Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Wenig Interesse an der „Ehe für alle“
Lokales Havelland Wenig Interesse an der „Ehe für alle“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 12.08.2017
Gleichgeschlechtliche Paare können demnächst offiziell heiraten. Quelle: Dpa
Anzeige
Rathenow

Zehn eingetragene Lebenspartnerschaften sind im Standesamt Rathenow registriert. Bisher hat noch keines der Paare vorgesprochen, um das Zusammenleben mit einem Trauschein zu besiegeln – so wie es mit dem Gesetz zur „Ehe für alle“ möglich ist. „Vorläufig gibt es keine Anfragen“, sagt Rathenows Stadtsprecher Jörg Zietemann. Allerdings gebe es bis dahin keine Verwaltungsvorschrift und das Gesetz müsse erst noch im Oktober in Kraft treten. Sollte jemand Interesse bekunden, werde man auf die Zeitabläufe hinweisen.

Ähnlich sind die Erfahrungen in den anderen Standesämtern. „Wir müssen sowieso bis Oktober warten“, sagt Franziska Sieg vom Standesamt des Amtes Nennhausen. Im Amt Rhinow ist bekannt, dass es eingetragene Lebenspartnerschaften gibt – nachgefragt hat aber auch hier noch niemand. Wenn es allerdings soweit ist, dann können auch diese Paare die besonderen Standesämter nutzen – also das Flugzeug „Lady Agnes oder das Schloss Nennhausen. In Premnitz weiß man von einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Bis die ersten gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen werden, könnte auch noch mehr Zeit vergehen. „Ich denke, dass wir in diesem Jahr noch keine Termine anbieten werden können“, sagt Angela Wikowski vom Standesamt in Falkensee. Zu viel müsse noch genau geplant und vorbereitet werden. „Um das Gesetz in der Praxis anwenden zu können, muss auch die Software mit der wir arbeiten, erst aktualisiert und neue Formulare eingefügt werden“, erklärt sie. Erste Anfragen zu dem neuen Gesetz hätte es aber schon gegeben. „Es haben sich schon einige Paare nach einer Umwandlung ihrer eingetragenen Lebenspartnerschaft in eine Ehe erkundigt“, versichert sie.

Ähnlich ergeht es den Standesbeamten in Nauen. „Bis jetzt gab es bei uns noch keine Nachfragen zu einer Umwandlung einer bestehenden Lebenspartnerschaft in eine Ehe. Es wurde auch noch nicht der Wunsch geäußert, eine gleichgeschlechtliche Ehe zu schließen“, erklärt Heike Schulz. Dabei haben sich auch hier in der Vergangenheit schon einige gleichgeschlechtliche Paare die Treue versprochen. „Seit 2001 haben wir in Nauen 26 Lebenspartnerschaften beurkundet“, ergänzt die Standesbeamtin. In Falkensee waren es im gleichen Zeitraum 69 Beurkundungen.

Bis sich gleichgeschlechtliche Paare in Nauen und den anderen Standesämtern aber wirklich das Ja-Wort geben können, muss einiges an Arbeit investiert werden. „Das Gesetz ist zwar beschlossen, aber wir haben noch keine konkreten Ausführungsvorschriften“, so Schulz. Aufgrund der wenigen Informationen, die ihr derzeit vorliegen würden, könne sie noch nicht abschätzen, wie aufwendig die Umsetzung für die Standesämter wird.

Ähnlich verhält es sich in der Gemeinde Brieselang. Seit Einführung wurden hier sieben Lebenspartnerschaften beurkundet. Ob es bereits Nachfragen für gleichgeschlechtliche Trauungen gab, konnte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) nicht sagen. „Wir führen keine Statistik über Beratungsgespräche“, sagt er.

Auch wenn das neue Gesetz zur Ehe für alle nun beschlossen ist und zum Oktober in Kraft treten soll, rechnen die Vertreter der havelländischen Städte und Gemeinden nicht damit, dass Heiratswillige nun plötzlich Schlange stehen: „Die Menschen haben ja einen eigenen Rhythmus und eine Lebensplanung, ich denke nicht, dass sie das jetzt plötzlich ändern, das hätten wir schon gespürt“, sagt Heike Schulz.

Von Joachim Wilisch

Die Pläne des Eigentümers, am Ernst-Thälmann-Platz in Elstal weitere fünf Wohnhäuser zu bauen, stoßen auf Widerstand. Sowohl bei den jetzigen Anwohnern als auch bei einigen Gemeindevertretern. Die Entscheidung fällt am 22. August.

12.08.2017

Nach der fast einjährigen Umgestaltung ist das Stadtbad Nauen am Mittwoch feierlich eröffnet worden. Nunmehr gibt es einen neuen Eingangsbereich, der aus zwei flachen Gebäuden besteht. In einem befinden sich die Umkleiden und Sanitäranlagen, in dem anderen die ganzjährig nutzbare Sauna sowie eine Cafeteria. Auch die Freifläche hat ein neues Antlitz.

06.04.2018

Die Stadtverwaltung Premnitz bereitet alles vor, damit der gesamte Sitzungsdienst papierfrei stattfinden kann. Interessierte können ab sofort über die neu gestaltete Internetseite der Stadt alle öffentlichen Unterlagen einsehen. Die Stadtverordneten erhalten passwortgeschützte Zugänge. Im nächsten halben Jahr sollen sich alle entscheiden, ob sie papierlos arbeiten.

21.02.2018
Anzeige