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Mit Rudi Rentier im Riesenbruch

Rathenower Weihnachtswald Mit Rudi Rentier im Riesenbruch

Am Forsthaus Riesenbruch fand drei Tage lang der Rathenower Weihnachtswald statt, der traditionell vom Tourismusverein Westhavelland veranstaltet wird. Besondere Anziehungspunkte neben den Ständen mit verschiedensten Angeboten waren Rudi Rentier mit der roten Nase und Erwin, der Schneemann, der Weihnachtslieder sang.

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Erwin, der Schneemann, sang Winter- und Weihnachtslieder.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Der Tourismusverein Westhavelland lud zu drei Tagen Waldweihnacht am Forsthaus Riesenbruch ein. „Die Stadt hat in eine neue Stromversorgung investiert und neue Parkmöglichkeiten geschaffen“, sagte Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) zur Eröffnung am Freitagnachmittag mit dem Posaunenchor der evangelischen Gemeinde. An den Ständen entlang des Ferchesarer Wegs wurden handwerkliche und kulinarische Produkte aus der Region angeboten. Mit drei Bienenvölkern fing der Görner Michael Meyer vor zwei Jahren an. In diesem Jahr verkaufte er den Honig und weitere Produkte seiner heute 20 Völker, erstmals auch zur Waldweihnacht. „Die Etiketten für die verschiedenen Sorten haben mir bekannte Künstler, Erika Mühler und Stephan Moll aus Berlin sowie Franziska Schaf aus Mannheim gestaltet“, erzählte der Vorsitzende des Imkervereins Friesack.

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Zum 13. Mal lud der Tourismusverein Westhavelland zur Waldweihnacht in den Rathenower Stadtforst ein. Bunte Lichter, Tannengrün und weihnachtliche Musik stimmten rund um das Forsthaus Riesenbruch auf die besinnlichen Feiertage ein.

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Die Bürgelschule sammelte Spenden für ihr Projekt in Uganda

Spezialitäten vom Strauß gab es am Stand des Straußenhofs Großderschau. Weihnachtliches Gebäck bot Bäcker- und Konditormeister Ingo Möhring an. Dazu gab es an mehreren Ständen Glühwein. Wer einen wärmenden Tee wollte, ging an den Stand der Bürgel-Gesamtschule. Dazu vielleicht noch süße Crepes? „Mit dem Verkauf sammeln wir Spenden für das aktuelle Unesco-Projekt unserer Schule in Uganda“, sagte Juliana Otto. Am zweiten Stand der Bürgelschule verkaufte sie durch Bürgelschüler selbst gefertigte dreidimensionale Weihnachtssterne, Walddorf-Laternen – ein Origami eingefasstes Teelicht – und Weihnachtsgrußkarten ihres Kooperationspartners, des Afrika-Zentrums in Berlin. Am zweiten Stand bot Andreas Gottschalk Pappflöckchen an, das erste Produkt der im November durch Schüler des 12. Jahrgangs gegründeten Schülerfirma „Modern Papp-Art“. „Das Pappenmaterial bekommen wir von der Rathenower Firma Eikemeier“, erzählte der Vorstandsvorsitzender der Schüler-Firma. „Wir tüfteln gerade an weiteren Ideen, wie an einer Papp-Lampe. Über unsere Facebookseite oder telefonisch 0152/22 35 43 76 kann man Anteilsscheine unserer Schüler-Firma erwerben.“

Tannenpyramiden, wie sie um 1880 in Rathenow hergestellt wurden

An einem weiteren Stand konnten die Besucher Johannes Weisner beim Drechseln über die Schulter schauen. Der Rathenower stellt nicht nur Weihnachtsdeko auf seiner Drechselbank her. Sechs Jahre lang tüftelte Günther Weinhold an seiner Tannenpyramide. An eine Mittelsäule sind Tannenzweige gesteckt. Die Zweige tragen acht Halterungen für Teelichter. Der Tannenbaum steht auf einer Holzscheibe, die durch das auf der Spitze angebrachte Windspiel einer Pyramide in Drehung versetzt wird. Somit kombiniert diese handwerkliche Arbeit einen Weihnachtsbaum mit einer Pyramide. „So ähnliche Tannenpyramiden wurde um 1880 in Rathenow hergestellt und standen auch in den Stuben“, sagte der Rathenower.

Das Kulturprogramm an den drei Tagen reichte von Weihnachtsliedern mit Erwin, dem singenden Schneemann, über den deutschsprachigen Sänger und Texter Joe Carpenter bis zum Rockabilly-Christmas-Programm der „Schimmler“. Noch bis zum 23. Dezember verkauft der Stadtförster am Ferchesarer Weg Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr, frisch geschlagene Weihnachtsbäume. Am Samstag bis 14 Uhr.

Von Uwe Hoffmann

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