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Havelland Wenn der schlafende Riese erwacht
Lokales Havelland Wenn der schlafende Riese erwacht
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00:25 31.12.2015
Das Speisehaus der Nationen soll zu einem Wohnobjekt umgebaut werden. Quelle: MAZ
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Wustermark

Es war das Jahr der guten Nachrichten für Wustermark. Und eine der besten kam zum Schluss: Die Otto-Lilienthal-Grundschule wird ab kommenden Schuljahr zu einer verlässlichen Halbtagsschule mit Ganztagsangeboten. Nicht nur die etwa 300 Mädchen und Jungen aus Wustermark, den Ortsteilen und aus der Region werden sich darüber freuen. Auch Eltern und Lehrer. Aus Sicht der Gemeinde ist damit die Schule zukunftssicher und überlebensfähig. Mal abgesehen davon, werden die politisch Handelnden und die Verwaltung darin bestärkt, dass die viele Arbeit sich gelohnt hat und die geplanten Millionen Euro für ein neues Klassenhaus, einen Hort und eventuell eine Turnhalle richtig angelegt werden.

Erleichterung war in Priort bereits im März zu spüren. Erleichterung darüber, dass die vom Bund geplante Tank- und Rastanlage an der Autobahn 10 nun doch weiter weg von der Ortslage entstehen und damit die Lärmbelästigung weitaus geringer sein wird, als befürchtet. Bei der Bürgerinitiative „A 10 Westring“ war Aufatmen zu spüren: „Bürger und Politiker haben hier eng zusammengearbeitet und dadurch viel erreicht“, sagte die BI-Vorsitzende Marion Kittel der MAZ. Noch ist nicht genau klar, wann Baubeginn sein wird.

Den 16. Spielplatz in der Gemeinde Wustermark weihte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) Ende April ein. In der Kiefernsiedlung Nord-West in Elstal können seither Kinder aus der Umgebung toben, klettern, schaukeln und rutschen. Rund 150 000 Euro investierte die DKB Wohnen in den größten Spielplatz der Gemeinde.

Zuwachs gab es in diesem Jahr auf dem riesigen Abenteuerspielplatz an der B 5. Karls Erlebnis-Dorf ist gewachsen. Erst kam die Sandwelt, dann die Eiswelt. Dazu ein neues Spielcenter am Eingang und ein Burger-Restaurant. Die Besucherzahlen gehen seit der Eröffnung im Mai 2014 auf die Millionen zu. Elstal, so die Karls-Marketingabteilung, entwickle sich zu größten der fünf Standorte in Deutschland. Noch ist kein Ende der Investitionen in Sicht. Als Nächstes steht eine Schau-Brauerei auf dem Plan.

Wie in allen Kommunen des Osthavellandes entbrannte auch Wustermark eine Diskussion darüber, wo Flüchtlinge am besten untergebracht werden können. Nach der vergeblichen Suche nach geeigneten Alternativen fiel die Entscheidung zugunsten der Neuen Bahnhofstraße, so wie es der Landkreis Havelland favorisiert hatte. Dort soll nun im kommenden Jahr ein Asylbewerberheim entstehen. Die ersten 100 Flüchtlinge aber sind im Dezember in der Notunterkunft im Demex-Park in Elstal schon angekommen und wurden nicht nur von Mitgliedern der Willkommensinitiative begrüßt.

Eine rasante und sichtbare Entwicklung nahm in diesem Jahr die Eisenbahnersiedlung in Elstal. Was die Deutsche Wohnen AG aus den denkmalgeschützten Häusern rings um den Karl-Liebknecht-Platz gemacht hat und noch macht, kann sich sehen lassen. Nicht umsonst sind alle sanierten Wohnungen vermietet, hat der Eigentümer dafür einen Preis für denkmalgerechte Sanierung bekommen. Schade nur, dass die alte Apotheke wegen des schlechten Bauzustandes weichen musste.

Das boomende Güterverkehrszentrum Wustermark spült 2015 etwa fünf Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen in die Wustermarker Gemeindekasse. Rekord. Mehrere Firmen haben ihre Areale erweitert, andere haben sich neu angesiedelt. Besonders der Umschlag am Hafen hat zugekommen. Deshalb ist die Zustimmung der Gemeindevertreter für ein Verdichten des GVZs nach innen, sinnvoll. Genauso wie die Vorentscheidung, perspektivisch die Erschließung des Güterverkehrszentrums über die Kuhdammbrücken verbessern zu wollen. Den ersten Schritt sind die Gemeindevertreter gegangen und haben Geld für die Planung eine Brückenerweiterung freigegeben.

Zwei andere für die Gemeinde Wustermark maßgebliche Entscheidungen sind in diesem Jahr gefallen. Beide betreffen den größten Ortsteil Elstal. Die Gemeindevertreter fassten den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Heidesiedlung“. Was sich bürokratisch anhört, ist das Zeichen für den Investor DKB Wohnen, dass man den Bau einer neuen Siedlung mit sanften Gewerbe und Wohnungen für etwa 700 Menschen am Eingang von Elstal unterstützen wird. Erwarteter Baubeginn ist in 2016.

Nicht ganz so zeitig wird sich im Olympischen Dorf etwas tun. Aber, die Gemeinde hat ein Entwicklungskonzept erarbeiten lassen, dass Anfang 2016 in der Endfassung vorliegen und dann beschlossen werden soll. Zudem beteiligt sich die Gemeinde mit mehr als 1 Million Euro an den Erschließungskosten des ersten Bauabschnittes. Wann die Bagger im Olympischen Dorf anrollen, wann der Bau von bis zu 1000 Wohnungen inklusive des Umbaus des Speisehauses der Nationen erfolgen wird, weiß heute noch niemand genau.

Von Jens Wegener

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