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Havelland Weltumwelttag ohne erhobenen Zeigefinger
Lokales Havelland Weltumwelttag ohne erhobenen Zeigefinger
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00:18 14.06.2017
Fast so viele Stände wie bei der Angerweihnacht waren am Samstag am Anger in Falkensee aufgebaut. Quelle: Carsten Scheibe
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Falkensee

Dass rund um den Falkenseer Angerteich die Buden dicht an dicht stehen ist zur Angerweihnacht kein ungewohntes Bild. Aber mitten im Sommer? Ab sofort geht das: Am Samstag wurde zum ersten Mal der Weltumwelttag in der Gartenstadt veranstaltet. Die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Falkensee, die Ortsgruppe Falkensee vom BUND und das Creative Zentrum Haus am Anger hatten sich zusammengetan, um unter dem Motto „Umwelt findet Stadt“ ein vielseitiges Plädoyer für die Umwelt zu halten.

Die vielen Besucher, die bei bestem Wetter zu Fuß oder mit dem Rad zum Anger kamen, hatten verschiedene Möglichkeiten, sich dem Thema zu nähern. An den Ständen stellten sich die Umweltgruppen vor. Man konnte aber nicht nur Fachleute von Greenpeace oder vom BUND sprechen, sondern sich auch über die lokale Eichhörnchenhilfe informieren, etwas über die Bienen lernen, das Konzept des Waldkindergartens kennenlernen oder über energetische Gebäudesanierung sprechen. Gerade diese Vielseitigkeit lockte Neugierige an, die nicht per se alle dem Thema Umweltschutz gut gesonnen waren.

Yvonne Scherzer von der Lokalen Agenda 21 hatte vor Ort den Hut auf. „Der Umweltschutz muss wieder positiv belegt werden – und das geht nicht mit dem erhobenen Zeigefinger“, ließ sie wissen. Ganz in diesem Sinne wurde die Betroffenheitskeule stecken gelassen. Die Besucher wurden nicht zu Unterschriften gezwungen und auch nicht in Streitgespräche verwickelt. Tatsächlich schafften es aber die Veranstalter, dass sich überall angeregte Diskussionen entwickelten, die sich nicht immer, aber häufig um die Umwelt drehten. Die Vorträge, die es im 10-Minuten-Takt im Haus am Anger gab, trugen dazu bei. Experten erzählten über ihr Fachgebiet – und fanden immer ein aufmerksames Publikum.

So auch Bürgermeister Heiko Müller, der das Radwegekonzept der Stadt vorstellte und um Verständnis warb: „Die Beschaffenheit unserer Straßen ist so, dass wir an sehr vielen Stellen Kompromisse eingehen müssen, um das Radfahren zu ermöglichen. Diese Kompromisse werden überall anders aussehen, so dass es kein einheitliches Bild der Falkenseer Radwege geben wird.“ Ideal seien natürlich von den Straßen abgekoppelte Radwege wie etwa der Radweg der Sympathie. „Dort sind die Radfahrer sicher und abseits von Abgasen in der Gartenstadt unterwegs“, so Müller.

Dass bei den Radwegen dringend etwas passieren muss, insistierte Günter Chodzinski aus dem Ausschuss Stadtentwicklung der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung: „Unser Falkenseer Radwegenetz ist wie ein Einkaufsnetz: Sind die Lücken zu groß, fällt der ganze Einkauf wieder raus.“

Andere Vorträge beschäftigten sich mit der Energie in Bürgerhand, mit effektiven Mikroorganismen im Garten, mit nachhaltigem Tourismus in Brandenburg oder mit dem Gewässerschutz in Falkensee. Dabei liefen die Vortragenden überraschenderweise vorab über den Angerbereich und lockten ihre Zuhörer höchstpersönlich in den Saal.

Wer sich zwischendurch entspannen und abschalten wollte, konnte das bei Livemusik von der Band Zargenbruch, einer Lesung von Dorothea Flechsig, den kulinarischen Angeboten, bei einem Pflanzenverkauf für den guten Zweck. Die kleinen Besucher erfreuten sich beim Puppentheater, beim Malen, Modellieren, Basteln und Nähen. Ingo Wellmann vom Creativen Zentrum Haus am Anger: „Der Wunsch entsteht, diesen Weltumwelttag einmal im Jahr zu veranstalten.“

Von Carsten Scheibe

In Spaatz wurde am Samstag die 23. Brandenburger Landpartie für den Landkreis Havelland eröffnet. Gastgeber waren der Bauernhof Schmücker, die benachbarten Agrargenossenschaften Gülpe und Hohennauen, der Spargelhof Feiler mehrere örtliche Vereine, der Kreisbauernverband und weitere Akteure aus der Region.

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