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Wenig Interesse an großer Photovoltaik-Anlage

Premnitz Wenig Interesse an großer Photovoltaik-Anlage

Ein Ingenieurbüro aus Sachsen will in der Gemarkung Döberitz bei Premnitz (Havelland) eine 20 Hektar große Fläche mit Photovoltaik-Anlagen ausstatten. Eine Anfrage des Unternehmens an die Stadt hat diese nun dazu gebracht, sich mit dem Thema zu befassen. Zustimmung für das Projekt gibt es bisher nicht.

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Links und rechts von diesen Gleisen würde der Interessent gern Photovoltaik-Anlagen aufstellen. Hinten der Industriepark Premnitz.
 

Quelle: Bernd Geske

Premnitz.  Ein Ingenieurbüro aus Sachsen will in der Gemarkung Döberitz eine 20 Hektar große Fläche mit Photovoltaik-Anlagen ausstatten. Eine Anfrage des Unternehmens an die Stadt Premnitz hat diese nun dazu gebracht, sich mit dem Thema zu befassen.

Wie es scheint, ist eine großflächige Bebauung mit Solar-Panels nicht ohne Weiteres möglich. Die Stadt müsste vorher für den geplanten Bereich einen Bebauungsplan aufstellen und den übergeordneten Flächennutzungsplan ändern.

Um abzufragen, wie die politischen Gremien den Fall sehen, hat die Verwaltung eine Informationsvorlage in den Wirtschaftsausschuss der Stadt und in den Döberitzer Ortsbeirat eingebracht. Der Interessent hat einen Plan vorgelegt, auf dem die gewünschten Flächen eingezeichnet sind. Die Photovoltaik-Anlagen sollen demnach auf beiden Seiten der Städtebahn östlich des Industrieparks aufgestellt werden. Die Streifen würden auf jeder Seite der Gleise 100 Meter breit und rund einen Kilometer lang sein. Somit würden sich die Zellen beiderseits der Wolprylastraße dort befinden, wo sie mit einer Brücke über die Städtebahn führt.

Das Aufstellen eines Bebauungsplanes würde mindestens 10 000 Euro kosten, teilte die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza im Ausschuss mit, das Ändern des Flächennutzungsplanes noch einmal 10 000 Euro. Diese Kosten allerdings würde der Investor tragen, für die Stadt würden keine Kosten entstehen. Gegenwärtig ist der Bereich als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen. Die Vorlage ist indes nur als Information für die Abgeordneten zu betrachten. Die Verwaltung würde es begrüßen, wenn in einer Probeabstimmung getestet werden könnte, wie die Abgeordneten zum Vorhaben stehen. „Gibt es keine Zustimmung, ist der Fall erledigt“, resümierte Kapitza. Im Wirtschaftsausschuss stimmte ein Mitglied für das Projekt, fünf enthielten sich der Stimme.

Wie der Döberitzer Ortsvorsteher Jürgen Mulsow (DMP) sagte, hat der hiesige Ortsbeirat mit drei zu null gegen das Projekt gestimmt. Die Photovoltaik-Anlage würde zu nahe an der Wohnbebauung liegen. Außerdem würde sie dem landwirtschaftlichen Charakter des Dorfes widersprechen. Alle Felder dort seien bestellt. Von dem Vorhaben hat Mulsow erstmals durch die Informationsvorlage erfahren, so der Ortsvorsteher. Niemand im Ortsbeirat habe davon gehört, dass ein Interessent an Flächeneigentümer herangetreten sei.

Vom Ingenieurbüro aus Sachsen, das das Vorhaben betreibt, war bislang keine Auskunft zu erhalten.

Von Bernd Geske

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