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Im Fundbüro wurde einst gar ein Sportwagen abgegeben

Falkensee Im Fundbüro wurde einst gar ein Sportwagen abgegeben

Dinge, die verloren gehen, vergessen oder absichtlich weggeworfen werden und erst nach Jahren in einem Gebüsch wieder auftauchen, landen irgendwann im Falkenseer Fundbüro. Ein halbes Jahr lang müssen alle Gegenstände aufbewahrt werden. Darunter ist so manche Kuriosität.

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Über 80 herrenlose Fahrräder lagern im Falkenseer Fundbüro.

Quelle: Hafer

Falkensee. Dinge, die verloren gehen, vergessen oder absichtlich weggeworfen werden und erst nach Jahren in einem Gebüsch wieder auftauchen, landen irgendwann im Falkenseer Fundbüro. Auf Platz eins der verloren gegangenen Dinge steht dabei schon seit Jahren das Fahrrad.

„In einem halben Jahr kommen 50 bis 60 neue Räder dazu“, sagt Ordnungsamtsleiter Michael Sahr. Viele davon sammeln die Mitarbeiter an einem der drei Bahnhöfe ein. Dort gehen besonders viele Dinge verloren.

Allein rund 80 Fahrräder muss das Fundbüro derzeit zwischenlagern. „Wir müssen alle Fundsachen sechs Monate lang aufbewahren, so lange hat der Besitzer Zeit zu uns zu kommen“, so Sahr. Ist die Frist abgelaufen, hat der Finder gesetzlich das Recht, sich das Fahrrad abzuholen.

So ist es bei allen Fundgegenständen, mit einer Ausnahme: Moderne Smartphones werden nach sechs Monaten in jedem Fall zerstört. „Darauf befinden sich heute so viele sensible Daten, dass wir entschieden haben, keine Handys an Finder herauszugeben“, sagt Sahr.

Das Fundbüro muss sich aber nicht nur mit vergessen Fahrrädern, Schlüsseln oder Geldbörsen beschäftigen. Manchmal landen auch skurrile Dinge auf dem Tisch der Ordnungsamtsmitarbeiter. „Erst in der vergangenen Woche habe wir in der Stadt einen Rollstuhl gefunden. So etwas vergisst man ja eigentlich nicht mal eben so“, sagt Sahr.

Doch die Mitarbiter des Fundbüros entdeckten eine Seriennummer auf dem Rollstuhl und konnten diesen einer Pflegeeinrichtung in Falkensee zuweisen. „Der Rollstuhl gehörte dort einer 94 Jahre alten Dame. Keiner wusste, wie er von dort wegkam.“

Es gibt aber auch Fundsachen, die deutlich größer und teurer als ein gewöhnlicher Rollstuhl sind. Deren Aufklärung gestaltet sich dann in er Regel aber auch etwa komplizierter. „Wir mussten uns einmal um einen Sportwagen kümmern, der gestohlen wurde, aber nicht als gestohlen gemeldet war. Wir haben das Auto ein Jahr lang in einer Garage untergestellt, weil es erst einmal nicht abgeholt wurde“, erinnert sich Ordnungsamtschef Sahr. Erst kurz vor Ablaufen der letzten Frist meldete sich der eigentliche Besitzer, ein Autohändler. Doch warum er das Auto so lange nicht abgeholt hat, blieb ungeklärt.

Übrigens: Wer etwas auf der Straße findet, ist verpflichtet es auch abzugeben. Nimmt man eine Fundsache einfach mit, ohne dies zu melden, gilt das als Unterschlagung einer Fundsache und ist strafbar.

Wer etwas gefunden oder verloren hat, erreicht die Mitarbeiter des Fundbüros unter der Telefonnummer 03322/28 114.

Von Danilo Hafer

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