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Havelland Wieder Leben im Haus
Lokales Havelland Wieder Leben im Haus
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00:25 30.11.2015
Friseurin Silke Rieger aus Nauen frisiert Doreen Schmidt aus Retzow die Haare. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Groß Behnitz

Das hätte sich Familie Borsig 1886 wohl kaum träumen lassen, was später einmal aus der von ihr errichteten Schule werden wird. Wo noch bis 1998 Grundschüler lernten, ist jetzt eine Dorfbegegnungsstätte mit vielerlei Nutzungen entstanden. „Das Haus lebt wieder, hat eine Bedeutung“, sagt ein erfreuter Ortsvorsteher Wolfgang Jung. Am Sonnabend – während des Weihnachtsmarktes der Vereine – soll das Haus den Groß Behnitzern bei einem Tag der offenen Tür näher gebracht werden. Um 15 Uhr geht es los.

„Ich freue mich, dass es jetzt dem Ende entgegen geht und dass wir das Haus den Bürgern zeigen können. Es ist ein Ort, wo Kommunikation stattfinden kann“, so Jung. Schon jetzt zeichne sich ab, dass das Gebäude von der Bevölkerung angenommen wird. Den „Treff 46“ mit Backshop und Café gibt es schon länger. Eingezogen ist jetzt auch Allgemeinmediziner Matthias Redsch, der bisher im Kita-Gebäude seine Praxis hatte. Zweimal in der Woche hat er Sprechstunde. Mittwochs kommt zudem Friseurin Silke Rieger. Sie kümmert sich schon seit elf Jahren um die Haarpracht der Groß Behnitzer. „Es ist ganz super und außerdem schön, dass alle in einem Gebäude sind“, sagt sie. Die Bedingungen seien deutlich besser als bisher.

Noch nicht eingezogen ist indes der Jugendklub. Erst muss noch die Treppe für den zweiten Rettungsweg errichtet werden, was so schnell wie möglich erfolgen soll. Die Baugenehmigung liegt erst jetzt vor. Trotzdem werden die Jugendlichen am Sonnabend auch vor Ort sein, wie Klubleiter Marco Fricke sagt. Er hofft, dass der Raum im Dachgeschoss von den 15 Jugendlichen angenommen wird. Im Moment herrsche noch ein wenig Skepsis, ob der Platz für die Geräte reicht. „Wir müssen auch schauen, ob es nicht möglicherweise Beschwerden gibt, weil die Jugendlichen zu laut sind“, sagt er. Am alten Standort hat man dieses Problem nicht.

Froh über das neue Haus ist Rita Jung, Vorsitzende des Heimatvereins: „Es ist schön, dass die Stadt so viel investiert hat, um aus dem alten Gebäude etwas zu machen fürs Dorf.“ Der Verein hatte dort bis 2014 ein Traditionszimmer, kann jetzt zwei Räume in Dachgeschoss nutzen. „Wir fühlen uns dort sehr wohl“, sagt sie und lobt die Zusammenarbeit mit der Dienstleistungsgesellschaft während der Bauarbeiten.

Rund 460 000 Euro hat die Stadt Nauen in den Umbau des Hauses investiert. „2010 haben wir das Sozialraumkonzept beschlossen. Ein Aspekt dabei ist, dass wir in den Ortsteilen Räume für die Kommunikation schaffen“, begründet Nauens Vize-Bürgermeisterin Marion Grigoleit den Umbau. Problem sei, dass es derzeit in einigen Ortsteilen mehrere sanierungsbedürftige kommunale Gebäude gibt, so wie in Groß Behnitz. „Das Ziel besteht darin, nur ein Gebäude zu sanieren und mit einer multifunktionalen Nutzung zu versehen“, sagt sie. In Groß Behnitz ist momentan geplant, das andere Gebäude an den Kita-Träger zu verkaufen.

Dass in Groß Behnitz mit dem Umbau zum Dorfgemeinschaftshaus begonnen worden war, hängt auch mit dem Sieg des Ortsteils beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” zusammen. „Wir hatten überlegt, wo wir die 15 000 Euro Prämie am Besten einsetzen. Das war der Auslöser“, sagt Marion Grigoleit.

Ab nächstem Jahr will die Stadt ins Dorfgemeinschaftshaus Markee investieren, danach in Wachow (2017/18), Berge (2018/19) und Lietzow (2018) – insgesamt 1,16 Millionen Euro.

Von Andreas Kaatz

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