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Havelland Weinberg-Zaun darf stehen bleiben
Lokales Havelland Weinberg-Zaun darf stehen bleiben
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18:07 27.06.2017
Dieser Zaun am Westhang des Weinbergs oberhalb des Havelwegs wird stehen bleiben. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Zaun, der das ehemalige Buga-Areal auf dem Rathenower Weinberg umschließt, kann stehen bleiben. Die rechtliche Grundlage für den dauerhaften Verbleib der Anlage, die vor der Buga errichtet worden war, um den eintrittspflichtigen Bereich der Gartenschau zu markieren, ist nun nach einer Reihe von Anträgen gegeben.

Konkret ging es bei der Sache nicht um den gesamten, rund zwei Kilometer langen Zaun, der das etwa 15 Hektar große Gelände umschließt. Ein Großteil dieses Zauns war dauerhaft errichtet worden. Strittig war dagegen ein relativ kleiner Abschnitt, der am westlichen Fuß des Weinbergs auf Höhe des Havelwegs verläuft. Die Genehmigung für diesen Zaunabschnitt war befristet auf die Zeit der Buga (inklusive Vor- und Nachlauf). Für eine permanente Nutzung mussten die baurechtlichen Bedingungen geschaffen werden. Dies ist nun geschehen.

Das Problem bei diesem rund 300 Meter langen Zaunstück war, dass es über ein Gelände verläuft, das im Flächennutzungsplan als Wald deklariert war. Laut Gesetzeslage ist es nicht erlaubt, öffentlichen Wald dauerhaft einzuzäunen. Um den Zaun stehen lassen zu dürfen, musste die Fläche vom Wald in einen Park umgewandelt werden. „Ein entsprechender Antrag wurde bei der Forstbehörde gestellt und ist vor kurzem genehmigt worden“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahmen seien in die Wege geleitet worden. Für rund 12 000 Euro sollen noch in diesem Jahr im Rathenower Stadtwald Aufforstungen in die Tat umgesetzt werden.

Ungeklärt ist allerdings noch, ob das Weinberg-Areal künftig abgeschlossen wird. Im vergangenen Jahr hatten sich die Rathenower Stadtverordneten dafür ausgesprochen, die Tore zum Weinberg morgens auf- und abends wieder abzuschließen. Auf dem Weinberg seien Werte geschaffen worden, die vor Diebstahl und Vandalismus geschützt werden müssen, so das Argument.

„Ein solches Prozedere muss organisiert und finanziert werden“, sagt Remus. Denn an sieben Tagen in der Woche müssten zwei Mal täglich – morgens und zur Dämmerung – Mitarbeiter losgeschickt werden, um die Tore auf- und wieder abzuschließen. Die Stadt werde dies mit eigenem Personal nicht leisten können, vor allem an den Wochenenden nicht, so der Bauamtsleiter. Also müsse man einen Dritten mit der Aufgabe betrauen.

Über die Frage, ob es zu diesem Schließrhythmus kommen wird und wie dieser zu finanzieren ist, soll in den kommenden Ausschüssen beraten werden. Die Tatsache, dass die Stadt wegen der angespannten Haushaltslage wenig Geld für außerordentliche Aufgaben zur Verfügung hat, wird in der Debatte berücksichtigt werden müssen.

Sollte die Entscheidung für das Auf- und Zuschließen der Weinbergtore fallen, sind bauliche Veränderungen an der Zaunanlage vorzunehmen. An mindestens zwei Eingängen müssen Drehkreuze installiert werden, die es versehentlich eingeschlossenen Besuchern erlauben, das Gelände zu verlassen – auch wenn die Tore bereits verschlossen sind.

Von Markus Kniebeler

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