ausgewählte Tanne. „Wir holen ja auch jeden Tag Nachschub aus dem Stadtwald“, erklärte Forstwirt Frank Fahlenberg die Frische der Weihnachtsbäume, die es im Stadtforst noch bis Mittwoch zu kaufen gibt. Aus dem Stadtwald werden täglich bis zu 60 Weihnachtsbäume verkauft.

Von Norbert Stein

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