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Weniger Verkehrstote im Havelland

Unfallbilanz 2015 Weniger Verkehrstote im Havelland

Auf havelländischen Straßen sind im vergangenen Jahr acht Menschen ums Leben gekommen, fünf weniger als noch im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Verletzten ist laut aktueller Verkehrsunfallbilanz der Polizeiinspektion rückläufig, von 675 im Jahr 2014 auf 643. Doch es gibt auch schlechte Nachrichten von der Straße.

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1155 Mal registrierte die havelländische Polizei eine Geschwindigkeitsüberschreitung – eine Steigerung um fast 20 Prozent gegenüber 2014.

Quelle: dpa

Havelland. Auf havelländischen Straßen sind im vergangenen Jahr acht Menschen ums Leben gekommen, fünf weniger als noch im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Verletzten ist rückläufig, von 675 im Jahr 2014 auf 643, darunter 69 Kinder. Das ist die gute Nachricht. Aus der aktuellen Verkehrsunfallbilanz der Polizeiinspektion Havelland geht allerdings auch hervor, dass es insgesamt häufiger gekracht hat. Die Zahl der Unfälle stieg um 255 auf 4584. „Diese Entwicklung und der gleichzeitige Rückgang bei den Verletztenzahlen lässt zwei Schlüsse zu: Zum einen, dass viele Autos sicherer geworden sind, aber zum anderen auch, dass wir mit unseren Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen nicht nachlassen dürfen“, sagt Gerald Selinger, der Leiter der Verkehrspolizei in der Polizeidirektion West.

Die Zahl der Unfälle hätte sogar noch höher sein können, denn weiterhin sind viele Autofahrer zu schnell unterwegs. 1155 Mal registrierte die Polizei eine Geschwindigkeitsüberschreitung – eine Steigerung um fast 20 Prozent gegenüber 2014. Drei der acht Verkehrstoten sind auf ein zu hohes Tempo zurückzuführen. Trotzdem glaubt Selinger, dass die Kontrollen der Polizei die Autofahrer hinsichtlich Geschwindigkeitsüberschreitungen sensibilisiert hätten. „Um diesen positiven Trend weiterhin fortzusetzen, werden wir auch künftig auf Autobahnen, Landstraßen und innerhalb von Ortschaften blitzen“, sagt er.

Deutlich häufiger wurde 2015 Alkohol- und Drogenmissbrauch am Steuer festgestellt. 200 Mal stoppte die Polizei im vergangenen Jahr alkoholisierte Verkehrsteilnehmer, das waren 75 Fälle mehr als 2014. Drogenkonsum wurde 118 Mal festgestellt – die Zahl aus dem Vorjahr hat sich damit fast verdoppelt. 2015 gab es außerdem zehn Prozent mehr Wildunfälle. Motorräder und -roller traten im vergangenen Jahr deutlich häufiger als Unfallverursacher auf als 2014; dagegen ist die Zahl der durch Lastwagen verursachten Unfälle stark rückläufig. Trotzdem plant die Polizei angesichts des steigenden Lkw-Verkehrs auch für das laufende Jahr häufige Kontrollen des Güter- und Schwerlastverkehrs.

Junge Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahre gelten als besonders häufige Unfallverursacher. Die aktuelle Verkehrsunfallbilanz zeichnet jedoch ein anderes Bild. Demnach ist sowohl die Zahl der Verkehrsunfälle, die durch Fahrer dieser Altersgruppe ausgelöst wurden, als auch die Zahl der Verletzten deutlich zurückgegangen. Unfalltote gab es 2015 in dieser Kategorie gar keine. Anders sieht es bei den über 65-Jährigen aus: Sie sorgten für drei Mal so viele Unfälle, insgesamt 915, bei denen 149 Personen verletzt und drei Menschen getötet wurden. Die meisten dieser Unfälle verursachten die Fahrer der älteren Generation selbst. Hierbei spiele natürlich auch der wachsende demografische Anteil dieser Altersgruppe eine Rolle, heißt es bei der Polizei.

Von Philip Häfner

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