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Weniger Jobs im Winter

Arbeitsmarkt im Havelland Weniger Jobs im Winter

Die Arbeitslosenquote steigt im Havelland im Januar auf 8,3 Prozent. Verantwortlich ist dafür wie in jedem Jahr die Tatsache, dass im Winter etwa auf Baustellen oder in der Landwirtschaft tendenziell eher Menschen entlassen werden. Zehn Arbeitslose konnten indes zu Havelbus-Fahrern ausgebildet werden.

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Das Unternehmen Havelbus suchte zehn neue Fahrer, die Arbeitsagentur vermittelte die Männer.

Quelle: Foto: Archiv

Nauen. Der Winter kostet wieder Arbeitsplätze: Die Zahl der Arbeitslosen im Havelland ist im neuen Jahr leicht gestiegen. Im Januar waren rund 7060 Menschen ohne Job, das sind rund 770 mehr als noch im Dezember. Die Arbeitslosenquote kletterte dementsprechend von 7,4 auf 8,3 Prozent. Simone Hirschmann, die Bereichsleiterin Havelland in der Agentur für Arbeit Neuruppin, sieht die Zahlen aber eher positiv. „Wir haben die niedrigsten Arbeitslosenzahlen im Januar seit der Wende.“ Zudem verweist Hirschmann darauf, dass es 380 Arbeitslose (0,5 Prozent) weniger als noch im Januar 2015 gebe. Der positive Trend für das Havelland hält also an, trotz der saisonbedingten Eintrübung. Entlassen wurde vor allem in Branchen wie dem Baubereich, Verkehr und Logistik sowie Landwirtschaft. Das sind Branchen, die stark von Witterung oder dem Weihnachtsgeschäft abhängen. Gesucht wird im Havelland nun unter anderem Pflegekräfte, Sozialpädagogen und Erzieher sowie Personal für Flüchtlingsheime.

Rathenow hat mit 13,1 Prozent Arbeitslosen noch immer die Rote Laterne im Agenturbezirk, hier waren im Januar rund 3170 Menschen ohne Job, das sind 390 mehr als noch im Dezember. „Der Arbeitsmarkt im Havelland bleibt nach wie vor geteilt“, sagt Hirschmann dazu.

Vermitteln konnte die Agentur zehn Arbeitssuchende, die eine Ausbildung zum Busfahrer gemacht haben und allesamt bei Havelbus eingestellt wurden. „Das Unternehmen hat mit uns zusammengearbeitet und die Vorauswahl bei den Personen getroffen“, erklärt Simone Hirschmann die kleine Erfolgsstory. Für den Februar erwartet sie nochmals saisonbedingt eine leichte Zunahme der Arbeitslosenzahlen, ab März könnten sie dann zurückgehen. „Insgesamt erwarten wir in diesem Jahr einen robusten Arbeitsmarkt, es gibt nach wie vor eine gute Personalnachfrage“, so Hirschmann.

Auch in Oberhavel kostet der Winter Jobs. Hier hatten im Januar rund 8650 Menschen keine Arbeit, das sind gut 680 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,2 auf 7,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es allerdings rund 1080 Arbeitslose weniger, das ist ein Prozent. „Dieser deutliche Rückgang im Vergleich zu den Vorjahresmonaten hat sich zuletzt immer wieder gezeigt“, so Christoph Fischedick, Leiter der Oranienburger Arbeitsagentur. Den Anstieg der Arbeitslosenzahlen sieht er nicht als dramatisch, weil sich dieser Trend in jedem Jahr wieder zeige. Auch in Oberhavel wurde vor allem in saisonabhängigen Branchen wie Bau, Handel oder Gastgewerbe entlassen. In Gransee waren im Januar rund 2400 Menschen arbeitslos, die Quote stieg von 11,1 aus 12,3 Prozent. Hier kommt laut Fischedick der Saisoneffekt besonders stark zum Tragen. Für den Februar erwartet er nochmals einen leichten Anstieg.

Von Marco Paetzel

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