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Havelland Weiter Wirbel um Boote im Ketziner Gewässer
Lokales Havelland Weiter Wirbel um Boote im Ketziner Gewässer
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02:16 24.12.2015
Die Kanäle am Brückenkopf werden auch Klein Venedig genannt.   Quelle: Tanja M. Marotzke
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Ketzin/Havel

 Wenn es nach der Bürgerinitiative „Ketzin Brückenkopf“ geht, wäre die Schiffbarkeit der Gewässer rings um den Brückenkopf leicht zu regeln. Sie fordert freie Fahrt für Motorboote auf allen Kanälen vom Ziegeleikanal, über das Schleiloch bis zur Kliemsiedlung, wobei es an machen Stellen die Einschränkung „Nur für Anlieger“ oder „Befahren auf eigene Gefahr“ geben soll.

Doch die Chance, diese Maximalvariante vom Brandenburger Verkehrsministerium genehmigt zu bekommen, schätzt Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP), auch nach Gesprächen mit Ministerin Kathrin Schneider (SPD), als gering ein. Er geht sogar noch weiter: „Es wird nicht funktionieren, weil dieses gesamte Areal unterschiedlich zu betrachten ist und deshalb auch unterschiedliche Kriterien angewendet werden müssen“. Bei einigen Flächen gibt es Bebauungspläne, einige liegen im Landschaftsschutzgebiet, andere im Naturschutzgebiet, wieder andere seien Mischflächen. Deshalb hatte die Verwaltung vor wenigen Tagen einen Kompromissvorschlag erarbeitet. Den jedoch lehnt die Bürgerinitiative in weiten Teilen ab.

Der Streit um das Befahren der Wasserstraßen am Brückenkopf war im Frühsommer zu Tage getreten, als die Stadt Ketzin/Havel an einigen Stellen plötzlich Verbotsschilder für Motorboote aufstellen ließ. Das sei auf Anweisung der Unteren Wasserbehörde des Landkreises erfolgt, so der Bürgermeister. Die war auf das Ketziner Problem aufmerksam geworden, nachdem die Stadtverwaltung ein Konzept zur Neugestaltung der Stege und Uferanlagen im Ziegeleikanal und im Schleichloch eingereicht hatte. Denn 1994 wurden die Ketziner Gewässer am Brückenkopf von der Landesregierung als nichtschiffbar eingestuft. Also besteht ein Fahrverbot, was aber mehr als 20 Jahre keine Beachtung fand.

Zwar ließ die Stadt Ketzin/Havel die Verbotsschilder für Motorboote erstmal wieder entfernen. Das aber gilt nur solange, bis eine neue rechtliche Lösung zur Schiffbarkeit der Gewässer gefunden ist.

„Wir haben uns bemüht, alle Kriterien zu beachten, damit wenigstens auf den Hauptkanälen die Motorboote fahren dürfen“, sagt Bernd Lück. „Aber wenn die Mindestwassertiefen nicht erreicht werden, wenn geschützte Seerosen, Schlingpflanzen und Biotope gefährdet sind, wie im Bereich Am Deich, dann wird es dort keine freie Fahrt für Motorboote geben“. Wenn der Kompromissvorschlag der Verwaltung genehmigt würde, so schätzt Lück ein, könnten etwa 80 Prozent der Anlieger der Gewässer ihr Motorboot nutzen.

Das sieht die Bürgerinitiative anders. „Unsere Zielstellung bleibt, für alle Anlieger die Schiffbarkeit abzusichern. Das wäre nicht erfüllt“, sagt der Sprecher Thomas Witkowski. Mit der von der Stadt vorgeschlagenen Regelung „wird gegen die Gleichbehandlung aller Anlieger verstoßen, es wird eine zum Teil willkürliche Selektion betrieben und der größte Teil der Anlieger wird schlechter gestellt als vorher.“ So müssten, laut BI, dann Anwohner beispielsweise des Barschweges, des Plötzenwegs oder des Karpfenweges bis zum Ziegeleikanal mit ihren Booten paddeln oder sich einem Verfahren unterziehen, um eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen.

Von Jens Wegener

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