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Havelland Auf Mutti ist Verlass wenn der Livestream versagt
Lokales Havelland Auf Mutti ist Verlass wenn der Livestream versagt
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07:24 27.06.2018
Christin Schmidt Quelle: privat
Rathenow

So, nun ist es tatsächlich passiert. Ich habe mir das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden angeschaut, obwohl ich mich überhaupt nicht für Fußball interessiere. Eigentlich wollte ich auch nur kurz in die Vorberichterstattung hineinschnuppern – beim Abendessen ein bisschen WM-Feeling, das kann doch nicht schaden.

Also Laptop aufgeklappt und Livestream an. Es dauerte keine fünf Minuten bis mich das WM-Fieber packte. Ach, warum nicht das Spiel nebenbei verfolgen. Parallel dazu kann ich doch schon an meinem Bericht für die Montagsausgabe schreiben.

Aus entspannter Sofahaltung in verkrampfte Sitzposition

Also Tüte Chips auf, entspannte Sofahaltung einnehmen und los geht’s. Ebenso selbstbewusst wie die deutsche Elf ging ich mein Vorhaben an. Die ersten Zeilen waren fix getippt, doch dann stockte der Schreibfluss. Auf dem Platz lief es nicht optimal und die aufgeregte Stimme des Kommentators lenkte mich zusehends ab.

„Naja, schauste das Spiel so lange, bis es wieder besser läuft für unsere Jungs“, dachte ich mir. Aus meiner entspannten Sofahaltung war längst eine verkrampfte Sitzposition geworden, die sich im Minutentakt änderte. Die Chips ließ ich vor Aufregung links liegen. Nach dem 1:0 für die Schweden war mir der Appetit ohnehin vergangen. „Pfff, Fußball interessiert mich nicht“, dachte ich laut und versuchte mich wieder auf meinen Artikel zu konzentrieren.

Livestream mit fünf Minuten Verspätung

Vergebens. Plötzlich klingelte das Telefon, meine Mutter war dran: „Guckst du Fußball? Die Deutschen haben gerade ein Tor geschossen.“ Na toll, der Livestream war so langsam, dass ich ganze fünf Minuten warten musste, um selbst den Ausgleich zu sehen. Meinen Artikel hatte ich inzwischen abgehakt, zu viel Aufregung um einen klaren Gedanken zu fassen.

Das Spiel lief bereits in der Nachspielzeit als Mutti erneut anrief. „Hast du gesehen? Die Deutschen haben das 2:1 geschossen.“ „Nein, ich habe ich nicht“, brummte ich ärgerlich. In dieser Sekunde war aus dem Livestream ein Standbild geworden. Die WM ist echt nichts für schwache Nerven.

Von Christin Schmidt

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