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Havelland Westhavelland: Nur leichter Wintereinbruch
Lokales Havelland Westhavelland: Nur leichter Wintereinbruch
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19:25 06.01.2016
Detlef Mallon (re.) und Mario Buschow vom Betriebshof der Stadt beim Freiräumen einer Bushaltestelle in der Berliner Straße. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Der erste ernsthafte Schneefall in diesem Winter hat die Menschen im Westhavelland nicht kalt erwischt. Weil die Niederschläge angekündigt waren und es relativ sacht und gleichmäßig verteilt über mehrere Stunden schneite, hatten sich sowohl die Winterdienstler als auch die Verkehrsteilnehmer gut auf die Situation vorbereitet.

Für die Mitarbeiter der Rathenower Straßenmeisterei und des Betriebshofs der Stadt Rathenow war es der erste echte Wintereinsatz der Saison. Zwar waren sie schon mal im Dezember ausgerückt, um die Straßen nach ersten Nachtfrösten zu präparieren. Aber das ist nicht zu vergleichen mit dem Aufwand, der nun betrieben werden muss. In der Straßenmeisterei gilt seit Dienstagmorgen um 3 Uhr der Zwei-Schichten-Plan. Bis 22 Uhr sind bis auf Weiteres zehn Räum- und Streufahrzeuge auf den Bundes- und Landesstraßen im Westhavelland im Einsatz. Zuerst, so schreibt es die Prioritätenliste vor, werden die Bundesstraßen B 188, B 102 und B 5 in Angriff genommen.

Dann geht es weiter auf den Landesstraßen und jene Gemeindestraßen, um die sich die Straßenmeisterei im Auftrag der Kommunen kümmert. Rund 260 Straßenkilometer kommen zusammen. „Da in beide Richtungen geräumt und gestreut werden muss, sind die Fahrzeuge 520 Kilometer unterwegs, um eine komplette Runde zu absolvieren“, sagt Karsten Ziehm, der Leiter der Straßenmeisterei. Die Frage, warum manche Straßen eher frei sind als andere, ist damit auch beantwortet.

Räumfahrzeuge aller Art waren auf den Straßen der Region unterwegs. Quelle: Markus Kniebeler

Yves Reimer, Leiter des Betriebshofs der Stadt Rathenow, schätzt die Lage ähnlich ein wie der Kollege. Man sei seit dem frühen Dienstagmorgen mit allen verfügbaren Kräften auf den städtischen Straßen, Geh- und Radwegen unterwegs. Und bis zum Wochenende werde das wohl auch so bleiben. Dann soll sich die Lage wegen des angekündigten Tauwetters entspannen. „Der Schneefall kam nicht überraschend, wir waren gut vorbereitet“, so Reimer. Lediglich die Schneemenge sei ungewöhnlich. Immerhin sei es in der Nacht mit minus 10 Grad klirrend kalt gewesen. Da rechne man nicht mit so viel Schnee.

Zum Bild eines glimpflichen Wintereinbruchs passen der Lagebericht der Polizei. Die vermeldet für das Westhavelland für die Zeit von Dienstagmittag bis Mittwochmittag nicht einen glättebedingten Verkehrsunfall. Und auch auf den Bahnlinien von Rathenow nach Berlin, Brandenburg und Stendal lief der Verkehr, von ein paar Verspätungen im Minutenbereich abgesehen, störungsfrei.

Von Markus Kniebeler

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