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Weiterer Schandfleck verschwindet

Nauener Altstadtsanierung Weiterer Schandfleck verschwindet

Ein weiterer baulicher Schandfleck ist in der Nauener Altstadt verschwunden. Das Haus Jüdenstraße 17/Ecke Mittelstraße hat jetzt eine sanierte Fassade mit Sims, die sich an frühere Zeiten anlehnt. Ins Erdgeschoss soll demnächst ein Imbiss einziehen. Der jetzige Eigentümer erwarb das Haus Anfang 2015 bei einer Zwangsvollstreckung.

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Jetzt bietet das Haus wieder einen wohltuenden Anblick.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Das Haus Jüdenstraße 17 in der Nauener Altstadt war zuletzt einfach nur hässlich. Grauer Kratzputz aus DDR-Zeiten, dazu schmuddelige Werbeanlagen sowie kaputte Fensterrahmen und Schäden an der Fassade machten das Gebäude seit Langem zu einem Schandfleck. Doch damit ist es jetzt unübersehbar vorbei. Ein Nauener hat das Gebäude an der Ecke Mittelstraße gekauft und saniert. Mit einem Grünton – farblich abgesetzt vom dazugehörigen Speicher – sorgt es für einen weiteren Farbtupfer in der historischen Mitte.

„Das Haus habe ich im Januar 2015 bei einer Zwangsvollstreckung erworben“, erzählt Sascha Pläne. Es ist nicht sein erstes in der Altstadt, der Bauunternehmer hat Erfahrungen mit der Sanierung alter Bausubstanz. „Wichtig war mir die Lage des Objektes, denn ins Erdgeschoss wird ein Imbiss einziehen“, sagt der 38-Jährige. Zum 1. Juli soll das Geschäft eröffnen, betrieben von seiner Frau. Die fünf Wohnungen im Haus sollen später saniert werden.

Doch sofort loslegen mit der Sanierung konnte Sascha Pläne nach dem Kauf nicht. „Erst einmal mussten wir 250 Kubikmeter Müll abfahren. Es war übel“, sagt er. Vorher befand sich in dem Laden ein An- und Verkauf für Elektroartikel.

Danach ging es dann aber los. Die Fassade wurde erneuert und erhielt das zu DDR-Zeiten abgeschlagene Traufgesims wieder zurück. Zudem musste der Dachstuhl repariert und das Dach neu gedeckt werden. Hinzu kamen neue Fenster. Immer wieder gibt es positive Reaktionen von den Nauenern. „Alle freuen sich“, sagt Sascha Pläne, der sich auch mit der Geschichte des Hauses befasst hat. „Früher waren dort mal zwei Läden drin.“ Und wie in früheren Zeiten ist die Eingangstür nun wieder in der Mitte zwischen den Schaufenstern angeordnet. Aus Unterlagen von 1832 geht hervor, dass das Haus einem Kaufmann Nieper gehörte.

Saniert wurde die Gebäudehülle auch mit Städtebaufördermitteln. Yvonne Prochnow vom Sanierungsträger Stadtkontor ist froh darüber, dass sich jemand des Hauses angenommen hat. „Es ist schon ein besonderes Gebäude, weil es sich an so exponierter Stelle in der Einkaufsstraße befindet“, sagt sie. Der Grünton der Fassade ist für dieses Haus zwar nicht historisch belegt, doch Gelbtöne etwa gebe es schon recht viele in der Umgebung.

Von Andreas Kaatz

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