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Havelland Weniger düngen und keine neuen Klärgruben
Lokales Havelland Weniger düngen und keine neuen Klärgruben
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00:22 06.01.2016
Mit solchen oder ähnlichen Schildern wird auf die Schutzzonen hingewiesen. Quelle: Peter Geisler
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Brieselang

Landwirt Mathias Polzfuss treibt es Sorgenfalten ins Gesicht, wenn er das Wort Trinkwasserzone hört. Nicht dass der Brieselanger etwas gegen Wasser hätte, im Gegenteil. Für seinen landwirtschaftlichen Betrieb und seine Pferdepension ist das lebenswichtig. Nur fürchtet er diverse Einschränkungen, wenn die neue Trinkwasserschutzzone rings um das Wasserwerk in der Vorholzstraße gilt. „Wir werden nicht mehr auf allen Flächen düngen können. Fraglich ist dann auch, ob unsere großen Reitturniere noch stattfinden können“, sagt Polzfuss.

Noch ist es nicht soweit, derzeit läuft das Verfahren zur Ausweisung der Trinkwasserschutzzone bei der Unteren Wasserbehörde des Landkreises. Das wurde notwendig, weil der Bestandsschutz für die noch aus DDR-Zeiten stammenden alten Schutzzonen zum Jahresende 2015 ausgelaufen ist und die bisherigen Bestimmungen für den Schutz des Grundwassers nicht mehr ausreichen, so die Untere Wasserbehörde. Was bereits seit 2012 für das Wasserwerk des WAH in Nauen, zwischen dem Abzweig der Ortsumfahrung B 5 und dem Ortsteil Markee, gilt, wird nun auch in Brieselang angestrebt. Deshalb beauftragte die Untere Wasserbehörde im Vorfeld den Wasser- und Abwasserverband Havelland (WAH), ein hydrogeologische Gutachten zum Wasserwerk in Brieselang zu erstellen, was inzwischen vorliegt. „Schade nur“, so Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU), „dass wir erst sehr spät von diesem Gutachten erfahren haben.“ Gegenwärtig bereite sich die Gemeinde auf die folgende Anhörung in dem Verfahren vor.

Grundsätzlich sehe er den Schutz des Trinkwassers als ein wichtiges Erfordernis an. Mit den geplanten Schutzzonen eins und zwei rund um das Wasserwerk in der Vorholzstraße und den damit verbundenen Auflagen erwarte er keine Schwierigkeiten. Anders sei das aber bei der die Zone drei. „Die umfasst etwa die Hälfte des Gebietes der Kerngemeinde Brieselang.“ Begrenzt soll sie werden im Norden vom Brieselanger Forst, im Osten von der Landesstraße 202, im Westen von der Langen Straße und im Süden vom Landwirtschaftsbetrieb Polzfuss. Betroffen ist auch das Industriegebiet im Fortsweg 1 mit zehn Betrieben. „Die genießen zwar Bestandsschutz, aber wenn sie umbauen oder erweitern wollen, werden auch Auflagen zu beachten sein“, glaubt der Bürgermeister. Das betrifft vor allem den Transport von wassergefährdenden Stoffen. Ebenso dürfen in der Zone drei später keine neuen Abwassersammelgruben mehr angelegt werden. „Fraglich ist außerdem, ob Gebiete innerhalb dieser Zone, die noch Freiflächen sind, später mit Bebauungsplänen überzogen werden dürfen“, so der Bürgermeister.

Welche konkreten Ausnahmen die Gemeinde, Betriebe oder Landwirte geltend machen können, dazu könne die Untere Wasserbehörde keine Pauschalantwort geben, so Kreissprecher Oliver Kratzsch. Nur soviel: Wenn ein Schutzgebiet festgesetzt sei, könne die Wasserbehörde von den Verboten und Beschränkungen eine Befreiung erteilen, wenn der Schutzzweck nicht gefährdet werde. „Das kann zum Beispiel erfolgen, wenn der Betrieb oder Landwirt besondere technische oder organisatorische Maßnahmen ergreift, die den Schutz des Trinkwassers sicherstellen.“ Es handele sich aber immer um Einzelfallprüfungen.

Von Jens Wegener

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