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Westhavelland ist internationales Vorbild

Sternenpark in Gülpe Westhavelland ist internationales Vorbild

Bei einer Tagung im Sternenpark Westhavelland haben Forscher betont, dass die Beleuchtungsrichtlinie für das Westhavelland weltweit beispielgebend ist. Die Wissenschaftler aus Ungarn, Spanien und Kanada hatten sich in Gülpe getroffen, um sich von dem besonders dunklen Himmel zu überzeugen.

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Die Forscher bei ihrem Treffen in Gülpe.

Quelle: N. Stein

Gülpe. Sterne gucken in Gülpe, Strodehne oder Milow: Unter Hobbyastronomen ist das Westhavelland als erster deutscher Sternenpark schon längst kein Geheimtipp mehr für gute Möglichkeiten, um in finserer Nacht den Himmel zu beobachten. Eine Entwicklung mit positiver Wirkungen für die Region Westhavelland. „Sie fördert zunehmend den Tourismus“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Sternenpark Westhavelland, Jens Aasmann, bei einem Pressegespräch in Gülpe mit internationalen Gästen.

Der Naturpark Westhavelland und der Förderverein Sternenpark waren von Freitag bis Montag Gastgeber eines internationalen Arbeitstreffens mit vier Wissenschaftlern aus Ungarn, Spanien, Kanada und Deutschland. Sie wirken an dem von der Europäischen Union geförderten Projekt „Netzwerk Verlust das Nacht“ mit und arbeiten an einer wissenschaftlichen Publikation über Messmethoden der Himmelshelligkeit. Geleitet wurde das Arbeitstreffen von einem in der Region bestens bekannten Wissenschaftler: Andreas Hänel. Er ist der Leiter des Planetriums und begleitet die Entwicklung des Sternenparks Westhavelland maßgeblich.

Straßenbeleuchtung ist Vorbild

Über das Wochenende ins Westhavelland gekommen war Andreas Hänel mit Zoltàn Kollàth (Ungarn), Salvador Ribas (Spanien) und Chris Kyba (Kanada). Die Gäste besuchten das Naturparkzentrum in Milow und waren unter dunklen Nachthimmel auf Tour in der Region. Station machten sie dabei zum Beispiel am Gülper See, am Sportplatz in Gülpe als Veranstaltungsort des jährlich stattfindenden Westhavelländischen Astrotreffs mit Möglichkeiten der Reduzierung von Straßenbeleuchtung am Versuchsfeld „Verlust der Nacht“ bei Lochow.

In Gesprächen mit Jens Aasmann, der Nennhausener Amtsdirektorin Angelika Thielicke und Naturparkleiterin Ilona Langgemach informierten sich die Wissenschaftler über Aktivitäten und kommunale Entwicklungen im Sternenpark. Übereinstimmend betonten sie anschließend, dass die für das Westhavelland erarbeitete Beleuchtungsrichtlinie international beispielgebend sein könnte für Entwicklungen in anderen Sternenparks. Internationales Alleinstellungsmerkmal habe der Sternenpark Westhavelland wegen seiner Nähe zu Großstädten (Berlin und Potsdam), sagte der Kanadier Chris Kyba.

Bessere Vermarktung

Die Region Westhavelland sollte die Angebote zum Sterne gucken und die touristische Vermarktung Sternenpark weiter ausbauen, war ein Ratschlag der internationalen Gäste an die Havelländer. Die Spanier zum Beispiel sind auf dem Gebiet schon weiter.

Von Norbert Stein

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