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Havelland Krimineller Hermes-Bote bunkerte noch viel mehr Pakete
Lokales Havelland Krimineller Hermes-Bote bunkerte noch viel mehr Pakete
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14:59 30.01.2019
In einer Gartenlaube in Ferchesar wurden weitere Pakete sichergestellt. Quelle: Kay Harzmann
Ferchesar

Der Hermes-Bote, der rund 1000 Pakete unterschlagen haben soll, bunkerte offenbar noch viel mehr Lieferungen als bisher bekannt. Am Mittwochvormittag stellen Polizeibeamte bei der Durchsuchung einer Gartenlaube in Ferchesar im Westhavelland Dutzende weitere Pakete sicher.

Der kriminelle Paketbote, der über 1000 Pakete unterschlagen hat, war auch im Westhavelland aktiv. In einer Gartenlaube in Ferchesar stellten Polizisten am Mittwochvormittag Dutzende Pakete sicher.

Der Fall hatte am Freitag bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Da war bekannt geworden, dass ein 35-jähriger Mitarbeiter des Paketdienstes Hermes offenbar Pakete im großen Stil unterschlagen hatte.

Allein in einem Nebengelass einer Mietwohnung in Brandenburg an der Havel wurden hunderte Pakete gefunden. Insgesamt stellte die Polizei in der vergangenen Woche bei der Durchsuchung mehrere Objekte bislang rund 1000 Pakete sicher.

Bei der Festnahme des 35-Jährigen am vergangenen Freitag hatten Polizisten in dessen Fahrzeug außerdem Betäubungsmittel in nicht unerheblicher Menge vorgefunden.

Paketfahrer sitzt in Untersuchungshaft

Der Paketfahrer, der sich mittlerweile in Untersuchungshaft befindet, hatte die Tat eingeräumt und angedeutet, Pakete an anderen Orten versteckt zu haben.

Die Laube in der zwischen Ferchesar und Semlin gelegenen Ferienhaussiedlung wurde nach Auskunft der Staatsanwaltschaft aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung durchsucht.

Ob Pakete an weiteren Orten im Havelland gelagert wurden, dazu machte die Staatsanwaltschaft mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben.

Zeugin gab entscheidenden Hinweis

Aufgeflogen war der Hermes-Mitarbeiter, weil eine Zeugin aus Brandenburg an der Havel mehr als hundert Pakete in einem Nebengelass ihrer Mietwohnung entdeckt und daraufhin die Polizei informiert hatte.

Auffällig ist, dass ein Großteil der bislang sicher gestellten Pakete noch nicht geöffnet worden war. Über die Motive des Boten kann also derzeit nur gerätselt werden.

Die Durchsuchung der Laube in Ferchesar am Mittwochvormittag blieb nahezu unbemerkt. Die Ferienhaussiedlung liegt im Wald fernab der Ortskerne von Ferchesar und Semlin. Die Häuschen unweit der Dranseschlucht sind in der Nebensaison weitestgehend unbewohnt.

Von Markus Kniebeler

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