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Weinberg-Brücke für Preis nominiert

Rathenow Weinberg-Brücke für Preis nominiert

Die Weinberg-Brücke ist für einen bedeutenden Architekturpreis nominiert worden: Mit dem „Footbridge Award“ werden herausragende Brückenbauwerke weltweit ausgezeichnet. Rathenow muss sich gegen Brücken aus London, Kopenhagen, San Sebastian und Antwerpen behaupten.

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Hingucker, Wahrzeichen, Meisterwerk: Die Rathenower Weinberg-Brücke verbindet den Optikpark mit dem Weinberg-Gelände.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Rathenower Weinberg-Brücke ist für einen bedeutenden Architekturpreis nominiert worden. Der „Footbridge Award“ wird von dem renommierten britischen Architekturmagazin „Bridge Design & Engineering“ verliehen. Mit ihm werden herausragende Brückenbauwerke weltweit ausgezeichnet.

Die Weinberg-Brücke hat es in der Kategorie „Brücken mittlerer Spannweite“ auf die so genannte Shortlist geschafft. Auf dieser stehen jene Bauwerke, die vor der Preisverleihung in die engste Wahl gekommen sind. Die Rathenower Brücke befindet sich dabei in illustrer Gesellschaft. Außer ihr nominiert sind die Greenwich Reach Swing Bridge (London), die Inderhavnsbroen (Copenhagen), die Martutene Footbridge (San Sebastián) sowie die Park Bridge Spoor Noord (Antwerpen).

Ob der Preis, der alle drei Jahre verliehen wird, tatsächlich nach Rathenow kommt, wird Anfang September entschieden. Vom 6. bis zum 8. September findet in Berlin die 6. Internationale Footbridge Konferenz statt. Dann werden namhafte Brückenexperten – Ingenieure, Architekten, Bauherren – aus aller Welt an der Technischen Universität zusammenkommen, um sich auszutauschen. Im Rahmen der Konferenz findet die feierliche Preisverleihung statt.

Rathenows Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle, der entscheidenden Anteil daran hat, dass die Weinberg-Brücke errichtet wurde, freut sich über die Nominierung. Und er fühlt sich bestätigt. „Ich habe immer gesagt, dass die Weinberg-Brücke ein Wahrzeichen Rathenows wird, das weit über die Grenzen der Stadt hinaus strahlt“, sagte er am Mittwoch im MAZ- Gespräch. Die Tatsache, dass das Bauwerk in der ersten Architektur-Liga mitspiele, sei der beste Beweis für diese These. Und selbst, wenn im September einer der vier Konkurrenten das Rennen mache, sei das kein Beinbruch. Allein die Nominierung für einen so renommierten Wettbewerb sei eine ehrenvolle Sache.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Brücke, deren filigrane Konstruktion im renommierten Berliner Ingenieurbüro Schlaich, Bergermann und Partner ersonnen wurde, für eine hohe Auszeichnung ausgewählt wurde. Im Oktober des vergangenen Jahres war das Bauwerk für den Deutschen Ingenieurbaupreis nominiert. Zwar belegte sie am Ende nicht den ersten Platz. Aber immerhin erhielt die Brücke eine der fünf nachfolgenden, mit jeweils 4000 Euro dotierten, Auszeichnungen.

Maik Schlaich, Geschäftsführer des oben genannten Büros, sagte, es sei eine große Freude, wenn eine Arbeit auf diese Weise gewürdigt werde. Das Besondere an der Weinberg-Brücke, deren Grundidee von drei Architekturstudenten stammt, sei ihre Einzigartigkeit. „Diese Brücke kann nur an dieser Stelle stehen“, sagte er. Man habe sie geplant wie einen Maßanzug. Errichtet wurde die Brücke in den Jahren 2014 und 2015. Ziel des Brückenbaus war es, die beiden Bundesgartenschau-Areale Optikpark und Weinberg direkt miteinander zu verbinden.

Die Väter der Weinberg-Brücke

Die Väter der Weinberg-Brücke: Ingenieur Maik Schlaich (li.) und Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle.

Quelle: Kniebeler, Markus

Ohne Widerstände ging die Entscheidung für das rund 12 Millionen Euro teure Bauwerk damals nicht über die Bühne. Obwohl rund 80 Prozent der Kosten gefördert wurden, hielten Kritiker die Investition für unangemessen. Nach der glanzvollen Eröffnung der Brücke im Herbst 2014, als tausende Menschen das Bauwerk feierten, verstummten die kritischen Stimmen weitestgehend.

Konferenz und Preis in Berlin

Der „Footbridge Award“ ist einer der angesehensten Ingenieurpreise weltweit.

Verliehen wird er alle drei Jahre von dem britischen Fachmagazin „Bridge Design & Engineering“. Es handelt sich um einen Ehrenpreis. Geld wird nicht ausgezahlt.

Die Konferenz Footbridge, bei der es zur Preisverleihung kommt, findet Anfang September in Berlin statt. Infos unter www.footbridge2017.com.

Von Markus Kniebeler

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